Lückenschluss am Kirchsiek: Bäume weichen für Radweg Dirk Haunhorst Porta Westfalica-Hausberge. Autofahrer müssen zurzeit am oberen Kirchsiek vor Baustellenampeln warten. Eine Spur der Landesstraße ist gesperrt, damit Arbeiter mithilfe eines Fällkrans mehrere Bäume im Hangbereich entfernen können. Auf diese Weise wird das Baufeld für den künftigen Radweg geräumt. Er soll die Lücke zwischen Frettholzweg und Wiesengrund schließen und fast einen halben Kilometer lang werden. „Unter der Voraussetzung eines positiven Förderbescheides ist voraussichtlich ein Baubeginn nach den Sommerferien möglich, so dass im Sommer 2023 der Radweg voraussichtlich eingeweiht wird“, teilt die Stadtverwaltung mit. Die Verkehrsbehinderungen am Kirchsiek sollen spätestens diesen Freitag enden. „Wir werden dann die Arbeiten abschließen“, sagt Cay-Lorenz Wulf geschäftsführender Gesellschafter der gleichnamigen Firma aus Neustadt am Rübenberge. Dann seien nicht nur ungefähr zwei Dutzend Fichten, Eichen und Buchen gefällt und einige Sträucher entfernt, sondern auch alles weggeräumt. Aufgrund des hohen Verkehrsaufkommens am Kirchsiek fange seine Firma erst am Vormittag an, so Lorenz, und höre vor dem Feierabendverkehr auf. Die Streckenführung des neuen Radwegs steht in engem Zusammenhang mit dem geplanten Neubau des Feuerwehrgerätehauses für die Löschgruppen Hausberge und Lohfeld in der Hausberger Schweiz (Eisberger Straße, Ecke Frettholzweg). Der Radweg wird westlich des Feuerwehrhauses entlang Richtung Norden verlaufen und dann nach Westen abknicken und an die Landesstraße herangeführt. Im weiteren Verlauf soll der Radweg parallel zum Kirchsiek verlaufen und an der Einmündung Im Wiesengrund an den bestehenden Weg anschließen. Die Länge beträgt 480 Meter. Der Radweg ist parallel zur Landesstraße 2,50 Meter breit und in dem Bereich abseits der Straße vier Meter. Im unteren Abschnitt parallel zum Kirchsiek ist außerdem die Verlegung eines Regenwasserkanals geplant. Um die Böschung abzufangen, werden in diesem Bereich Winkelstützen gesetzt. Der erforderliche Grunderwerb sei inzwischen erfolgt, teilt die Stadt mit. Die Gesamtkosten belaufen sich auf 980.000 Euro Die beantragte Landes- und Bundesförderung unter Beteiligung von Straßen NRW beträgt dabei 470.000 Euro, der Anteil der Stadt Porta Westfalica 510.000 Euro. Der straßenbegleitende Abschnitte wird mit 50 Euro pro Quadratmeter als „Bürgerradweg“ gefördert und der trassenferne Abschnitt mit bis zu 90 Prozent der Gesamtkosten über die Förderrichtlinie Nahmobilität des Bund und des Landes Nordrhein-Westfalen. Dieser Zuschuss in Höhe von 270.000 Euro ist bei der Bezirksregierung Detmold beantragt, mit einer Entscheidung rechnet die Stadtverwaltung im Mai 2022. Die Förderung des trassennahen Abschnittes über Straßen NRW in Höhe von 200.000 Euro sei bereits gesichert. Während man im Rathaus zuversichtlich ist, dass die nötigen Kirchsiek-Gelder fließen, muss an anderer Stelle umgedacht werden. Die Stadt hatte eigentlich für den Radwegbau in der „Aue“ in Eisbergen auf Bundesgelder gehofft, aber nun einen Ablehnungsbescheid erhalten. Grund: Das Förderprogramm zum Ausbau des Radnetzes Deutschland ist überzeichnet. Es seien dort 220 Anträge mit einem Volumen von rund 160 Millionen Euro eingegangen, berichtet die Verwaltung. Sie prüft nun alternative Fördermöglichkeiten, insbesondere eventuelle Zuschüsse über die Bezirksregierung Detmold. Die Anträge müssen dort bis Ende Mai vorliegen, um ins Förderprogramm 2023 zu gelangen. Der Zuschuss würde dann allerdings auf 80 bis 90 Prozent sinken. Ursprünglich eingeplant hatte die Stadt eine hundertprozentige Förderung für den schätzungsweise gut eine Million Euro teuren Radweg.Der soll von der Grenze zu Rinteln auf einer Länge von 1,5 Kilometern an der Straße Aue entlang in Richtung Eisberger Weserbrücke führen. Bislang gibt es auf diesem Abschnitt des Weserradwegs nur eine – inzwischen verblasste – gestrichelte Markierung. Das sei damals ein Versuch gewesen, der heute nicht mehr genehmigt würde, sagt Fachbereichsleiterin Ute Schröder. Ein richtiger Radweg sei dringend erforderlich.

