Lückenschluss am Kirchsiek? Politiker stimmen über neuen Radweg ab Porta Westfalica-Hausberge (dh). Wer ohne Motorunterstützung den Kirchweg hochradelt, hat nach der Hälfte vermutlich aus zwei Gründen genug: Die Kräfte schwinden und der Fuß-/Radweg endet. Hinter der Einmündung „Im Wiesengrund“ müssen sich Radfahrer die Serpentinenstrecke mit Autos und Lastwagen teilen. Wahrlich kein Vergnügen. Politik und Verwaltung überlegen deshalb, mithilfe eines förderfähigen „Bürgerradwegs“ die Lücke zwischen Wiesengrund und der Fernsehtrum-Zufahrt Frettholzweg zu schließen. Knackpunkt ist das Geld. Der etwas mehr als einen halben Kilometer lange Radweg soll rund 800.000 Euro kosten. Eine halbe Million müsste die Stadt übernehmen, gut 300.000 Euro sollen vom Land kommen. Dazu laufen bereits Gespräche mit dem Landesbetrieb Straßen NRW. Der Bauausschuss beschäftigt sich an diesem Donnerstag mit dem Thema. Die entscheidende Frage: Was will und kann sich die Stadt leisten? Neben den Baukosten spielt auch die künftige Unterhaltung des Radwegs eine Rolle. Straßen NRW möchte, dass die Straßenbaulast für den Abschnitt abseits des Kirchsieks bei der Stadt Porta Westfalica verbleibt und lediglich die Strecke parallel zum Kirchsiek auf den Landesbetrieb übergeht. Der neue Radweg soll vom geplanten Feuerwehrhaus in der Hausberger Schweiz erst in Richtung Norden laufen und dann nach Westen abknicken, um den Kirchsiek zu erreichen und von dort in Richtung Wiesengrund verlängert zu werden. Ein Planungsbüro hat aufgrund des steilen Geländes den Bau einer Serpentinenstrecke angeregt. Denn auf einem Teilstück zwischen Feuerwehrhaus und Kirchsiek müssen auf einer Strecke von etwa 70 Metern rund zwölf Höhenmeter bewältigt werden. Das könne für ungeübte Radfahrer eine Gefahr darstellen, so die Sorge. Während die Grundstücksverhandlungen für diese Route aussichtsreich verlaufen, sind sie an anderer Stelle gescheitert. Es hätte nämlich eine Alternativstrecke für den Radweg gegeben, die von der Eisberger Straße über den Frettholzweg und die Straßen Hausberger Schweiz und Im Wiesengrund auf den Kirchsiek führt. Dafür wäre kein Wegeneubau nötig gewesen, sondern lediglich eine entsprechende Beschilderung. Doch Gespräche mit dem Eigentümer eines Privatgrundstücks, das auf diesem Weg liegt, seien nicht erfolgreich gewesen, berichtet die Verwaltung. Es sei keine Einigung über die Eintragung eines öffentlichen Wegerechts erzielt worden. Ob der Radweg gebaut wird, und zu welchen Konditionen, entscheidet sich am 22. März. Dann gibt der Haupt- und Finanzausschuss sein Votum ab.

Lückenschluss am Kirchsiek? Politiker stimmen über neuen Radweg ab

Karte: MT © MT

Porta Westfalica-Hausberge (dh). Wer ohne Motorunterstützung den Kirchweg hochradelt, hat nach der Hälfte vermutlich aus zwei Gründen genug: Die Kräfte schwinden und der Fuß-/Radweg endet. Hinter der Einmündung „Im Wiesengrund“ müssen sich Radfahrer die Serpentinenstrecke mit Autos und Lastwagen teilen. Wahrlich kein Vergnügen.

Politik und Verwaltung überlegen deshalb, mithilfe eines förderfähigen „Bürgerradwegs“ die Lücke zwischen Wiesengrund und der Fernsehtrum-Zufahrt Frettholzweg zu schließen. Knackpunkt ist das Geld. Der etwas mehr als einen halben Kilometer lange Radweg soll rund 800.000 Euro kosten. Eine halbe Million müsste die Stadt übernehmen, gut 300.000 Euro sollen vom Land kommen. Dazu laufen bereits Gespräche mit dem Landesbetrieb Straßen NRW.

Politik und Verwaltung überlegen, mithilfe eines förderfähigen „Bürgerradwegs“ die Lücke zwischen Wiesengrund und der Fernsehtrum-Zufahrt Frettholzweg zu schließen. Foto: MT - © MT
Politik und Verwaltung überlegen, mithilfe eines förderfähigen „Bürgerradwegs“ die Lücke zwischen Wiesengrund und der Fernsehtrum-Zufahrt Frettholzweg zu schließen. Foto: MT - © MT

Der Bauausschuss beschäftigt sich an diesem Donnerstag mit dem Thema. Die entscheidende Frage: Was will und kann sich die Stadt leisten? Neben den Baukosten spielt auch die künftige Unterhaltung des Radwegs eine Rolle. Straßen NRW möchte, dass die Straßenbaulast für den Abschnitt abseits des Kirchsieks bei der Stadt Porta Westfalica verbleibt und lediglich die Strecke parallel zum Kirchsiek auf den Landesbetrieb übergeht.

Der neue Radweg soll vom geplanten Feuerwehrhaus in der Hausberger Schweiz erst in Richtung Norden laufen und dann nach Westen abknicken, um den Kirchsiek zu erreichen und von dort in Richtung Wiesengrund verlängert zu werden. Ein Planungsbüro hat aufgrund des steilen Geländes den Bau einer Serpentinenstrecke angeregt. Denn auf einem Teilstück zwischen Feuerwehrhaus und Kirchsiek müssen auf einer Strecke von etwa 70 Metern rund zwölf Höhenmeter bewältigt werden. Das könne für ungeübte Radfahrer eine Gefahr darstellen, so die Sorge.

Während die Grundstücksverhandlungen für diese Route aussichtsreich verlaufen, sind sie an anderer Stelle gescheitert. Es hätte nämlich eine Alternativstrecke für den Radweg gegeben, die von der Eisberger Straße über den Frettholzweg und die Straßen Hausberger Schweiz und Im Wiesengrund auf den Kirchsiek führt. Dafür wäre kein Wegeneubau nötig gewesen, sondern lediglich eine entsprechende Beschilderung. Doch Gespräche mit dem Eigentümer eines Privatgrundstücks, das auf diesem Weg liegt, seien nicht erfolgreich gewesen, berichtet die Verwaltung. Es sei keine Einigung über die Eintragung eines öffentlichen Wegerechts erzielt worden.

Ob der Radweg gebaut wird, und zu welchen Konditionen, entscheidet sich am 22. März. Dann gibt der Haupt- und Finanzausschuss sein Votum ab.

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