Kommentar zum Nachbarschaftsstreit am Wittekindsberg: Klageverzicht wäre richtig Dirk Haunhorst Alles auf Anfang auf dem Berg – das wäre wohl zu schön, um wahr zu sein. Nur mal so rumgesponnen, was dann vielleicht geschehen könnte: Witthüs zieht die Klage gegen die Stadt zurück, der Gästehauseigentümer braucht nicht weiter den Abriss seiner Immobile zu fürchten und alle Beteiligten machen sich an die Arbeit, um die bislang ungeklärte Erschließung für Burg und Gästehaus zu regeln. Und wenn dann wesentliche Fragen im Sinne einer friedlichen Koexistenz geklärt sind, macht die öffentliche Hand sogar ihr Portemonnaie auf, um touristisch wertvolle Projekte wie die Einrichtung eines Museums in der Burg zu finanzieren. Und nun zurück in die Realität: Die ist geprägt von Dauerkonflikten, missratenen Posts auf der Witthüs-Facebookseite und Stillstand bei den Burgprojekten. Viele wichtige Fragen etwa in Sachen Zuwegung oder Brandschutz bleiben auf der Strecke. Stattdessen gibt es nun künstliche Aufregung um eine ungelenke Formulierung in einem der Sache nach berechtigten SPD-Antrag. Die Erfahrung der vergangenen Jahre machen wenig Hoffnung, dass sich die Probleme auf dem Wittekindsberg rasch lösen lassen. Dem steht vor allem die notorische Konfliktbereitschaft des Vereins Witthüs mit seinem Präsidenten Martin Möller im Weg. Lieber Klage als Kompromiss, scheint die Losung zu lauten. Die Sache bringt das nicht voran. So könnte sich der laufende Rechtsstreit um die Existenzberechtigung des Gästehauses über mehrere Jahre und Instanzen hinziehen. Die Verhandlung vor dem Verwaltungsgericht Minden ist noch nicht einmal terminiert. Die nun in Aussicht gestellte Klagerücknahme wäre deshalb nicht bloß eine nette Geste des Witthüs-Präsidenten, Sondern wohl die einzige Möglichkeit, die Entwicklung auf dem Wittekindsberg im Interesse von Burg, Gästehaus und Stadt in absehbarer Zeit voranzubringen. Die bisherige Witthüs-Politik, die Akteure im Umfeld der Burg in Freund und Feind aufzuteilen, produziert viel Unfrieden und ist gewiss keine Werbung für Porta Westfalica.

Kommentar zum Nachbarschaftsstreit am Wittekindsberg: Klageverzicht wäre richtig

© lehn

Alles auf Anfang auf dem Berg – das wäre wohl zu schön, um wahr zu sein. Nur mal so rumgesponnen, was dann vielleicht geschehen könnte: Witthüs zieht die Klage gegen die Stadt zurück, der Gästehauseigentümer braucht nicht weiter den Abriss seiner Immobile zu fürchten und alle Beteiligten machen sich an die Arbeit, um die bislang ungeklärte Erschließung für Burg und Gästehaus zu regeln. Und wenn dann wesentliche Fragen im Sinne einer friedlichen Koexistenz geklärt sind, macht die öffentliche Hand sogar ihr Portemonnaie auf, um touristisch wertvolle Projekte wie die Einrichtung eines Museums in der Burg zu finanzieren.

Und nun zurück in die Realität: Die ist geprägt von Dauerkonflikten, missratenen Posts auf der Witthüs-Facebookseite und Stillstand bei den Burgprojekten. Viele wichtige Fragen etwa in Sachen Zuwegung oder Brandschutz bleiben auf der Strecke. Stattdessen gibt es nun künstliche Aufregung um eine ungelenke Formulierung in einem der Sache nach berechtigten SPD-Antrag.

Die Erfahrung der vergangenen Jahre machen wenig Hoffnung, dass sich die Probleme auf dem Wittekindsberg rasch lösen lassen. Dem steht vor allem die notorische Konfliktbereitschaft des Vereins Witthüs mit seinem Präsidenten Martin Möller im Weg. Lieber Klage als Kompromiss, scheint die Losung zu lauten.

Die Sache bringt das nicht voran. So könnte sich der laufende Rechtsstreit um die Existenzberechtigung des Gästehauses über mehrere Jahre und Instanzen hinziehen. Die Verhandlung vor dem Verwaltungsgericht Minden ist noch nicht einmal terminiert.

Die nun in Aussicht gestellte Klagerücknahme wäre deshalb nicht bloß eine nette Geste des Witthüs-Präsidenten, Sondern wohl die einzige Möglichkeit, die Entwicklung auf dem Wittekindsberg im Interesse von Burg, Gästehaus und Stadt in absehbarer Zeit voranzubringen. Die bisherige Witthüs-Politik, die Akteure im Umfeld der Burg in Freund und Feind aufzuteilen, produziert viel Unfrieden und ist gewiss keine Werbung für Porta Westfalica.

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