Liebe zur Natur geht auch durch den Magen Naturschutzverein bietet Fortbildung für Kindergärten an / Erkundung mit allen Sinnen Porta Westfalica (mt/dh). Zu den aktivsten Gruppen in Porta Westfalica zählt der Verein "Naturschutz und Heimatpflege Porta" (NHP). Er bot jetzt sogar eine Fortbildung für alle Portaner Kindergärten an. Im Holzhauser Kindergarten "Zwergenland" ging es um Naturpädagogik. NHP-Vorsitzender Herbert Wiese erläuterte den Hintergrund der Aktion: "Auf unseren Exkursionen ist uns das große Interesse von Kindern an der Natur aufgefallen, allerdings erreichen Kindergärten die Jüngsten viel besser als wir."Die Resonanz hätte besser sein können: An der zweistündigen Fortbildung "Naturerleben mit Kindern" nahmen Erzieherinnen aus drei Kindergärten teil. Dem Verein geht es um die Naturschützer von morgen. Die Hoffnung: Wenn in der Kindheit ein positiver emotionaler Bezug zur Natur aufgebaut wird, dann werden die Kinder später die Umweltsünden ihrer Eltern nicht wiederholen. "Wir können uns schlichtweg keine weitere Generation von Natur- und Umweltzerstörern leisten - es geht um die Existenz unseres Planeten", sagt Herbert Wiese.In den zwei Stunden ging es darum, den Erzieherinnen Möglichkeiten zu zeigen, wie sie mit den Kindergartenkindern die heimische Natur erkunden können. Passenderweise hat der Kindergarten "Zwergenland" eine Streuobstwiese, sodass das Naturerleben direkt draußen ausprobiert werden konnte.Referent Holger Hansing hält Erlebnisse, die alle fünf Sinne ansprechen soll, für wichtig: Fühlen von Buntspechtfedern, Hören von Tierstimmen der Obstwiese, Riechen von Wiesenkräutern, Sehen von Insekten in der Becherlupe und Schmecken von Apfelsorten.So stellten die Teilnehmer ihren Geschmackssinn auf die Probe, als sie Apfelsorten erraten sollten. Hier waren sich alle einig, dass die Liebe zur Natur auch durch den Magen geht, wenn die Kinder aus den Früchten der Obstbäume alle möglichen Leckereien wie Zwetschgenmus, Kirschsaft oder Birnenwaffeln herstellen.Blütenbilder basteln, Mosterei besuchenIm Laufe des Nachmittags tauschten sich die Erzieherinnen über verschiedene Möglichkeit der Naturerfahrung aus. Das reicht vom Basteln von Blütenbildern, über Tierbeobachtungen am Kindergarten (zum Beispiel Maulwurf und Regenwurm) bis hin zum Besuch einer Apfelmosterei.Der NHP hatte auch Literatur mitgebracht - vom Bilderbuch über das Rezeptbuch bis zum naturpädagogischen Fachbuch -, sodass die Erzieherinnen nach weiteren Anregungen stöbern konnten. "Vielleicht hat diese Fortbildung dazu beigetragen, dass in Portaner Kindergärten mehr Naturerlebnisse stattfinden", hofft Holger Hansing.

Liebe zur Natur geht auch durch den Magen

Porta Westfalica (mt/dh). Zu den aktivsten Gruppen in Porta Westfalica zählt der Verein "Naturschutz und Heimatpflege Porta" (NHP). Er bot jetzt sogar eine Fortbildung für alle Portaner Kindergärten an.

Die Erzieherinnen probieren das Abpausen der Obstbaumrinden mit Wachsmalern aus. So werden die gefühlten Unterschiede der Rindenoberflächen sichtbar. - © Foto: pr.
Die Erzieherinnen probieren das Abpausen der Obstbaumrinden mit Wachsmalern aus. So werden die gefühlten Unterschiede der Rindenoberflächen sichtbar. - © Foto: pr.

Im Holzhauser Kindergarten "Zwergenland" ging es um Naturpädagogik. NHP-Vorsitzender Herbert Wiese erläuterte den Hintergrund der Aktion: "Auf unseren Exkursionen ist uns das große Interesse von Kindern an der Natur aufgefallen, allerdings erreichen Kindergärten die Jüngsten viel besser als wir."

Die Resonanz hätte besser sein können: An der zweistündigen Fortbildung "Naturerleben mit Kindern" nahmen Erzieherinnen aus drei Kindergärten teil. Dem Verein geht es um die Naturschützer von morgen. Die Hoffnung: Wenn in der Kindheit ein positiver emotionaler Bezug zur Natur aufgebaut wird, dann werden die Kinder später die Umweltsünden ihrer Eltern nicht wiederholen. "Wir können uns schlichtweg keine weitere Generation von Natur- und Umweltzerstörern leisten - es geht um die Existenz unseres Planeten", sagt Herbert Wiese.

In den zwei Stunden ging es darum, den Erzieherinnen Möglichkeiten zu zeigen, wie sie mit den Kindergartenkindern die heimische Natur erkunden können. Passenderweise hat der Kindergarten "Zwergenland" eine Streuobstwiese, sodass das Naturerleben direkt draußen ausprobiert werden konnte.

Referent Holger Hansing hält Erlebnisse, die alle fünf Sinne ansprechen soll, für wichtig: Fühlen von Buntspechtfedern, Hören von Tierstimmen der Obstwiese, Riechen von Wiesenkräutern, Sehen von Insekten in der Becherlupe und Schmecken von Apfelsorten.

So stellten die Teilnehmer ihren Geschmackssinn auf die Probe, als sie Apfelsorten erraten sollten. Hier waren sich alle einig, dass die Liebe zur Natur auch durch den Magen geht, wenn die Kinder aus den Früchten der Obstbäume alle möglichen Leckereien wie Zwetschgenmus, Kirschsaft oder Birnenwaffeln herstellen.

Blütenbilder basteln, Mosterei besuchen

Im Laufe des Nachmittags tauschten sich die Erzieherinnen über verschiedene Möglichkeit der Naturerfahrung aus. Das reicht vom Basteln von Blütenbildern, über Tierbeobachtungen am Kindergarten (zum Beispiel Maulwurf und Regenwurm) bis hin zum Besuch einer Apfelmosterei.

Der NHP hatte auch Literatur mitgebracht - vom Bilderbuch über das Rezeptbuch bis zum naturpädagogischen Fachbuch -, sodass die Erzieherinnen nach weiteren Anregungen stöbern konnten. "Vielleicht hat diese Fortbildung dazu beigetragen, dass in Portaner Kindergärten mehr Naturerlebnisse stattfinden", hofft Holger Hansing.

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