Kreative Wege in der Krise: Diese Konzepte haben Schulen in Porta während der Corona-Pandemie entwickelt Thomas Lieske Porta Westfalica (mt). Die Schulen in Porta Westfalica, sie sind in diesen Tagen oft eine Großbaustelle. Fast überall wird gewerkelt. Aber auch fernab der klassischen Baustelle gibt es an den Schulen viel zu tun. Während der Hochphase der Corona-Pandemie sind viele Ideen entstanden. Einige davon sollen bald umgesetzt werden. Welche, darüber hat sich Bürgermeisterin Dr. Sonja Gerlach (CDU) vor Kurzem bei einer Schulbereisung informiert. Ein grünes Klassenzimmer, das sei ihr Wunsch als Gegenstück zum digitalen Lernen, sagt Barkhausens Schulleiterin Marisa Carta. „Die Kinder gewöhnen sich schnell an die neuen digitalen Möglichkeiten und es ist sehr wichtig, sie im Umgang damit anzuleiten.“ Über die jetzigen Planungen hinaus gebe es großes Interesse an einem größeren Versammlungsraum, sagt die Rektorin. Die Großbaustelle wird ohnehin noch einige Zeit andauern. Kreativ ging es während der Hochinzidenzphase an der Grundschule in Hausberge zu. „Da im Präsenzunterricht Sport- und Musikunterricht auch im vergangenen Jahr auf den Schulhof verlegt werden musste und es deshalb etwas lauter geworden ist, haben die Kinder für die Nachbarn Weihnachtskarten angefertigt“, erzählt Schulleiterin Silke Meyer-Pampel. Die Resonanz darauf sei durchweg positiv gewesen. Auch dort herrscht Baustelle. Unter anderem entsteht ein Serverraum. Rund 200 Schülerinnen und Schülern gehen dort in den Unterricht – 115 von ihnen nutzen das Ganztagsangebot. Einen ganz neuen Anbau erhält derzeit die Grundschule Holzhausen. Neue Räume sollen für Entspannung sorgen – übrigens ausgestattet mit besonders schallgedämmten Fenster durch ein Lärmschutzprogramm der Deutschen Bahn. Kreativ wurde es beim Mittagessenangebot während der Corona-Hochphase. Grundschulleiterin Britta Gundermann hat das Essen kurzerhand nach draußen verlegt, erzählt sie der Bürgermeisterin. „Die Kinder haben das Essen als Picknick angesehen.“ Überrascht ist man am Grundschulstandort Neesen über die Containeranlage auf dem Schulhof, die während des Umbaus als Übergangslösung für Unterricht dienen. „Sie wirken wie normale, neue, schöne und helle Klassenzimmer“, berichtet Schulleiterin Inna Braun. Da der kommende erste Jahrgang zahlenmäßig stark ist und in Neesen auf Grund der Sanierung nur drei Klassen eingerichtet werden, wurden am Teilstandort in Kleinenbremen zwei Eingangsklassen gebildet. Um die Busanbindung für die aus Nammen kommenden Kinder zu verbessern, wurden Gespräche mit dem Busunternehmen geführt. An anderer Stelle musste die Schulleitung vor allem Sorgen bei Eltern ausräumen. Olaf Brodziak, Leiter des Grundschulverbundes Eisbergen-Veltheim, erinnert sich noch gut daran, wie viele Fragen Eltern zum Thema Coronatest gestellt haben. „Die Eltern sollten auch in Zukunft über Regelungen im Pandemiefall und auch über Anwendungen zum Beispiel von Tests genau informiert werden“, findet er. Beide Grundschulstandorte sind dafür bekannt, dass sie sich aktiv in die Dorfgemeinschaften einbringen. Jeder Standort wird über einen Förderverein durch engagierte Eltern unterstützt. Ein Serverraum soll auch in diesem Grundschulverbund entstehen. Digitale Inhalte sind auch die zentralen Themen an den weiterführenden Schulen in Porta. Am Städtischen Gymnasium Porta Westfalica hat sich viel getan. Die Jahrgänge 5 und 6 erhalten je einen Klassensatz digitaler Endgeräte. Ab Klasse 7 sollen möglichst alle Schülerinnen und Schüler mit einem iPad ausgestattet werden, dafür sucht die Stadt nach Finanzierungsmöglichkeiten. Dass aber nicht nur der digitale Unterricht zählt, zeigt sich an der Realschule: „Mit Hilfe von Sponsoren und des Fördervereins wurde ein offenes Klassenzimmer im Außengelände geschaffen. Hier kann man lernen und in den Pausen ausspannen“, berichtet Leiterin Barbara Rottmann. Einige Umbauten gab es an der Gesamtschule Porta. Mit Fördergeldern des Landes sind einige Fenster eingebaut worden, die man öffnen kann. So soll die Raumluft verbessert werden. Die Sporthalle und auch andere Trakte der Schule sind frisch renoviert worden. Nach all den Besuchen zeigte sich die Bürgermeisterin froh und stolz über die Leistungen an den einzelnen Schulen: „Das große persönliche Engagement der Schulleitungen und Lehrkräfte hat mich sehr beeindruckt.“

Kreative Wege in der Krise: Diese Konzepte haben Schulen in Porta während der Corona-Pandemie entwickelt

Schulleiterin Silke Meyer-Pampel (links) zeigte Bürgermeisterin Dr. Sonja Gerlach die Unterrichtsräume in der Grundschule Hausberge. Foto: Stadt Porta Westfalica

Porta Westfalica (mt). Die Schulen in Porta Westfalica, sie sind in diesen Tagen oft eine Großbaustelle. Fast überall wird gewerkelt. Aber auch fernab der klassischen Baustelle gibt es an den Schulen viel zu tun. Während der Hochphase der Corona-Pandemie sind viele Ideen entstanden. Einige davon sollen bald umgesetzt werden. Welche, darüber hat sich Bürgermeisterin Dr. Sonja Gerlach (CDU) vor Kurzem bei einer Schulbereisung informiert.

