Modekette Adler ist insolvent: Bleibt die Filiale im Porta-Markt? Porta Westfalica-Barkhausen (lies). Seit gut einem Monat läuft das Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung vor dem Amtsgericht Aschaffenburg gegen die insolvente Modekette Adler, die auch eine Filiale im Porta-Markt in Barkhausen betreibt. Der Noch-Börsenkonzern soll im Zuge des Insolvenzverfahrens vom Berliner Mischkonzern Zeitfracht übernommen werden. Bis zu 500 von 3.100 Arbeitsplätze werden dabei abgebaut. Zudem sollen rund 40 von insgesamt 142 Filialen schließen. Wie es mit der Filiale in Barkhausen weitergeht, das blieb in dieser Woche noch offen. Eine Anfrage bei der Pressestelle des Konzerns blieb bisher unbeantwortet. Das Unternehmen selbst hatte sich zuletzt auf noch offene Verhandlungen berufen. Mittlerweile sickern aber in ersten Presseberichten durch, wo bereits Filialen geschlossen werden sollen – so unter anderem in Görlitz. Als erste Maßnahme will Zeitfracht – eine Insolvenzvereinbarung ist laut Handelsblatt bereits unterschrieben – die Modekette von der Börse nehmen. Das ist laut Experten ein harter Einschnitt. Allerdings mussten Aktienbesitzer zuletzt ohnehin einen starken Sinkflug beim Wert der Papiere hinnehmen: von über zwei Euro auf nun gerade einmal 20 Cent pro Wertpapier. Klar scheint bisher nur, dass die Filialschließungen nur in Deutschland stattfinden sollen. Die Märkte im Ausland wie in Österreich und in der Schweiz sollen bestehen bleiben, heißt es aus dem Unternehmen. In Amt und Würden bleibt demnach auch der Vorstand des tief verschuldeten Konzerns. Adler hat sich in seinem Sortiment bisher vor allem auf ein Publikum jenseits der 50 Jahre spezialisiert. Nach dem Insolvenzverfahren, das Dank der Übernahme durch Zeitfracht womöglich schon im August wieder beendet werden könnte, sollen der Onlineverkauf und das Geschäft mit Waren, die keine Kleidung sind, vorangetrieben werden.

Modekette Adler ist insolvent: Bleibt die Filiale im Porta-Markt?

Ob das Geschäft in Barkhausen bleibt, blieb noch offen.
Symbolfoto: Norbert Fellechner/imago images
© imago images/BildFunkMV

Porta Westfalica-Barkhausen (lies). Seit gut einem Monat läuft das Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung vor dem Amtsgericht Aschaffenburg gegen die insolvente Modekette Adler, die auch eine Filiale im Porta-Markt in Barkhausen betreibt. Der Noch-Börsenkonzern soll im Zuge des Insolvenzverfahrens vom Berliner Mischkonzern Zeitfracht übernommen werden. Bis zu 500 von 3.100 Arbeitsplätze werden dabei abgebaut. Zudem sollen rund 40 von insgesamt 142 Filialen schließen.

Wie es mit der Filiale in Barkhausen weitergeht, das blieb in dieser Woche noch offen. Eine Anfrage bei der Pressestelle des Konzerns blieb bisher unbeantwortet. Das Unternehmen selbst hatte sich zuletzt auf noch offene Verhandlungen berufen. Mittlerweile sickern aber in ersten Presseberichten durch, wo bereits Filialen geschlossen werden sollen – so unter anderem in Görlitz.

Als erste Maßnahme will Zeitfracht – eine Insolvenzvereinbarung ist laut Handelsblatt bereits unterschrieben – die Modekette von der Börse nehmen. Das ist laut Experten ein harter Einschnitt. Allerdings mussten Aktienbesitzer zuletzt ohnehin einen starken Sinkflug beim Wert der Papiere hinnehmen: von über zwei Euro auf nun gerade einmal 20 Cent pro Wertpapier.


Klar scheint bisher nur, dass die Filialschließungen nur in Deutschland stattfinden sollen. Die Märkte im Ausland wie in Österreich und in der Schweiz sollen bestehen bleiben, heißt es aus dem Unternehmen. In Amt und Würden bleibt demnach auch der Vorstand des tief verschuldeten Konzerns.

Adler hat sich in seinem Sortiment bisher vor allem auf ein Publikum jenseits der 50 Jahre spezialisiert. Nach dem Insolvenzverfahren, das Dank der Übernahme durch Zeitfracht womöglich schon im August wieder beendet werden könnte, sollen der Onlineverkauf und das Geschäft mit Waren, die keine Kleidung sind, vorangetrieben werden.

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