Lange Umwege für Landwirte: Weserbrücke in Eisbergen ab heute für schwere Fahrzeuge gesperrt Thomas Lieske Porta Westfalica-Eisbergen. Hiobsbotschaft für alle Landwirte aus der Region Eisbergen, die auf der anderen Weserseite Ackerflächen haben: Die Stadt Porta Westfalica hat mit sofortiger Wirkung die schmale Weserbrücke in Richtung Aue für Fahrzeuge über 3,5 Tonnen gesperrt. Der Zustand des Unterbaus sei so schlecht, dass größere Fahrzeuge die Brücke nicht mehr nutzen dürfen, teilt die Stadtverwaltung mit. Für alle Fahrer mit schwereren Fahrzeugen bedeutet das einen großen Umweg. Die nächste Weserquerung befindet sich in Rinteln. Wer direkt aus Eisbergen über die jetzt nur noch eingeschränkt befahrbare Brücke müsste, muss einen Umweg von rund zwölf Kilometern in Kauf nehmen, um auf die Ackerflächen an der Straße Aue zu kommen. Normale Pkw dürfen aber weiterhin queren, ebenso Radfahrer – die Weserbrücke in Eisbergen ist Teil des Weserradwegs. Der Schaden an der Brücke ist bei der jüngsten Hauptuntersuchung aufgefallen. Ein Ingenieurbüro hat Proben aus dem Beton des Unterbaus entnommen. Das ernüchternde Ergebnis: „Der Beton ist stark porös und stellenweise von Hohlstellen durchzogen“, erklärt die Verwaltung. Das beauftragte Büro habe empfohlen, die Brücke für Gewichte über 3,5 Tonnen zu sperren. Schon jetzt erwartet die Bauverwaltung eine längere Baustelle. Denn der Unterbau aus Beton muss wohl komplett ersetzt werden. Ob diese Arbeiten unter Vollsperrung stattfinden, ist derzeit laut Verwaltung unklar. Die Weserbrücke wurde im Dezember 1920 eingeweiht, war zwischendurch beschädigt und repariert worden. Sie gilt als wichtige Verbindung zwischen Eisbergen, der Aue und Rinteln. Viele Landwirte besitzen Ackerflächen südlich der Weser. Die jetzige Untersuchung brachte keine guten Nachrichten für die Grundstücksbesitzer. Alle sechs Jahre muss die Stadt Porta ihre Brückenbauwerke einer Art TÜV, also einer Hauptuntersuchung unterziehen. Dazu zählt auch, dass Experten sich den Zustand der Baumaterialien genauer anschauen und Proben entnehmen, die genauer untersucht werden. Zweimal im Jahr prüfen Ingenieure die Brücken oberflächlich auf Schäden – und alle drei Jahre findet eine einfache Bauwerksprüfung statt. Der schriftliche Bericht des Prüfers wird in den nächsten zwei Wochen in der Verwaltung erwartet. Dann wird die Bauabteilung erneut die Tragfähigkeit der schmalen Brücke beurteilen.

Lange Umwege für Landwirte: Weserbrücke in Eisbergen ab heute für schwere Fahrzeuge gesperrt

Seit Freitag ist hier für Fahrzeuge ab 3,5 Tonnen Gewicht Schluss: Der Beton der Weserbrücke in Eisbergen ist porös und muss wohl ersetzt werden. Foto (Archiv): Werner Hoppe

Porta Westfalica-Eisbergen. Hiobsbotschaft für alle Landwirte aus der Region Eisbergen, die auf der anderen Weserseite Ackerflächen haben: Die Stadt Porta Westfalica hat mit sofortiger Wirkung die schmale Weserbrücke in Richtung Aue für Fahrzeuge über 3,5 Tonnen gesperrt. Der Zustand des Unterbaus sei so schlecht, dass größere Fahrzeuge die Brücke nicht mehr nutzen dürfen, teilt die Stadtverwaltung mit. Für alle Fahrer mit schwereren Fahrzeugen bedeutet das einen großen Umweg. Die nächste Weserquerung befindet sich in Rinteln.

Wer direkt aus Eisbergen über die jetzt nur noch eingeschränkt befahrbare Brücke müsste, muss einen Umweg von rund zwölf Kilometern in Kauf nehmen, um auf die Ackerflächen an der Straße Aue zu kommen. Normale Pkw dürfen aber weiterhin queren, ebenso Radfahrer – die Weserbrücke in Eisbergen ist Teil des Weserradwegs.

Der Schaden an der Brücke ist bei der jüngsten Hauptuntersuchung aufgefallen. Ein Ingenieurbüro hat Proben aus dem Beton des Unterbaus entnommen. Das ernüchternde Ergebnis: „Der Beton ist stark porös und stellenweise von Hohlstellen durchzogen“, erklärt die Verwaltung. Das beauftragte Büro habe empfohlen, die Brücke für Gewichte über 3,5 Tonnen zu sperren.

Schon jetzt erwartet die Bauverwaltung eine längere Baustelle. Denn der Unterbau aus Beton muss wohl komplett ersetzt werden. Ob diese Arbeiten unter Vollsperrung stattfinden, ist derzeit laut Verwaltung unklar. Die Weserbrücke wurde im Dezember 1920 eingeweiht, war zwischendurch beschädigt und repariert worden. Sie gilt als wichtige Verbindung zwischen Eisbergen, der Aue und Rinteln. Viele Landwirte besitzen Ackerflächen südlich der Weser. Die jetzige Untersuchung brachte keine guten Nachrichten für die Grundstücksbesitzer.

Alle sechs Jahre muss die Stadt Porta ihre Brückenbauwerke einer Art TÜV, also einer Hauptuntersuchung unterziehen. Dazu zählt auch, dass Experten sich den Zustand der Baumaterialien genauer anschauen und Proben entnehmen, die genauer untersucht werden. Zweimal im Jahr prüfen Ingenieure die Brücken oberflächlich auf Schäden – und alle drei Jahre findet eine einfache Bauwerksprüfung statt. Der schriftliche Bericht des Prüfers wird in den nächsten zwei Wochen in der Verwaltung erwartet. Dann wird die Bauabteilung erneut die Tragfähigkeit der schmalen Brücke beurteilen.

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