Kommentar zur Sperrung des Weserradwegs: Radfreundlicher, bitte! Thomas Lieske Verkehrskonzepte werden noch immer so geplant, dass sie auf das Auto ausgerichtet sind. Längere Grünphasen für Pkw sind an der Tagesordnung. Und wenn Kreuzungsbereiche wie jetzt in Minden umgebaut werden, wird der Radweg nach außen gedrängt, sodass Bäume weichen müssen, anstatt eine von vier Autospuren wegzunehmen. Immer wieder zeigt sich im Alltag, dass der Radverkehr viel zu nachrangig behandelt wird. Ein aktuelles Beispiel dafür ist die Baustelle auf den Weserbrücken der Autobahn 2 zwischen Porta Westfalica und Bad Oeynhausen. Von vielen Autofahrern vermutlich nicht mal bemerkt, verläuft dort auch ein Teil des Weserradwegs über die Brücke. Während für Autofahrer in der Bauphase keine der drei Spuren wegfallen wird, wird die zuständige Landesbehörde den Radweg für rund vier Wochen voll sperren. Und während der Baustellenzeitraum für die Autofahrer seit langer Zeit feststeht, kann die Behörde für die Sperrung des Radwegs keinen Zeitpunkt nennen. Dabei ist diese Strecke eine wichtige tägliche Route für immer mehr Berufspendler auf dem Rad. Für jene, die sich bei Regen, Hitze oder Sturm nicht ins Auto setzen, um die zehn Kilometer von Porta nach Bad Oeynhausen mit dem Auto zu fahren. Für jene, die dadurch zu einer besseren Ökobilanz beitragen. Für jene, die wegen der Sperrung und mangels für Berufspendler geeigneten Alternativrouten – die Fähre hat nur begrenzte Fahrzeiten –, dann vermutlich doch wieder aufs Auto umsteigen müssen. Wieder ein Puzzleteil im Gesamtbild, das das Radfahren unattraktiv macht. Es ist höchste Zeit zum Umdenken. Der Verkehr muss dringend radfreundlicher werden.

Kommentar zur Sperrung des Weserradwegs: Radfreundlicher, bitte!

Verkehrskonzepte werden noch immer so geplant, dass sie auf das Auto ausgerichtet sind. Längere Grünphasen für Pkw sind an der Tagesordnung. Und wenn Kreuzungsbereiche wie jetzt in Minden umgebaut werden, wird der Radweg nach außen gedrängt, sodass Bäume weichen müssen, anstatt eine von vier Autospuren wegzunehmen. Immer wieder zeigt sich im Alltag, dass der Radverkehr viel zu nachrangig behandelt wird.

Ein aktuelles Beispiel dafür ist die Baustelle auf den Weserbrücken der Autobahn 2 zwischen Porta Westfalica und Bad Oeynhausen. Von vielen Autofahrern vermutlich nicht mal bemerkt, verläuft dort auch ein Teil des Weserradwegs über die Brücke. Während für Autofahrer in der Bauphase keine der drei Spuren wegfallen wird, wird die zuständige Landesbehörde den Radweg für rund vier Wochen voll sperren. Und während der Baustellenzeitraum für die Autofahrer seit langer Zeit feststeht, kann die Behörde für die Sperrung des Radwegs keinen Zeitpunkt nennen.

Dabei ist diese Strecke eine wichtige tägliche Route für immer mehr Berufspendler auf dem Rad. Für jene, die sich bei Regen, Hitze oder Sturm nicht ins Auto setzen, um die zehn Kilometer von Porta nach Bad Oeynhausen mit dem Auto zu fahren. Für jene, die dadurch zu einer besseren Ökobilanz beitragen. Für jene, die wegen der Sperrung und mangels für Berufspendler geeigneten Alternativrouten – die Fähre hat nur begrenzte Fahrzeiten –, dann vermutlich doch wieder aufs Auto umsteigen müssen. Wieder ein Puzzleteil im Gesamtbild, das das Radfahren unattraktiv macht. Es ist höchste Zeit zum Umdenken. Der Verkehr muss dringend radfreundlicher werden.

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