Königskerze und Ochsenzunge Wildpflanzenbörse in Vennebeck / "Garten soll nicht nur schön, sondern auch Lebensraum sein" Von Claudia Hyna Porta Westfalica-Vennebeck (mt). Sie wird bis zu drei Meter hoch und lockt um die 300 Insekten an: die Königskerze. NHP-Geschäftsführer Dr. Albrecht von Lochow brachte eine ganze Wanne davon höchstpersönlich mit zur Wildpflanzenbörse in Vennebeck. Wie von Lochow hatten noch einige weitere Mitglieder des Vereins Naturschutz und Heimatpflege Porta (NHP) ihre Pflanzen und Sämereien aus dem Garten mitgebracht. Im Angebot waren laut Mitglied Holger Hansing Glockenblume, Ochsenzunge ("die steht auf der Roten Liste gefährdeter Arten"), Weißdorn, Nachtkerze und Johanniskraut. Klaus Weißenburg stellte Sämereien von Schlüsselblumen und Lein dazu.Aber auch Simone und Martin Henschel aus Minden lieferten Exemplare wie Zitronenmelisse von ihrem Grundstück. Sie waren gemeinsam mit ihren drei Töchtern und einer Freundin auf der Suche nach Bodendeckern. Da kam ihnen die Walderdbeere gerade recht. Aber auch die höher hinaus wachsende Jakobsleiter nahmen sie mit.Wie die Henschels war auch Torsten Hake aus Hausberge nach Vennebeck gefahren. Gemeinsam mit seiner Tochter Sophie stöberte er in den Sämereien von Frauke Alm, die einen großen Naturgarten in Hausberge ihr Eigen nennt.Hakes Wunsch nach Sommerblühern konnte mit der Ackerringelblume erfüllt werden. Als er sein Haus vor ein paar Jahren kaufte, herrschte auf dem Grundstück die reine Wildnis. "Mittlerweile ist dort ein Mix zwischen natürlich und aufgeräumt entstanden", sagt er.Insgesamt waren die Vereinsmitglieder zufrieden mit der Resonanz auf die Wildpflanzenbörse, Interessenten reisten auch aus Hille und Minden an. Mit dieser Börse wollen sie mehr Wildblumen in die heimischen Gärten bringen, das wiederum kommt besonders der Tierwelt zugute. "Der Garten soll nicht nur fürs Auge schön sein, sondern ist auch Lebensraum", erklärt Holger Hansing.Der Verein nutzte die Gelegenheit, um die Bürger für torffreies Gärtnern zu gewinnen. Diese Aktion des BUND diene dem Schutz unserer Moore. Im Übrigen sei der Kompost der Pohlschen Heide besser geeignet, weil ph-neutral und auch keine weiten Transportwege anfallen.Darüber hinaus machte Hansing aufmerksam auf das Projekt, Biogas aus Wildpflanzen statt aus Mais zu gewinnen (www.Lebensraum-Brache.de). Einmal gesät, würden für fünf Jahre blühende Äcker entstehen. Und: ."Damit wären auch die Gülleprobleme gelöst."

Königskerze und Ochsenzunge

Porta Westfalica-Vennebeck (mt). Sie wird bis zu drei Meter hoch und lockt um die 300 Insekten an: die Königskerze. NHP-Geschäftsführer Dr. Albrecht von Lochow brachte eine ganze Wanne davon höchstpersönlich mit zur Wildpflanzenbörse in Vennebeck.

Paula, Carlotta, Malin und Verena (v.l.) brachten einige Wildpflanzen aus dem Garten in Minden mit nach Vennebeck. - © MT-Foto: Claudia Hyna
Paula, Carlotta, Malin und Verena (v.l.) brachten einige Wildpflanzen aus dem Garten in Minden mit nach Vennebeck. - © MT-Foto: Claudia Hyna

Wie von Lochow hatten noch einige weitere Mitglieder des Vereins Naturschutz und Heimatpflege Porta (NHP) ihre Pflanzen und Sämereien aus dem Garten mitgebracht. Im Angebot waren laut Mitglied Holger Hansing Glockenblume, Ochsenzunge ("die steht auf der Roten Liste gefährdeter Arten"), Weißdorn, Nachtkerze und Johanniskraut. Klaus Weißenburg stellte Sämereien von Schlüsselblumen und Lein dazu.

Aber auch Simone und Martin Henschel aus Minden lieferten Exemplare wie Zitronenmelisse von ihrem Grundstück. Sie waren gemeinsam mit ihren drei Töchtern und einer Freundin auf der Suche nach Bodendeckern. