Kuriose Szene bei Abstimmung über Gewerbegebiet Holtrup Thomas Lieske Porta Westfalica-Holtrup. Eine Abstimmung in Sachen Erweiterung des Gewerbegebiets Holtrup-Ost hat am Dienstagabend im Ausschuss für Stadtentwicklung und Tourismus im Bahnhof Porta kurzzeitig für erhitzte Gemüter gesorgt. Die kuriose Szene mündete in einer Abstimmungswiederholung und einem Dämpfer für die weiteren Planungen. Doch der Reihe nach. Seit Monaten ringen Politik und Verwaltung um eine verträgliche Lösung für die Erweiterung des Gewerbegebiets in Holtrup. Ohne eine zweite Zufahrt zu den Firmen, die die Verkehrssituation deutlich entlasten soll, sollen die neuen Firmengrundstücke eigentlich nicht vermarktet werden. Dennoch favorisieren Teile der Politik und die Verwaltung den parallelen Weg: Zumindest die Planungen für die Erweiterung soll schon einmal vorangetrieben werden. SPD und Grüne protestieren seit Monaten vehement dagegen. Und so spitzte sich am Dienstagabend die Situation zu. Weil der Ausschussvorsitzende Karl Erich Schmeding (CDU) bereits absehen konnte, dass es keine erforderliche Mehrheit für den Auftakt zu einer Änderung des Flächennutzungsplanes geben würde, wollte er die Abstimmung vertagen. Doch SPD und Grüne beharrten auf das Votum. Sieben Ja-Stimmen, sieben Nein-Stimmen, eine Enthaltung: Mit dieser Pattsituation ist klar, dass es vorerst keinen Anstoß für das Änderungsverfahren geben wird. Eigentlich. Denn während sich Grüne und SPD über das Votum bereits freuen, kommt plötzlich Verwirrung auf. Die Zahl der Stimmen passt nicht zu der Zahl der eigentlich Anwesenden. Hat jemand nicht mit abgestimmt? Nach einem kurzen Austausch mit der Verwaltungsspitze lässt Schmeding die Abstimmung wiederholen. Doch es bleibt bei sieben Ja-, sieben Nein-Stimmen und einer Enthaltung. Wieder ein Blick auf die Teilnehmerliste. Ungläubige Blicke bei der CDU, die das Projekt gern angestoßen hätte. Jemand müsse den Saal verlassen haben. Vielleicht jemand, der das Ergebnis herumreißen könnte? Vor den offen stehenden Türen ist aber nur der Technische Beigeordnete Stefan Mohme zu sehen, der fieberhaft versucht, die Sicherung für das Beleuchtungssystem des Saals zu finden. Der ist wegen des schwindenden Tageslichts bereits reichlich dunkel geworden. Doch so richtig Licht ins Dunkle in der Abstimmung bringt das auch nicht. Währenddessen wird der Protest aus Reihen von SPD und Grünen immer lauter. Das Abstimmungsergebnis zähle, betont SPD-Fraktionschef Dirk Rahnenführer. Unterstützung bekommt er von den Grünen. „Wir sind nicht dafür da, die Beschlussfähigkeit im Nachhinein festzustellen“, sagt Anke Grotjohann. Wenn jemand zur Abstimmung den Saal verlassen habe, dann habe er Pech. Aber das Ergebnis sei amtlich und gelte so auch. Für das weitere Verfahren um das Gewerbegebiet bedeutet das zumindest einen kleinen Dämpfer.

Kuriose Szene bei Abstimmung über Gewerbegebiet Holtrup

Wie geht es weiter mit der Erweiterung des Gewerbegebiets Holtrup? © Thomas Lieske

Porta Westfalica-Holtrup. Eine Abstimmung in Sachen Erweiterung des Gewerbegebiets Holtrup-Ost hat am Dienstagabend im Ausschuss für Stadtentwicklung und Tourismus im Bahnhof Porta kurzzeitig für erhitzte Gemüter gesorgt. Die kuriose Szene mündete in einer Abstimmungswiederholung und einem Dämpfer für die weiteren Planungen. Doch der Reihe nach.

Seit Monaten ringen Politik und Verwaltung um eine verträgliche Lösung für die Erweiterung des Gewerbegebiets in Holtrup. Ohne eine zweite Zufahrt zu den Firmen, die die Verkehrssituation deutlich entlasten soll, sollen die neuen Firmengrundstücke eigentlich nicht vermarktet werden. Dennoch favorisieren Teile der Politik und die Verwaltung den parallelen Weg: Zumindest die Planungen für die Erweiterung soll schon einmal vorangetrieben werden. SPD und Grüne protestieren seit Monaten vehement dagegen.

Und so spitzte sich am Dienstagabend die Situation zu. Weil der Ausschussvorsitzende Karl Erich Schmeding (CDU) bereits absehen konnte, dass es keine erforderliche Mehrheit für den Auftakt zu einer Änderung des Flächennutzungsplanes geben würde, wollte er die Abstimmung vertagen. Doch SPD und Grüne beharrten auf das Votum.

Sieben Ja-Stimmen, sieben Nein-Stimmen, eine Enthaltung: Mit dieser Pattsituation ist klar, dass es vorerst keinen Anstoß für das Änderungsverfahren geben wird. Eigentlich. Denn während sich Grüne und SPD über das Votum bereits freuen, kommt plötzlich Verwirrung auf. Die Zahl der Stimmen passt nicht zu der Zahl der eigentlich Anwesenden. Hat jemand nicht mit abgestimmt? Nach einem kurzen Austausch mit der Verwaltungsspitze lässt Schmeding die Abstimmung wiederholen. Doch es bleibt bei sieben Ja-, sieben Nein-Stimmen und einer Enthaltung. Wieder ein Blick auf die Teilnehmerliste. Ungläubige Blicke bei der CDU, die das Projekt gern angestoßen hätte. Jemand müsse den Saal verlassen haben. Vielleicht jemand, der das Ergebnis herumreißen könnte?

Vor den offen stehenden Türen ist aber nur der Technische Beigeordnete Stefan Mohme zu sehen, der fieberhaft versucht, die Sicherung für das Beleuchtungssystem des Saals zu finden. Der ist wegen des schwindenden Tageslichts bereits reichlich dunkel geworden. Doch so richtig Licht ins Dunkle in der Abstimmung bringt das auch nicht.

Währenddessen wird der Protest aus Reihen von SPD und Grünen immer lauter. Das Abstimmungsergebnis zähle, betont SPD-Fraktionschef Dirk Rahnenführer. Unterstützung bekommt er von den Grünen. „Wir sind nicht dafür da, die Beschlussfähigkeit im Nachhinein festzustellen“, sagt Anke Grotjohann. Wenn jemand zur Abstimmung den Saal verlassen habe, dann habe er Pech. Aber das Ergebnis sei amtlich und gelte so auch.

Für das weitere Verfahren um das Gewerbegebiet bedeutet das zumindest einen kleinen Dämpfer.

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