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Krisenzentrum im Bauhof: Stadt trifft Vorbereitungen für Stromausfälle Porta Westfalica (mt/dh). Sollte das Mobilfunknetz zusammenbrechen, muss andere Technik her. Die Bürgermeisterin hat sich bereits nach den Preisen für Satellitentelefone erkundigt, allerdings können diese wohl erst im kommenden Frühjahr geliefert werden. Arbeit an einem Infoblatt für Bürgerinnen und Bürger Anke Grotjohann (Grüne) informierte die Politiker im Stadtrat über die Vorbereitungen der Verwaltung auf einen eventuellen Blackout. Ein solcher Totalausfall sei zwar nach derzeitiger Einschätzung unwahrscheinlich, größerer Stromausfälle hingegen nicht. Die Stadt arbeitet daher an einem Infoblatt für Bürgerinnen und Bürger. Darin wird über die Folgen solcher Ausfälle für Anlagen und Kommunikationsnetze sowie über wichtige Anlaufstellen informiert. Zudem soll der Flyer Empfehlungen des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe enthalten und an sämtliche Haushalte verteilt werden. Das Rathaus hat bislang kein Notstromaggregat Die FDP hatte aufgrund der Energieengpässe eine Anfrage zur Krisenvorsorge gestellt, auf die die Verwaltungschefin nun antwortete. So habe sich eine Arbeitsgruppe zur Vorbereitung eines Krisenstabes gegründet. Die Arbeitsgruppe trifft sich 14-tägig und setzt sich aus den Bereichen Feuerwehr, Abwasser, Gebäudemanagement, Baubetriebshof und Sicherheit und Ordnung zusammen. Auch die Stadtwerke sind in den Sitzungen vertreten. Da das Rathaus bislang über kein Notstromaggregat verfügt, trifft sich der zu bildende Stab für Außergewöhnliche Ereignisse (SAE) im Krisenfall im Gebäude des Baubetriebshofes an der Möllberger Straße in Holzhausen. Ein Aggregat für das Rathaus sei bestellt, wird aber voraussichtlich erst im März oder April 2023 geliefert. Stadt will öffentliche Anlaufstellen einrichten Vorbereitet werden die Sicherstellung der Wasserversorgung und Abwasserentsorgung sowie die Einrichtung von öffentlichen Anlaufstellen. Diese dienen auch der Kommunikation, zum Beispiel dem Absetzen von Notrufen. Alle Anlagen und Anlaufstellen werden mit Notstrom versorgt werden müssen. Derzeit werde die Funktion der Einspeisung technisch überprüft, berichtete die Bürgermeisterin. Die Bevorratung von Frischwasser ist zunächst für 24 Stunden in den Hochbehältern sichergestellt. Danach kann eine Kapazität von etwa 20 Prozent mit eigenem Notstrom gefördert werden, bis von Westfalen Weser Energie (WWE) ein großes Aggregat im Wasserwerk Veltheim installiert ist. Die Abwasserentsorgung soll ebenfalls über entsprechende Notfallsysteme aufrechterhalten werden. Kein direkter Einfluss auf die Gaslieferung Solange der vorgelagerte Netzbetreiber den Druck aufrecht hält, könnten die Stadtwerke weiterhin Gas liefern. Hier bestehe kein direkter Einfluss seitens der Stadt. Die Treibstoffbevorratung sei die ersten Tage eines Krisenfalls sichergestellt, so Grotjohann. Die Nutzung weiterer Stellen zur Bevorratung sei bereits angefragt worden. Der Personaleinsatz sei durch die Arbeitsgruppe und den SAE sowie die Feuerwehr sichergestellt.
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Krisenzentrum im Bauhof: Stadt trifft Vorbereitungen für Stromausfälle

Teelichter statt Strom in der Dose? Das ist sicher keine Alternative. Auch in den Rathäusern machen sich die Verantwortlichen Gedanken, wie sie sich am besten auf größere Stromausfälle vorbereiten. Symbolfoto: Imago © IMAGO/Wolfgang Maria Weber

Porta Westfalica (mt/dh). Sollte das Mobilfunknetz zusammenbrechen, muss andere Technik her. Die Bürgermeisterin hat sich bereits nach den Preisen für Satellitentelefone erkundigt, allerdings können diese wohl erst im kommenden Frühjahr geliefert werden.

Arbeit an einem Infoblatt für Bürgerinnen und Bürger

Anke Grotjohann (Grüne) informierte die Politiker im Stadtrat über die Vorbereitungen der Verwaltung auf einen eventuellen Blackout. Ein solcher Totalausfall sei zwar nach derzeitiger Einschätzung unwahrscheinlich, größerer Stromausfälle hingegen nicht. Die Stadt arbeitet daher an einem Infoblatt für Bürgerinnen und Bürger. Darin wird über die Folgen solcher Ausfälle für Anlagen und Kommunikationsnetze sowie über wichtige Anlaufstellen informiert. Zudem soll der Flyer Empfehlungen des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe enthalten und an sämtliche Haushalte verteilt werden.

Das Rathaus hat bislang kein Notstromaggregat

Die FDP hatte aufgrund der Energieengpässe eine Anfrage zur Krisenvorsorge gestellt, auf die die Verwaltungschefin nun antwortete. So habe sich eine Arbeitsgruppe zur Vorbereitung eines Krisenstabes gegründet. Die Arbeitsgruppe trifft sich 14-tägig und setzt sich aus den Bereichen Feuerwehr, Abwasser, Gebäudemanagement, Baubetriebshof und Sicherheit und Ordnung zusammen. Auch die Stadtwerke sind in den Sitzungen vertreten.

Benjamin Piel

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Jeden Donnerstag von unserem Chefredakteur Benjamin Piel

Da das Rathaus bislang über kein Notstromaggregat verfügt, trifft sich der zu bildende Stab für Außergewöhnliche Ereignisse (SAE) im Krisenfall im Gebäude des Baubetriebshofes an der Möllberger Straße in Holzhausen. Ein Aggregat für das Rathaus sei bestellt, wird aber voraussichtlich erst im März oder April 2023 geliefert.

Stadt will öffentliche Anlaufstellen einrichten

Vorbereitet werden die Sicherstellung der Wasserversorgung und Abwasserentsorgung sowie die Einrichtung von öffentlichen Anlaufstellen. Diese dienen auch der Kommunikation, zum Beispiel dem Absetzen von Notrufen. Alle Anlagen und Anlaufstellen werden mit Notstrom versorgt werden müssen. Derzeit werde die Funktion der Einspeisung technisch überprüft, berichtete die Bürgermeisterin.

Die Bevorratung von Frischwasser ist zunächst für 24 Stunden in den Hochbehältern sichergestellt. Danach kann eine Kapazität von etwa 20 Prozent mit eigenem Notstrom gefördert werden, bis von Westfalen Weser Energie (WWE) ein großes Aggregat im Wasserwerk Veltheim installiert ist. Die Abwasserentsorgung soll ebenfalls über entsprechende Notfallsysteme aufrechterhalten werden.

Kein direkter Einfluss auf die Gaslieferung

Solange der vorgelagerte Netzbetreiber den Druck aufrecht hält, könnten die Stadtwerke weiterhin Gas liefern. Hier bestehe kein direkter Einfluss seitens der Stadt.

Die Treibstoffbevorratung sei die ersten Tage eines Krisenfalls sichergestellt, so Grotjohann. Die Nutzung weiterer Stellen zur Bevorratung sei bereits angefragt worden. Der Personaleinsatz sei durch die Arbeitsgruppe und den SAE sowie die Feuerwehr sichergestellt.

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