Landtag macht neue Hoffnung für den Wolfschluchtweg Porta Westfalica-Barkhausen (lies). Wenn die Portaner Verwaltung in der Vergangenheit Nachrichten zum Wolfschluchtweg vom Land NRW bekam, bedeutete das für sie nichts Gutes. Die jüngste Post aus dem Landtag allerdings macht zumindest ein wenig Hoffnung. In den festgefahrenen Streit um die Schließung des bei vielen Besuchern und Einheimischen beliebten Wanderweges zwischen Kaiser-Wilhelm-Denkmal und Wittekindsburg in Barkhausen könnte Bewegung kommen. Abzuwarten bleibt aber, was aus der Klage des Witthüs-Vereinsvorsitzenden Martin Möller gegen das Land wird. Nun hat sich der Petitionsausschuss des Landtages mit einem Schreiben an die Stadt und die Fraktionsvorsitzenden gewandt. Vertreter des Ausschusses waren vor einigen Wochen zu Besuch in Porta und haben sich die Umstände der Sperrung genauer angesehen. Das Ergebnis: mehrere Kompromissvorschläge für eine zumindest zeitlich begrenzte Öffnung des Wanderweges. Ob das Land mitspielt, ist aber noch unklar. Zunächst schlägt der Ausschuss laut Bürgermeisterin Dr. Sonja Gerlach (CDU) vor zu prüfen, ob der Wolfschluchtweg für einen gewissen Zeitraum im Jahr doch freigegeben werden könnte. Dafür müsste allerdings zumindest einige der sogenannten Megagefahren durch große entweder tote oder beschädigte Bäume beseitigt werden. Dafür schlägt der Ausschuss des Landtages ein neues Gutachten von einem unabhängigen Sachverständigen vor. Zudem soll die Landesregierung klären, ob es in NRW gleich gelagerte Fälle gibt oder ob eine solche Sperrung eine Ausnahme ist. Parallel könnte sich der Ausschuss auch vorstellen, alternative Wanderwege durch das Gebiet zu reaktivieren oder zu ertüchtigen. Allerdings: Der sogenannte Zickzackweg zum Beispiel ist noch anspruchsvoller für Wanderer. Grundsätzlich sehen die Mitglieder des Petitionsausschusses kritisch, dass durch die Sperrung offenbar einige Wanderer unkontrolliert in das Wildnisentwicklungsgebiet eindringen und womöglich mehr zerstören, als wenn Land und Forstamt den Weg wieder freigeben würden. Bei Michael Müller (Wählergemeinschaft Porta) löste diese Nachricht am Dienstag im Ausschuss für Stadtentwicklung, Wirtschaftsförderung und Tourismus „spontane Begeisterung“ aus, wie er es formulierte. Die Wählergemeinschaft hatte im September eine Petition mit mehreren hundert Unterschriften persönlich im zuständigen Ministerium abgegeben (MT berichtete). Zudem hatte der Rat der Stadt eine Resolution gefasst, mit der er auf die sofortige Öffnung des Wolfschluchtweges hinwirken wollte. Dass die Sperrung zeitnah aufgehoben wird, gilt aber als unwahrscheinlich. Zum einen müsste das Land Bereitschaft zeigen, auf die Kompromissvorschläge einzugehen. Und das würde vermutlich nicht ohne ein neues Gutachten geschehen, das Zeit bräuchte. Zum anderen schwebt über allem immer noch die Klage von Martin Möller gegen das Land. Und deren Ausgang vor dem Verwaltungsgericht Minden werden vermutlich alle Beteiligten zunächst einmal abwarten.

Landtag macht neue Hoffnung für den Wolfschluchtweg

Ende März 2020: Holger-Karsten Raguse vom Regionalforstamt OWL rechtfertigt vor Medienvertretern die Sperrung des Wolfsschluchtweges. MT-Foto (Archiv): Dirk Haunhorst © Haunhorst Dirk

Porta Westfalica-Barkhausen (lies). Wenn die Portaner Verwaltung in der Vergangenheit Nachrichten zum Wolfschluchtweg vom Land NRW bekam, bedeutete das für sie nichts Gutes. Die jüngste Post aus dem Landtag allerdings macht zumindest ein wenig Hoffnung.

In den festgefahrenen Streit um die Schließung des bei vielen Besuchern und Einheimischen beliebten Wanderweges zwischen Kaiser-Wilhelm-Denkmal und Wittekindsburg in Barkhausen könnte Bewegung kommen. Abzuwarten bleibt aber, was aus der Klage des Witthüs-Vereinsvorsitzenden Martin Möller gegen das Land wird.

Nun hat sich der Petitionsausschuss des Landtages mit einem Schreiben an die Stadt und die Fraktionsvorsitzenden gewandt. Vertreter des Ausschusses waren vor einigen Wochen zu Besuch in Porta und haben sich die Umstände der Sperrung genauer angesehen. Das Ergebnis: mehrere Kompromissvorschläge für eine zumindest zeitlich begrenzte Öffnung des Wanderweges. Ob das Land mitspielt, ist aber noch unklar.

Zunächst schlägt der Ausschuss laut Bürgermeisterin Dr. Sonja Gerlach (CDU) vor zu prüfen, ob der Wolfschluchtweg für einen gewissen Zeitraum im Jahr doch freigegeben werden könnte. Dafür müsste allerdings zumindest einige der sogenannten Megagefahren durch große entweder tote oder beschädigte Bäume beseitigt werden. Dafür schlägt der Ausschuss des Landtages ein neues Gutachten von einem unabhängigen Sachverständigen vor. Zudem soll die Landesregierung klären, ob es in NRW gleich gelagerte Fälle gibt oder ob eine solche Sperrung eine Ausnahme ist. Parallel könnte sich der Ausschuss auch vorstellen, alternative Wanderwege durch das Gebiet zu reaktivieren oder zu ertüchtigen. Allerdings: Der sogenannte Zickzackweg zum Beispiel ist noch anspruchsvoller für Wanderer.

Grundsätzlich sehen die Mitglieder des Petitionsausschusses kritisch, dass durch die Sperrung offenbar einige Wanderer unkontrolliert in das Wildnisentwicklungsgebiet eindringen und womöglich mehr zerstören, als wenn Land und Forstamt den Weg wieder freigeben würden.

Bei Michael Müller (Wählergemeinschaft Porta) löste diese Nachricht am Dienstag im Ausschuss für Stadtentwicklung, Wirtschaftsförderung und Tourismus „spontane Begeisterung“ aus, wie er es formulierte. Die Wählergemeinschaft hatte im September eine Petition mit mehreren hundert Unterschriften persönlich im zuständigen Ministerium abgegeben (MT berichtete). Zudem hatte der Rat der Stadt eine Resolution gefasst, mit der er auf die sofortige Öffnung des Wolfschluchtweges hinwirken wollte.

Dass die Sperrung zeitnah aufgehoben wird, gilt aber als unwahrscheinlich. Zum einen müsste das Land Bereitschaft zeigen, auf die Kompromissvorschläge einzugehen. Und das würde vermutlich nicht ohne ein neues Gutachten geschehen, das Zeit bräuchte. Zum anderen schwebt über allem immer noch die Klage von Martin Möller gegen das Land. Und deren Ausgang vor dem Verwaltungsgericht Minden werden vermutlich alle Beteiligten zunächst einmal abwarten.

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