Mit Rücksicht auf „Tote Hosen“ und „Ärzte“: Stadtfest erst am dritten September-Wochenende Porta Westfalica (dh). Nach zwei Jahren coronabedingten Verzichts werden die Portanerinnen und Portaner dieses Jahr wieder ihr Stadtfest feiern. In der Zeit vom 16. bis zum 18. September soll es mächtig voll werden im Ortskern von Hausberge. Der Vorstand des Stadtfestvereins und sein Partner, die Porta Event GmbH, stecken mitten in den Vorbereitungen, teilt Vereinsgeschäftsführer Jörg Schröder mit. Erst am Mittwoch habe man noch zusammengesessen und über den Ablauf gesprochen, sagte Schröder am Donnerstag dem MT. Allerdings sei es zu früh für die Veröffentlichung eines Musikprogramms. Dazu würden noch Gespräche geführt. Fest steht indes das altbekannte Stadtfestmotto: Von Portanern für Portaner. „Wir wollen ein Stadtfest mit einer möglichst großen Einbindung von örtlichen Vereinen und bürgerschaftlichen Gruppen aus allen 15 Stadtteilen.“ Das Portaner Stadtfest sei nie ein bis ins letzte Detail durchgeplantes Event gewesen, so Schröder. „Wir organisieren ein großes Nachbarschaftstreffen mit Straßenfestcharakter, bei dem es nicht um Gewinnmaximierung, sondern um das Wiedersehen mit alten Freunden und Bekannten geht.“ Geändert hat sich allerdings der Termin: Traditionell findet das Stadtfest seit Jahrzehnten am zweiten vollen Wochenende im September statt; die Party wird nun um eine Woche verschoben – und zwar nach hinten. „Wir haben uns in unserer Mitgliederversammlung ausnahmsweise für das dritte Septemberwochenende entschieden. Grund sind die auf Kanzlers Weide für die ersten beiden Septemberwochenenden geplanten Konzerte der Ärzte und der Toten Hosen. „Denen wollen wir nicht die Show stehlen“, so Schröder mit einem Augenzwinkern zum MT. Die Vorfreude aufs Stadtfest sei jedenfalls groß. „Wir spüren bei den laufenden Vorbereitungen, dass die zweijährige Zwangspause vielen schwergefallen ist.“ Der Neustart des Stadtfestes 2022 sei auch ein Signal, dass Gemeinschaft in Porta Westfalica wieder gelebt werden könne. Der Stadtfestverein freue sich darauf, diesem Gemeinschaftserlebnis im Hausberger Ortskern die organisatorische Grundlage bieten zu können. 2020 fiel das Fest der Pandemie zum Opfer und auch 2021 sagten die Verantwortlichen schweren Herzens ab. Schröder erläuterte im Mai vorigen Jahres dem MT die Gründe: Die Organisatoren hätten eine Beschränkung des Teilnehmerkreises auf die Gruppen der Geimpften, Genesenen und Getesteten einvernehmlich abgelehnt. Für die nötigen Zugangskontrollen hätte das gesamte Stadtfestgelände abgesperrt werden müssen, was aufgrund der vielen Zugänge enorm teuer und aufwendig geworden wäre. Außerdem hätte der Ausschluss bestimmter Personenkreise dem Charakter des Stadtfestes widersprochen. Denn das seit jeher auf eine möglichst breite Beteiligung aller gesellschaftlichen Gruppen ausgerichtet.„Ein coronagerechtes Stadtfest funktioniert nicht“, sagt der Vereinsgeschäftsführer auch jetzt. Zwar könne heute niemand vorhersehen, ob und in welcher Weise das Virus und auch der Ukraine-Krieg im Herbst das Weltgeschehen beeinflussen. Die Organisatoren wollen die Stadtfest-Planung dennoch mit Optimismus angehen – und so die wichtigste Voraussetzung schaffen, damit Portaner und ihre Gäste im September feiern können.

