Musik als Medizin: Portanerin bewirbt sich beim "Eurovision Song Contest" Stefan Lyrath Porta Westfalica-Hausberge (Ly). Joanna Steinmann lässt sich nicht unterkriegen. Nachdem die Hausberger Künstlerin vor zehn Jahren schon einmal erkrankt war, hat sie erneut Krebs, diesmal allerdings eine andere Form. „Die Krankheit wurde früh erkannt, denn ich gehe immer zur Vorsorge. Ich habe nicht vor zu sterben“, sagt sie. „Wenn bei mir noch mehr abgeschnitten wird, gibt es irgendwann nichts mehr, was man in den Sarg legen kann“, nimmt die Komikerin ihre Krankheit mit Galgenhumor, auch wenn ihr nicht immer zum Lachen zumute ist.Arbeit hilft. Mit einem Lied von US-Entertainer Levi John, den Joanna Steinmann im April 2019 für ein Tanzkonzert ins Bürgerhaus geholt hatte und der zurzeit in Deutschland lebt, haben beide sich für den „Eurovison Song Contest“ beworben: „Rosa forever“, ein trauriger Song, handelt vom Verlust der Heimat. Bis zum 30. November konnten sich Sängerinnen, Sänger und Bands mit ihren Songs für den deutschen Vorentscheid zum Eurovision Song Contest 2022 bewerben. Falls das Lied aus Porta Westfalica beim Vorentscheid weiterkommt, stehen im Fernsehen drei Künstler auf der Bühne: Joanna Steinmann singt, Levi John spielt Gitarre, der kanadische Musikproduzent Greg Lassalle Piano. Lassalle ist Johns bester Freund. „Mit dem Song bekommen wir die Punkte aus den osteuropäischen Ländern, die uns sonst immer fehlen“, spielt die Hausbergerin auf ihre polnische Herkunft an. Das Video ist bereits im Internet bei Youtube zu sehen. Einfach „Rosa forever Joanna Steinmann“ eingeben.Auch die Pandemie hat dazu beigetragen, dass das Leben der Künstlerin etwas durcheinander geraten ist. Reihenweise sind geplante Auftritte ausgefallen. Vor allem aber: Eigentlich wollte Joanna Steinmann an diesem 1. Dezember an der Vinckestraße in Minden eine Event-Bar eröffnen. Comedy, Musik und Cocktails: Jeden Freitag, Samstag und Sonntag sollten dort Events steigen, außerdem regelmäßig Workshops. Diesen Plan hat Joanna Steinmann erst einmal zurückgestellt, jedoch nicht aufgegeben. „Ich erwarte einen Lockdown“, erklärt die Portanerin. Geöffnet wird danach.Erledigt hat sich auch das Vorhaben, Besucherinnen und Besucher des Mindener Weihnachtsmarktes den Refrain eines Weihnachtsliedes von Levi John mitsingen zu lassen. Denn das wäre zu gefährlich. „Wir können die Menschen nicht kontrollieren, sie würden wahrscheinlich zu eng zusammenrücken“, befürchtet Joanna Steinmann. Ein anderes Projekt verfolgt die Komikerin und Musikerin dagegen weiter: Sie arbeitet am Konzept für eine neue Reihe mit zehn Veranstaltungen pro Jahr, unterstützt von einem heimischen Unternehmen. Geplant sind Comedy-Shows und Konzerte mit jeweils unterschiedlichen Künstlern, verteilt über die Kreise Minden-Lübbecke und Herford.Im „Rosa“-Video ist Joanna Steinmann, die ihre Haare sonst lang trägt, übrigens mit blonder Kurzhaarfrisur zu sehen – kleiner Unfall, wenn man so will. „Während der Corona-Krise habe ich versucht, mich selbst zu blondieren“, erzählt sie. Das ging schief. „Mir sind die Haare ausgefallen.“ Ohne Corona wär‘ das nicht passiert, denn normalerweise wäre Joanna Steinmann zum Friseur gegangen.

