Meike Messal sorgt mit Krimi für knisternde Spannung Gisela Schwarze Porta Westfalica-Barkhausen (GS). Knisternde Spannung lag in der Luft, als die Autorin Meike Messal zur Premierenlesung ihres zweiten Kriminalromans „Atemlose Stille“ startete. Apropos Luft, die wurde im voll besetzten Zuhörersaal zwar knapp, aber sie reichte immerhin zum Atmen aus.Mehr als 80 Zuhörer verfolgten die Lesung, bei der die Schriftstellerin den zweiten Fall für die Mindener Kommissarin Marlene Borchert und ihren Bielefelder Kollegen Benno Erdmann in Passagen präsentierte und außerdem über eigene Taucherlebnisse berichtete. Im Handlungsverlauf wird ein Toter nahe der Mindener Schiffmühle im Fluss entdeckt. In der Weser ertrank er nicht, das stellte sich bei der Obduktion heraus.Auf dem Klappentext des im September beim Verlag Prolibris erschienenen Bands steht: „Wie lange kannst du die Luft anhalten? Eine Minute, sogar zwei, das wird nicht reichen . . . “ Die Frage nach der Atemlosigkeit gab Meike Messal ans Publikum weiter. Sie erkundigte sich nach Techniken, wie man es wohl am längsten schafft.Die Antworten aus dem Publikum waren unterschiedlich und reichten von „ganz tief einatmen“ bis „nur ein wenig die Lunge füllen“. Zu Eigenversuchen in der Praxis setzte die Autorin am Anfang der Lesung eine Stoppuhr ein, die sie eine Minute lang laufen ließ. Die meisten Zuhörer schafften es ohne Luft nur etwa 30 bis 45 Sekunden und alle merkten, wie lang eine Minute sein kann. Die Autorin verriet, dass es in dem Krimi die Antwort dafür gibt, wie man lange die Luft anhält.Messal las den Prolog vor, in dem das Opfer keine Luft bekommt: „Verzweifelt hämmerte er mit den Fäusten an die Scheibe. Seine Augen waren weit aufgerissen. Er hatte das Gefühl, der Druck würde sie aus den Höhlen sprengen. Aber noch mehr schmerzte seine Lunge. Er brauchte Luft.“Meike Messal erzählte, dass es in dem Krimi in wichtigen Teilen um Luft und Wasser geht. Und ums Tauchen. „Autoren sollen ja immer davon schreiben, was sie kennen“, wandte sie sich an die Zuhörer. Als sie sich die Handlung für diesen Roman überlegte, sei ihr der Augenblick in den Sinn gekommen, als sie absolute Panik hatte. „Vor einigen Jahren machte ich meinen Tauchschein. Da lernt man viel Theorie und Praxis, auch unter Wasser Luft von seinem Tauchpartner zu bekommen, wenn das eigene Gerät einmal versagt.“ Auf keinen Fall dürfe man zu schnell auftauchen, weil dann die Lunge platzen könnte.Beim Üben habe das alles auch gut geklappt. „Als wir dann jedoch unseren dritten Tauchgang absolvierten, da merkte ich, dass mit meinem Gerät was nicht stimmte. Ich konnte nicht richtig atmen. Plötzlich waren wir schon etwa 15 Meter weit unten, da hatte ich Wasser im Mund. Das Gerät war defekt, statt Luft kam nur noch Wasser“, schilderte sie die Momente ihrer Panik. Sie wollte nur noch aus dem Wasser, hoch nach oben und schoss hoch. Der Tauchlehrer reagierte zum Glück sofort und hielt sie fest. Daran dachte die 40-Jährige, als sie eine Idee für ihren Krimi suchte. Der Tauchlehrer habe es geschafft, ihr sein Sauerstoffgerät in den Mund zu stecken. Sie wollte nie wieder tauchen. Er schnallte ihr ein neues Gerät um und sagte: „Du musst wieder rein. Wenn du jetzt kneifst, wirst du immer Angst haben.“Sie überwand sich und ist froh darüber, denn sie empfindet Tauchen als etwas Wunderschönes. Im Krimi kommt das immer wieder zum Ausdruck. Zu den faszinierten Zuhörern gehörte der Mindener Lu Franzen. Als einer der ersten Lesungsbesucher ließ er sich den Band „Atemlose Stille“ signieren. „Ich habe förmlich mitgefiebert und eifrig mitgeraten. Dieser Krimi wird mir spannende Lesestunden bereiten“, sagte er und hielt glücklich sein Exemplar in Händen.Am Samstag, 18. November, liest Meike Messal ab 18.30 bei einer „Crime Night“ auf der Wittekindsburg mit drei weiteren Autoren, mit Raiko Relling, Thomas Breuer und Doris Oetting.