Mit Rücksicht auf „Tote Hosen“ und „Ärzte“: Stadtfest erst am dritten September-Wochenende

Volles Haus(berge): Beim Stadtfest herrscht im Ortskern Gedränge: Zuletzt wurde 2019 gefeiert. Foto: Stefan Lyrath

Porta Westfalica (dh). Nach zwei Jahren coronabedingten Verzichts werden die Portanerinnen und Portaner dieses Jahr wieder ihr Stadtfest feiern. In der Zeit vom 16. bis zum 18. September soll es mächtig voll werden im Ortskern von Hausberge. Der Vorstand des Stadtfestvereins und sein Partner, die Porta Event GmbH, stecken mitten in den Vorbereitungen, teilt Vereinsgeschäftsführer Jörg Schröder mit. Erst am Mittwoch habe man noch zusammengesessen und über den Ablauf gesprochen, sagte Schröder am Donnerstag dem MT. Allerdings sei es zu früh für die Veröffentlichung eines Musikprogramms. Dazu würden noch Gespräche geführt.

Fest steht indes das altbekannte Stadtfestmotto: Von Portanern für Portaner. „Wir wollen ein Stadtfest mit einer möglichst großen Einbindung von örtlichen Vereinen und bürgerschaftlichen Gruppen aus allen 15 Stadtteilen.“ Das Portaner Stadtfest sei nie ein bis ins letzte Detail durchgeplantes Event gewesen, so Schröder. „Wir organisieren ein großes Nachbarschaftstreffen mit Straßenfestcharakter, bei dem es nicht um Gewinnmaximierung, sondern um das Wiedersehen mit alten Freunden und Bekannten geht.“

Geändert hat sich allerdings der Termin: Traditionell findet das Stadtfest seit Jahrzehnten am zweiten vollen Wochenende im September statt; die Party wird nun um eine Woche verschoben – und zwar nach hinten. „Wir haben uns in unserer Mitgliederversammlung ausnahmsweise für das dritte Septemberwochenende entschieden. Grund sind die auf Kanzlers Weide für die ersten beiden Septemberwochenenden geplanten Konzerte der Ärzte und der Toten Hosen. „Denen wollen wir nicht die Show stehlen“, so Schröder mit einem Augenzwinkern zum MT.


Die Vorfreude aufs Stadtfest sei jedenfalls groß. „Wir spüren bei den laufenden Vorbereitungen, dass die zweijährige Zwangspause vielen schwergefallen ist.“ Der Neustart des Stadtfestes 2022 sei auch ein Signal, dass Gemeinschaft in Porta Westfalica wieder gelebt werden könne. Der Stadtfestverein freue sich darauf, diesem Gemeinschaftserlebnis im Hausberger Ortskern die organisatorische Grundlage bieten zu können.

2020 fiel das Fest der Pandemie zum Opfer und auch 2021 sagten die Verantwortlichen schweren Herzens ab. Schröder erläuterte im Mai vorigen Jahres dem MT die Gründe: Die Organisatoren hätten eine Beschränkung des Teilnehmerkreises auf die Gruppen der Geimpften, Genesenen und Getesteten einvernehmlich abgelehnt. Für die nötigen Zugangskontrollen hätte das gesamte Stadtfestgelände abgesperrt werden müssen, was aufgrund der vielen Zugänge enorm teuer und aufwendig geworden wäre. Außerdem hätte der Ausschluss bestimmter Personenkreise dem Charakter des Stadtfestes widersprochen. Denn das seit jeher auf eine möglichst breite Beteiligung aller gesellschaftlichen Gruppen ausgerichtet.

„Ein coronagerechtes Stadtfest funktioniert nicht“, sagt der Vereinsgeschäftsführer auch jetzt. Zwar könne heute niemand vorhersehen, ob und in welcher Weise das Virus und auch der Ukraine-Krieg im Herbst das Weltgeschehen beeinflussen. Die Organisatoren wollen die Stadtfest-Planung dennoch mit Optimismus angehen – und so die wichtigste Voraussetzung schaffen, damit Portaner und ihre Gäste im September feiern können.

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