Landesamt bestätigt: Video aus Porta Westfalica zeigt einen Wolf Thomas Lieske Porta Westfalica-Möllbergen. Jetzt ist es amtlich: Die Drohnenaufnahmen des Portaners Niko Schoel von Ende April zeigen in der Möllberger Feldmark einen Wolf. Das hat das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz (LANUV) nun nach Auswertung des Videomaterial bestätigt. Dies sei bereits der dritte bestätigte Wolfsnachweis für Porta Westfalica, erklärt LANUV-Chefsprecher Wilhelm Deitermann auf MT-Anfrage. Ein Wolfsrudel, das im Stadtgebiet sesshaft geworden ist, gebe es derzeit aber noch nicht: „Bisher zählt Porta Westfalica nicht zu einem Wolfsgebiet oder einer Pufferzone“, sagt Deitermann. Die Stadt mit ihrem ländlichen Bereich gelte lediglich als Durchzugsgebiet. „Ob sich das irgendwann mal ändern könnte, liegt alleine in der Hand der durchziehenden Wölfe.“ Welche Gebiete sich grundsätzlich als Wolfsgebiet eignen könnten, hat das Landesamt in einer eigenen Studie untersucht. Demnach sind bis zu 1400 Gebiete in Deutschland für ein Wolfsrudel geeignet. Pro Rudel schreibt das Landesamt eine Gebietsgröße von rund 200 Quadratkilometern liegt. Wölfe ziehen am Tag etliche Kilometer durchs Land, um Nahrung zu suchen. Porta Westfalica selbst hat übrigens rund 105 Quadratkilometer. Ob es sich bei dem Wolf, der Ende April durch Porta zog, um ein Männchen oder ein Weibchen handelt, könnten die Experten anhand der Drohnenaufnahmen nicht bestimmten, betont Wilhelm Deitermann. Zumindest aber könne man davon ausgehen, dass das Tier ein bis zwei Jahre alt sei – wenn es sich denn um einen durchziehenden Wolf handele. „Ab diesem Alter begeben sich Jungwölfe auf die Suche nach einem eigenen Revier.“ Es ist bereits der dritte Nachweis für Porta, der zehnte für den gesamten Mühlenkreis. Am 30. März 2019 wurde ein toter Wolf auf der A2 in Höhe Porta Westfalica gefunden. Das Tier starb bei einer Kollision mit einem Auto und stammte als männlicher Welpe aus einem Rudel in Sachsen-Anhalt. Einige Monate später, am 13. November 2019, reißt ein Wolf ein Schaf im Bereich Kleinenbremen. Ein DNA-Nachweis liefert den Beweis. Anhand der Untersuchungsergebnisse lässt sich das männliche Tier, das das Nutztier riss, einem Rudel aus der Stresower Heide in Sachsen-Anhalt zuordnen. Die Videoaufnahmen von Ende April dieses Jahres lassen keinen Rückschluss auf ein Rudel zu. Trotzdem Der Moment, als Niko Schoel das Tier mit seiner Drohne entdeckte, wird ihm noch lange in Erinnerung bleiben. „Immerhin ist es ja ein seltener Wildtier.“ Bis jetzt habe er den Wolf bei seinen Drohnestreifzügen nicht wieder entdeckt. „Ich muss aber auch sagen, dass ich nicht nach ihm suche.“ Er freut sich, dass sein Verdacht nun bestätigt hat und es „nicht der wolfsähnliche Husky aus der Nachbarschaft“ war.

Landesamt bestätigt: Video aus Porta Westfalica zeigt einen Wolf

Porta Westfalica-Möllbergen. Jetzt ist es amtlich: Die Drohnenaufnahmen des Portaners Niko Schoel von Ende April zeigen in der Möllberger Feldmark einen Wolf. Das hat das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz (LANUV) nun nach Auswertung des Videomaterial bestätigt.

Diese Aufnahme zeigt zweifelsfrei einen Wolf, sagt das zuständige Landesamt. Screenshot: Niko Schoel - © Niko Schoel
Diese Aufnahme zeigt zweifelsfrei einen Wolf, sagt das zuständige Landesamt. Screenshot: Niko Schoel - © Niko Schoel

Dies sei bereits der dritte bestätigte Wolfsnachweis für Porta Westfalica, erklärt LANUV-Chefsprecher Wilhelm Deitermann auf MT-Anfrage. Ein Wolfsrudel, das im Stadtgebiet sesshaft geworden ist, gebe es derzeit aber noch nicht: „Bisher zählt Porta Westfalica nicht zu einem Wolfsgebiet oder einer Pufferzone“, sagt Deitermann. Die Stadt mit ihrem ländlichen Bereich gelte lediglich als Durchzugsgebiet. „Ob sich das irgendwann mal ändern könnte, liegt alleine in der Hand der durchziehenden Wölfe.“ Welche Gebiete sich grundsätzlich als Wolfsgebiet eignen könnten, hat das Landesamt in einer eigenen Studie untersucht. Demnach sind bis zu 1400 Gebiete in Deutschland für ein Wolfsrudel geeignet. Pro Rudel schreibt das Landesamt eine Gebietsgröße von rund 200 Quadratkilometern liegt. Wölfe ziehen am Tag etliche Kilometer durchs Land, um Nahrung zu suchen. Porta Westfalica selbst hat übrigens rund 105 Quadratkilometer.

Ob es sich bei dem Wolf, der Ende April durch Porta zog, um ein Männchen oder ein Weibchen handelt, könnten die Experten anhand der Drohnenaufnahmen nicht bestimmten, betont Wilhelm Deitermann. Zumindest aber könne man davon ausgehen, dass das Tier ein bis zwei Jahre alt sei – wenn es sich denn um einen durchziehenden Wolf handele. „Ab diesem Alter begeben sich Jungwölfe auf die Suche nach einem eigenen Revier.“


Es ist bereits der dritte Nachweis für Porta, der zehnte für den gesamten Mühlenkreis. Am 30. März 2019 wurde ein toter Wolf auf der A2 in Höhe Porta Westfalica gefunden. Das Tier starb bei einer Kollision mit einem Auto und stammte als männlicher Welpe aus einem Rudel in Sachsen-Anhalt. Einige Monate später, am 13. November 2019, reißt ein Wolf ein Schaf im Bereich Kleinenbremen. Ein DNA-Nachweis liefert den Beweis. Anhand der Untersuchungsergebnisse lässt sich das männliche Tier, das das Nutztier riss, einem Rudel aus der Stresower Heide in Sachsen-Anhalt zuordnen.

Die Videoaufnahmen von Ende April dieses Jahres lassen keinen Rückschluss auf ein Rudel zu. Trotzdem Der Moment, als Niko Schoel das Tier mit seiner Drohne entdeckte, wird ihm noch lange in Erinnerung bleiben. „Immerhin ist es ja ein seltener Wildtier.“ Bis jetzt habe er den Wolf bei seinen Drohnestreifzügen nicht wieder entdeckt. „Ich muss aber auch sagen, dass ich nicht nach ihm suche.“ Er freut sich, dass sein Verdacht nun bestätigt hat und es „nicht der wolfsähnliche Husky aus der Nachbarschaft“ war.

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