Kommentar zum Thema Schäferbarthold wächst: Vertrauensgewinn Dirk Haunhorst Die Steuerkraft der 36000-Einwohner-Stadt Porta Westfalica ist beachtlich. Der Kämmerer rechnet 2017 mit Gewerbesteuereinnahmen von knapp 30 Millionen Euro. Unternehmen wie der Kfz-Teile-Großhändler Schäferbarthold leisten dazu einen wichtigen Beitrag. Verständlich, dass die Geschäftsleitung von der Stadt Entgegenkommen erwartet, wenn Hallenerweiterungen geplant sind. Bürokratische Hemmnisse können sich Firmen im harten Wettbewerb kaum leisten. Die Geschäftsführung hofft daher auf ein rasches Signal, damit nach der formal nötigen Befreiung von der aktuellen Höhenbegrenzung die Aufträge vergeben werden können.Die Politik tut jedoch gut daran, sich nicht treiben zu lassen. SPD und Grüne haben durchgesetzt, dass die Pläne zuvor der Bürgerschaft erläutert werden. Das fördert Transparenz und verhindert wilde Spekulationen. Hätte Rot-Grün die Befreiung einfach abgesegnet, wie CDU und FDP dies forderten, wäre das ignorant gewesen. Denn in schlechter Erinnerung ist das Kommunikationsdesaster in diesem Sommer, als in Barkhausen die Nachbarn der Firma Jacob feststellen mussten, dass deren neue Logistikhalle viel näher rückt als erwartet.Derart hitzige Debatten sind im Fall Schäferbarthold nicht zu erwarten, weil Gelände und Umgebung anders beschaffen sind. Der Barkhauser Bezirksausschuss als Ortsrat ist das richtige Gremium, um Skeptiker zu überzeugen. Zeit ist Geld, sagt man. Diese Binsenweisheit gilt in besonderem Maße für Unternehmen. Wer sich Zeit nimmt, kann aber auch Vertrauen gewinnen. Und das wiederum ist gute Werbung.

Kommentar zum Thema Schäferbarthold wächst: Vertrauensgewinn

Die Steuerkraft der 36000-Einwohner-Stadt Porta Westfalica ist beachtlich. Der Kämmerer rechnet 2017 mit Gewerbesteuereinnahmen von knapp 30 Millionen Euro. Unternehmen wie der Kfz-Teile-Großhändler Schäferbarthold leisten dazu einen wichtigen Beitrag. Verständlich, dass die Geschäftsleitung von der Stadt Entgegenkommen erwartet, wenn Hallenerweiterungen geplant sind. Bürokratische Hemmnisse können sich Firmen im harten Wettbewerb kaum leisten. Die Geschäftsführung hofft daher auf ein rasches Signal, damit nach der formal nötigen Befreiung von der aktuellen Höhenbegrenzung die Aufträge vergeben werden können.

Die Politik tut jedoch gut daran, sich nicht treiben zu lassen. SPD und Grüne haben durchgesetzt, dass die Pläne zuvor der Bürgerschaft erläutert werden. Das fördert Transparenz und verhindert wilde Spekulationen. Hätte Rot-Grün die Befreiung einfach abgesegnet, wie CDU und FDP dies forderten, wäre das ignorant gewesen. Denn in schlechter Erinnerung ist das Kommunikationsdesaster in diesem Sommer, als in Barkhausen die Nachbarn der Firma Jacob feststellen mussten, dass deren neue Logistikhalle viel näher rückt als erwartet.

Derart hitzige Debatten sind im Fall Schäferbarthold nicht zu erwarten, weil Gelände und Umgebung anders beschaffen sind. Der Barkhauser Bezirksausschuss als Ortsrat ist das richtige Gremium, um Skeptiker zu überzeugen. Zeit ist Geld, sagt man. Diese Binsenweisheit gilt in besonderem Maße für Unternehmen. Wer sich Zeit nimmt, kann aber auch Vertrauen gewinnen. Und das wiederum ist gute Werbung.

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