Lebensraum für Kornblumen Verein "Naturschutz und Heimatpflege" will Ackerrandrandstreifen erhalten Porta Westfalica (mt/GB). Der Verein "Naturschutz und Heimatpflege Porta" (NHP) möchte im Stadtgebiet mit Hilfe der Bürger und Bürgerinnen die Ackerrandstreifen mit ihren bunt blühenden Wildkräutern und Blumen dokumentieren. Wer eines der naturnahen Ackersaumbiotope kennt, sollte sich bei den Naturschützern im Internet unter kornblumen2011@web.de melden und den Standort des artenreichen Ackerrandes (Straße, Ort) angeben. Landwirte, die Interesse an der finanziellen Förderung von blühenden Ackerrandstreifen haben, können sich telefonisch mit dem NHP unter Telefon (0571) 3986448 in Verbindung setzen."Wir möchten eine Übersicht bekommen, wie es in unserer Stadt um die selten gewordenen Ackerwildkräuter steht", sagt Holger Hansing vom NHP. Sicherlich gebe es einige Ackerwildkräuter, die noch überall vorkämen und auch in so großen Zahlen allerorten zu finden seien, dass deren Schutz Unsinn wäre.Allerdings sei, so Hansing, mehr als die Hälfte der Ackerwildkräuter inzwischen auf der Roten Liste der bedrohten Arten. "Wer weiß heute noch aus eigener Erfahrung, wie Frauenspiegel, Sommer-Adonisröschen und Feldrittersporn aussehen?" Aber auch die an einigen Orten noch zu findende Kornblume stehe bereits auf der Roten Liste. "Im Weserbergland wird sie als gefährdete Pflanzenart eingestuft."Aufgrund dieser besorgniserregenden Situation der Ackerflora ruft der NHP zur Teilnahme an der Aktion "Sagt uns, wo die Kornblumen sind" auf. Neben der Bilanzierung der Kornblumenstandorte geht es laut Holger Hansing darum, Gespräche mit Landwirten und anderen Eigentümern von Randstreifen zu führen, damit auch zukünftig Ackerwildpflanzen dort wachsen dürfen. "Unser Ziel ist es nicht, flächendeckend Unkräuter über alle Portaner Äcker zu verteilen. Wir möchten stattdessen ein bewusstes Stehenlassen von Wildkräutern in einigen Saumbiotopen fördern, damit Kornblume & Co. auch zukünftig Rückzugsgebiete haben."Gespräch mit LandwirtenIn den Gesprächen mit den Landwirten möchte der NHP auch über Fördermöglichkeiten für die nur wenig gedüngten und ungespritzten Ackerränder sprechen. Denn wenn ein Streifen am Ackerrand ungenutzt bleibt, dann sollte dafür ein finanzieller Ausgleich erfolgen. "Ackerwildkrautschutz muss als ökologische Leistung honoriert werden - wie es das Land NRW mit den Fördermaßnahmen für eine artenreiche Feldflur auch praktiziert", bringt es Herbert Wiese als NHP-Vorsitzender auf den Punkt.Der ökologische Wert dieser Saumbiotope liege nämlich nicht nur in den dort wachsenden Pflanzen allein. Aufgrund der großen Pflanzenvielfalt könnten dann auch viele Insekten existieren und damit auch mehr Vogelarten als auf ausgeräumten Ackerstandorten vorkommen. Inzwischen auch selten gewordene Feldvögel wie Grauammer, Feldlerche, Kiebitz und Rebhuhn fänden Nahrung und Verstecke.

Lebensraum für Kornblumen

Porta Westfalica (mt/GB). Der Verein "Naturschutz und Heimatpflege Porta" (NHP) möchte im Stadtgebiet mit Hilfe der Bürger und Bürgerinnen die Ackerrandstreifen mit ihren bunt blühenden Wildkräutern und Blumen dokumentieren.

Wer weiß, wo Mohnblumen und Kornblumen stehen, der melde sich beim NHP. - © Foto: pr
Wer weiß, wo Mohnblumen und Kornblumen stehen, der melde sich beim NHP. - © Foto: pr

Wer eines der naturnahen Ackersaumbiotope kennt, sollte sich bei den Naturschützern im Internet unter kornblumen2011@web.de melden und den Standort des artenreichen Ackerrandes (Straße, Ort) angeben. Landwirte, die Interesse an der finanziellen Förderung von blühenden Ackerrandstreifen haben, können sich telefonisch mit dem NHP unter Telefon (0571) 3986448 in Verbindung setzen.

"Wir möchten eine Übersicht bekommen, wie es in unserer Stadt um die selten gewordenen Ackerwildkräuter steht", sagt Holger Hansing vom NHP. Sicherlich gebe es einige Ackerwildkräuter, die noch überall vorkämen und auch in so großen Zahlen allerorten zu finden seien, dass deren Schutz Unsinn wäre.

Allerdings sei, so Hansing, mehr als die Hälfte der Ackerwildkräuter inzwischen auf der Roten Liste der bedrohten Arten. "Wer weiß heute noch aus eigener Erfahrung, wie Frauenspiegel, Sommer-Adonisröschen und Feldrittersporn aussehen?" Aber auch die an einigen Orten noch zu findende Kornblume stehe bereits auf der Roten Liste. "Im Weserbergland wird sie als gefährdete Pflanzenart eingestuft."

Aufgrund dieser besorgniserregenden Situation der Ackerflora ruft der NHP zur Teilnahme an der Aktion "Sagt uns, wo die Kornblumen sind" auf. Neben der Bilanzierung der Kornblumenstandorte geht es laut Holger Hansing darum, Gespräche mit Landwirten und anderen Eigentümern von Randstreifen zu führen, damit auch zukünftig Ackerwildpflanzen dort wachsen dürfen. "Unser Ziel ist es nicht, flächendeckend Unkräuter über alle Portaner Äcker zu verteilen. Wir möchten stattdessen ein bewusstes Stehenlassen von Wildkräutern in einigen Saumbiotopen fördern, damit Kornblume & Co. auch zukünftig Rückzugsgebiete haben."

Gespräch mit Landwirten

In den Gesprächen mit den Landwirten möchte der NHP auch über Fördermöglichkeiten für die nur wenig gedüngten und ungespritzten Ackerränder sprechen. Denn wenn ein Streifen am Ackerrand ungenutzt bleibt, dann sollte dafür ein finanzieller Ausgleich erfolgen. "Ackerwildkrautschutz muss als ökologische Leistung honoriert werden - wie es das Land NRW mit den Fördermaßnahmen für eine artenreiche Feldflur auch praktiziert", bringt es Herbert Wiese als NHP-Vorsitzender auf den Punkt.

Der ökologische Wert dieser Saumbiotope liege nämlich nicht nur in den dort wachsenden Pflanzen allein. Aufgrund der großen Pflanzenvielfalt könnten dann auch viele Insekten existieren und damit auch mehr Vogelarten als auf ausgeräumten Ackerstandorten vorkommen. Inzwischen auch selten gewordene Feldvögel wie Grauammer, Feldlerche, Kiebitz und Rebhuhn fänden Nahrung und Verstecke.

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