Meike Messal sorgt mit Krimi für knisternde Spannung

Knisternde Spannung: Vor mehr als 80 Zuhörern las Meike Messal in der Wittekindsburg aus ihrem zweiten Krimi. © Foto: Gisela Schwarze

Porta Westfalica-Barkhausen (GS). Knisternde Spannung lag in der Luft, als die Autorin Meike Messal zur Premierenlesung ihres zweiten Kriminalromans „Atemlose Stille“ startete. Apropos Luft, die wurde im voll besetzten Zuhörersaal zwar knapp, aber sie reichte immerhin zum Atmen aus.

Mehr als 80 Zuhörer verfolgten die Lesung, bei der die Schriftstellerin den zweiten Fall für die Mindener Kommissarin Marlene Borchert und ihren Bielefelder Kollegen Benno Erdmann in Passagen präsentierte und außerdem über eigene Taucherlebnisse berichtete. Im Handlungsverlauf wird ein Toter nahe der Mindener Schiffmühle im Fluss entdeckt. In der Weser ertrank er nicht, das stellte sich bei der Obduktion heraus.

Die Stoppuhr spielte in Meikes Messals Lesung eine große Rolle.
Die Stoppuhr spielte in Meikes Messals Lesung eine große Rolle.

Auf dem Klappentext des im September beim Verlag Prolibris erschienenen Bands steht: „Wie lange kannst du die Luft anhalten? Eine Minute, sogar zwei, das wird nicht reichen . . . “ Die Frage nach der Atemlosigkeit gab Meike Messal ans Publikum weiter. Sie erkundigte sich nach Techniken, wie man es wohl am längsten schafft.

Die Antworten aus dem Publikum waren unterschiedlich und reichten von „ganz tief einatmen“ bis „nur ein wenig die Lunge füllen“. Zu Eigenversuchen in der Praxis setzte die Autorin am Anfang der Lesung eine Stoppuhr ein, die sie eine Minute lang laufen ließ. Die meisten Zuhörer schafften es ohne Luft nur etwa 30 bis 45 Sekunden und alle merkten, wie lang eine Minute sein kann. Die Autorin verriet, dass es in dem Krimi die Antwort dafür gibt, wie man lange die Luft anhält.

Messal las den Prolog vor, in dem das Opfer keine Luft bekommt: „Verzweifelt hämmerte er mit den Fäusten an die Scheibe. Seine Augen waren weit aufgerissen. Er hatte das Gefühl, der Druck würde sie aus den Höhlen sprengen. Aber noch mehr schmerzte seine Lunge. Er brauchte Luft.“

Meike Messal erzählte, dass es in dem Krimi in wichtigen Teilen um Luft und Wasser geht. Und ums Tauchen. „Autoren sollen ja immer davon schreiben, was sie kennen“, wandte sie sich an die Zuhörer. Als sie sich die Handlung für diesen Roman überlegte, sei ihr der Augenblick in den Sinn gekommen, als sie absolute Panik hatte. „Vor einigen Jahren machte ich meinen Tauchschein. Da lernt man viel Theorie und Praxis, auch unter Wasser Luft von seinem Tauchpartner zu bekommen, wenn das eigene Gerät einmal versagt.“ Auf keinen Fall dürfe man zu schnell auftauchen, weil dann die Lunge platzen könnte.

Beim Üben habe das alles auch gut geklappt. „Als wir dann jedoch unseren dritten Tauchgang absolvierten, da merkte ich, dass mit meinem Gerät was nicht stimmte. Ich konnte nicht richtig atmen. Plötzlich waren wir schon etwa 15 Meter weit unten, da hatte ich Wasser im Mund. Das Gerät war defekt, statt Luft kam nur noch Wasser“, schilderte sie die Momente ihrer Panik. Sie wollte nur noch aus dem Wasser, hoch nach oben und schoss hoch. Der Tauchlehrer reagierte zum Glück sofort und hielt sie fest. Daran dachte die 40-Jährige, als sie eine Idee für ihren Krimi suchte. Der Tauchlehrer habe es geschafft, ihr sein Sauerstoffgerät in den Mund zu stecken. Sie wollte nie wieder tauchen. Er schnallte ihr ein neues Gerät um und sagte: „Du musst wieder rein. Wenn du jetzt kneifst, wirst du immer Angst haben.“

Sie überwand sich und ist froh darüber, denn sie empfindet Tauchen als etwas Wunderschönes. Im Krimi kommt das immer wieder zum Ausdruck. Zu den faszinierten Zuhörern gehörte der Mindener Lu Franzen. Als einer der ersten Lesungsbesucher ließ er sich den Band „Atemlose Stille“ signieren. „Ich habe förmlich mitgefiebert und eifrig mitgeraten. Dieser Krimi wird mir spannende Lesestunden bereiten“, sagte er und hielt glücklich sein Exemplar in Händen.

Am Samstag, 18. November, liest Meike Messal ab 18.30 bei einer „Crime Night“ auf der Wittekindsburg mit drei weiteren Autoren, mit Raiko Relling, Thomas Breuer und Doris Oetting.

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