Lückenschluss am Kirchsiek: Bäume weichen für Radweg

Ein Fällkran kappte gestern Vormittag einige Bäume an einem Hang des oberen Kirchsieks. Die Baumfällarbeiten sollen in dieser Woche abgeschlossen werden. MT-Foto: Dirk Haunhorst

Porta Westfalica-Hausberge. Autofahrer müssen zurzeit am oberen Kirchsiek vor Baustellenampeln warten. Eine Spur der Landesstraße ist gesperrt, damit Arbeiter mithilfe eines Fällkrans mehrere Bäume im Hangbereich entfernen können. Auf diese Weise wird das Baufeld für den künftigen Radweg geräumt. Er soll die Lücke zwischen Frettholzweg und Wiesengrund schließen und fast einen halben Kilometer lang werden. „Unter der Voraussetzung eines positiven Förderbescheides ist voraussichtlich ein Baubeginn nach den Sommerferien möglich, so dass im Sommer 2023 der Radweg voraussichtlich eingeweiht wird“, teilt die Stadtverwaltung mit.

Die Verkehrsbehinderungen am Kirchsiek sollen spätestens diesen Freitag enden. „Wir werden dann die Arbeiten abschließen“, sagt Cay-Lorenz Wulf geschäftsführender Gesellschafter der gleichnamigen Firma aus Neustadt am Rübenberge. Dann seien nicht nur ungefähr zwei Dutzend Fichten, Eichen und Buchen gefällt und einige Sträucher entfernt, sondern auch alles weggeräumt. Aufgrund des hohen Verkehrsaufkommens am Kirchsiek fange seine Firma erst am Vormittag an, so Lorenz, und höre vor dem Feierabendverkehr auf.

Die Streckenführung des neuen Radwegs steht in engem Zusammenhang mit dem geplanten Neubau des Feuerwehrgerätehauses für die Löschgruppen Hausberge und Lohfeld in der Hausberger Schweiz (Eisberger Straße, Ecke Frettholzweg). Der Radweg wird westlich des Feuerwehrhauses entlang Richtung Norden verlaufen und dann nach Westen abknicken und an die Landesstraße herangeführt. Im weiteren Verlauf soll der Radweg parallel zum Kirchsiek verlaufen und an der Einmündung Im Wiesengrund an den bestehenden Weg anschließen. Die Länge beträgt 480 Meter. Der Radweg ist parallel zur Landesstraße 2,50 Meter breit und in dem Bereich abseits der Straße vier Meter. Im unteren Abschnitt parallel zum Kirchsiek ist außerdem die Verlegung eines Regenwasserkanals geplant. Um die Böschung abzufangen, werden in diesem Bereich Winkelstützen gesetzt.

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Patrick Schwemmling

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Der erforderliche Grunderwerb sei inzwischen erfolgt, teilt die Stadt mit. Die Gesamtkosten belaufen sich auf 980.000 Euro Die beantragte Landes- und Bundesförderung unter Beteiligung von Straßen NRW beträgt dabei 470.000 Euro, der Anteil der Stadt Porta Westfalica 510.000 Euro.

Der straßenbegleitende Abschnitte wird mit 50 Euro pro Quadratmeter als „Bürgerradweg“ gefördert und der trassenferne Abschnitt mit bis zu 90 Prozent der Gesamtkosten über die Förderrichtlinie Nahmobilität des Bund und des Landes Nordrhein-Westfalen. Dieser Zuschuss in Höhe von 270.000 Euro ist bei der Bezirksregierung Detmold beantragt, mit einer Entscheidung rechnet die Stadtverwaltung im Mai 2022. Die Förderung des trassennahen Abschnittes über Straßen NRW in Höhe von 200.000 Euro sei bereits gesichert.

- © dhaunhorst
© dhaunhorst

Während man im Rathaus zuversichtlich ist, dass die nötigen Kirchsiek-Gelder fließen, muss an anderer Stelle umgedacht werden. Die Stadt hatte eigentlich für den Radwegbau in der „Aue“ in Eisbergen auf Bundesgelder gehofft, aber nun einen Ablehnungsbescheid erhalten. Grund: Das Förderprogramm zum Ausbau des Radnetzes Deutschland ist überzeichnet. Es seien dort 220 Anträge mit einem Volumen von rund 160 Millionen Euro eingegangen, berichtet die Verwaltung. Sie prüft nun alternative Fördermöglichkeiten, insbesondere eventuelle Zuschüsse über die Bezirksregierung Detmold. Die Anträge müssen dort bis Ende Mai vorliegen, um ins Förderprogramm 2023 zu gelangen. Der Zuschuss würde dann allerdings auf 80 bis 90 Prozent sinken. Ursprünglich eingeplant hatte die Stadt eine hundertprozentige Förderung für den schätzungsweise gut eine Million Euro teuren Radweg.

Der soll von der Grenze zu Rinteln auf einer Länge von 1,5 Kilometern an der Straße Aue entlang in Richtung Eisberger Weserbrücke führen. Bislang gibt es auf diesem Abschnitt des Weserradwegs nur eine – inzwischen verblasste – gestrichelte Markierung. Das sei damals ein Versuch gewesen, der heute nicht mehr genehmigt würde, sagt Fachbereichsleiterin Ute Schröder. Ein richtiger Radweg sei dringend erforderlich.

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