Kommentar zu den neuen Plänen für den Kaiserhof: Der Kaiserhof hat Zukunft Dirk Haunhorst Die Zeit des Stillstands scheint vorüber. Die Pläne für den Kaiserhof, die einen Mix aus Wohnen, Gewerbe und Gastronomie versprechen, sind ansehnlich. Das markante Gebäude, entstanden vor fast 130 Jahren, hat nicht nur eine denkwürdige Geschichte, sondern offenbar auch Zukunft. Allerdings bekommt Architekt und Kaiserhof-Eigentümer Jörg Albersmeier nicht nur Beifall. Dafür ist zu viel Zeit verstrichen, bis eine akzeptable Planung auf dem Tisch lag. Und der voraussichtliche Verlust der Laubenhalle, die nur zu einem kleinen Teil erhalten werden soll, dürfte viele Denkmalfreunde ärgern und die zuständige Behörde vor eine schwierige Prüfung stellen. Auch blieben einige Fragen in der Sitzung des Fachausschusses unbeantwortet: Sind Wohnbaupläne akzeptabel, wenn anderthalb Häuserblöcke im Landschaftsschutzgebiet liegen? Und kann man überhaupt in einer Penthouse-Wohnung einen ruhigen Abend genießen, wenn ein paar Meter oberhalb Freilicht-Veranstaltungen über die Bühne gehen? Das alles muss im weiteren Verfahren geklärt werden, das offiziell noch nicht einmal begonnen hat. Gewonnen hat aber schon jetzt Barkhausen und Porta Westfalica insgesamt. Denn endlich wird ernsthaft über die Entwicklung eines ehemals berühmten Ortes verhandelt, der seit Jahren als Schandfleck empfunden wird.

Kommentar zu den neuen Plänen für den Kaiserhof: Der Kaiserhof hat Zukunft

Die Zeit des Stillstands scheint vorüber. Die Pläne für den Kaiserhof, die einen Mix aus Wohnen, Gewerbe und Gastronomie versprechen, sind ansehnlich. Das markante Gebäude, entstanden vor fast 130 Jahren, hat nicht nur eine denkwürdige Geschichte, sondern offenbar auch Zukunft.

Allerdings bekommt Architekt und Kaiserhof-Eigentümer Jörg Albersmeier nicht nur Beifall. Dafür ist zu viel Zeit verstrichen, bis eine akzeptable Planung auf dem Tisch lag. Und der voraussichtliche Verlust der Laubenhalle, die nur zu einem kleinen Teil erhalten werden soll, dürfte viele Denkmalfreunde ärgern und die zuständige Behörde vor eine schwierige Prüfung stellen. Auch blieben einige Fragen in der Sitzung des Fachausschusses unbeantwortet: Sind Wohnbaupläne akzeptabel, wenn anderthalb Häuserblöcke im Landschaftsschutzgebiet liegen? Und kann man überhaupt in einer Penthouse-Wohnung einen ruhigen Abend genießen, wenn ein paar Meter oberhalb Freilicht-Veranstaltungen über die Bühne gehen?

Das alles muss im weiteren Verfahren geklärt werden, das offiziell noch nicht einmal begonnen hat. Gewonnen hat aber schon jetzt Barkhausen und Porta Westfalica insgesamt. Denn endlich wird ernsthaft über die Entwicklung eines ehemals berühmten Ortes verhandelt, der seit Jahren als Schandfleck empfunden wird.

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