Ein grünes Klassenzimmer, das sei ihr Wunsch als Gegenstück zum digitalen Lernen, sagt Barkhausens Schulleiterin Marisa Carta. „Die Kinder gewöhnen sich schnell an die neuen digitalen Möglichkeiten und es ist sehr wichtig, sie im Umgang damit anzuleiten.“ Über die jetzigen Planungen hinaus gebe es großes Interesse an einem größeren Versammlungsraum, sagt die Rektorin. Die Großbaustelle wird ohnehin noch einige Zeit andauern.

Kreativ ging es während der Hochinzidenzphase an der Grundschule in Hausberge zu. „Da im Präsenzunterricht Sport- und Musikunterricht auch im vergangenen Jahr auf den Schulhof verlegt werden musste und es deshalb etwas lauter geworden ist, haben die Kinder für die Nachbarn Weihnachtskarten angefertigt“, erzählt Schulleiterin Silke Meyer-Pampel. Die Resonanz darauf sei durchweg positiv gewesen. Auch dort herrscht Baustelle. Unter anderem entsteht ein Serverraum. Rund 200 Schülerinnen und Schülern gehen dort in den Unterricht – 115 von ihnen nutzen das Ganztagsangebot.


Einen ganz neuen Anbau erhält derzeit die Grundschule Holzhausen. Neue Räume sollen für Entspannung sorgen – übrigens ausgestattet mit besonders schallgedämmten Fenster durch ein Lärmschutzprogramm der Deutschen Bahn. Kreativ wurde es beim Mittagessenangebot während der Corona-Hochphase. Grundschulleiterin Britta Gundermann hat das Essen kurzerhand nach draußen verlegt, erzählt sie der Bürgermeisterin. „Die Kinder haben das Essen als Picknick angesehen.“

Überrascht ist man am Grundschulstandort Neesen über die Containeranlage auf dem Schulhof, die während des Umbaus als Übergangslösung für Unterricht dienen. „Sie wirken wie normale, neue, schöne und helle Klassenzimmer“, berichtet Schulleiterin Inna Braun. Da der kommende erste Jahrgang zahlenmäßig stark ist und in Neesen auf Grund der Sanierung nur drei Klassen eingerichtet werden, wurden am Teilstandort in Kleinenbremen zwei Eingangsklassen gebildet. Um die Busanbindung für die aus Nammen kommenden Kinder zu verbessern, wurden Gespräche mit dem Busunternehmen geführt.

An anderer Stelle musste die Schulleitung vor allem Sorgen bei Eltern ausräumen. Olaf Brodziak, Leiter des Grundschulverbundes Eisbergen-Veltheim, erinnert sich noch gut daran, wie viele Fragen Eltern zum Thema Coronatest gestellt haben. „Die Eltern sollten auch in Zukunft über Regelungen im Pandemiefall und auch über Anwendungen zum Beispiel von Tests genau informiert werden“, findet er. Beide Grundschulstandorte sind dafür bekannt, dass sie sich aktiv in die Dorfgemeinschaften einbringen. Jeder Standort wird über einen Förderverein durch engagierte Eltern unterstützt. Ein Serverraum soll auch in diesem Grundschulverbund entstehen.

Digitale Inhalte sind auch die zentralen Themen an den weiterführenden Schulen in Porta. Am Städtischen Gymnasium Porta Westfalica hat sich viel getan. Die Jahrgänge 5 und 6 erhalten je einen Klassensatz digitaler Endgeräte. Ab Klasse 7 sollen möglichst alle Schülerinnen und Schüler mit einem iPad ausgestattet werden, dafür sucht die Stadt nach Finanzierungsmöglichkeiten.

Dass aber nicht nur der digitale Unterricht zählt, zeigt sich an der Realschule: „Mit Hilfe von Sponsoren und des Fördervereins wurde ein offenes Klassenzimmer im Außengelände geschaffen. Hier kann man lernen und in den Pausen ausspannen“, berichtet Leiterin Barbara Rottmann.

Einige Umbauten gab es an der Gesamtschule Porta. Mit Fördergeldern des Landes sind einige Fenster eingebaut worden, die man öffnen kann. So soll die Raumluft verbessert werden. Die Sporthalle und auch andere Trakte der Schule sind frisch renoviert worden.

Nach all den Besuchen zeigte sich die Bürgermeisterin froh und stolz über die Leistungen an den einzelnen Schulen: „Das große persönliche Engagement der Schulleitungen und Lehrkräfte hat mich sehr beeindruckt.“

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