Musik als Medizin: Portanerin bewirbt sich beim "Eurovision Song Contest"

„Rosa forever“: Levi John hat den Song geschrieben, Joanna Steinmann singt ihn. Beide bewerben sich damit beim „European Song Contest“. Foto: Stefan Lyrath

Porta Westfalica-Hausberge (Ly). Joanna Steinmann lässt sich nicht unterkriegen. Nachdem die Hausberger Künstlerin vor zehn Jahren schon einmal erkrankt war, hat sie erneut Krebs, diesmal allerdings eine andere Form.

„Die Krankheit wurde früh erkannt, denn ich gehe immer zur Vorsorge. Ich habe nicht vor zu sterben“, sagt sie. „Wenn bei mir noch mehr abgeschnitten wird, gibt es irgendwann nichts mehr, was man in den Sarg legen kann“, nimmt die Komikerin ihre Krankheit mit Galgenhumor, auch wenn ihr nicht immer zum Lachen zumute ist.

Arbeit hilft. Mit einem Lied von US-Entertainer Levi John, den Joanna Steinmann im April 2019 für ein Tanzkonzert ins Bürgerhaus geholt hatte und der zurzeit in Deutschland lebt, haben beide sich für den „Eurovison Song Contest“ beworben: „Rosa forever“, ein trauriger Song, handelt vom Verlust der Heimat.

Bis zum 30. November konnten sich Sängerinnen, Sänger und Bands mit ihren Songs für den deutschen Vorentscheid zum Eurovision Song Contest 2022 bewerben. Falls das Lied aus Porta Westfalica beim Vorentscheid weiterkommt, stehen im Fernsehen drei Künstler auf der Bühne: Joanna Steinmann singt, Levi John spielt Gitarre, der kanadische Musikproduzent Greg Lassalle Piano. Lassalle ist Johns bester Freund.


„Mit dem Song bekommen wir die Punkte aus den osteuropäischen Ländern, die uns sonst immer fehlen“, spielt die Hausbergerin auf ihre polnische Herkunft an. Das Video ist bereits im Internet bei Youtube zu sehen. Einfach „Rosa forever Joanna Steinmann“ eingeben.

Auch die Pandemie hat dazu beigetragen, dass das Leben der Künstlerin etwas durcheinander geraten ist. Reihenweise sind geplante Auftritte ausgefallen. Vor allem aber: Eigentlich wollte Joanna Steinmann an diesem 1. Dezember an der Vinckestraße in Minden eine Event-Bar eröffnen.

Comedy, Musik und Cocktails: Jeden Freitag, Samstag und Sonntag sollten dort Events steigen, außerdem regelmäßig Workshops. Diesen Plan hat Joanna Steinmann erst einmal zurückgestellt, jedoch nicht aufgegeben. „Ich erwarte einen Lockdown“, erklärt die Portanerin. Geöffnet wird danach.

Erledigt hat sich auch das Vorhaben, Besucherinnen und Besucher des Mindener Weihnachtsmarktes den Refrain eines Weihnachtsliedes von Levi John mitsingen zu lassen. Denn das wäre zu gefährlich. „Wir können die Menschen nicht kontrollieren, sie würden wahrscheinlich zu eng zusammenrücken“, befürchtet Joanna Steinmann.

Ein anderes Projekt verfolgt die Komikerin und Musikerin dagegen weiter: Sie arbeitet am Konzept für eine neue Reihe mit zehn Veranstaltungen pro Jahr, unterstützt von einem heimischen Unternehmen. Geplant sind Comedy-Shows und Konzerte mit jeweils unterschiedlichen Künstlern, verteilt über die Kreise Minden-Lübbecke und Herford.

Im „Rosa“-Video ist Joanna Steinmann, die ihre Haare sonst lang trägt, übrigens mit blonder Kurzhaarfrisur zu sehen – kleiner Unfall, wenn man so will. „Während der Corona-Krise habe ich versucht, mich selbst zu blondieren“, erzählt sie. Das ging schief. „Mir sind die Haare ausgefallen.“ Ohne Corona wär‘ das nicht passiert, denn normalerweise wäre Joanna Steinmann zum Friseur gegangen.

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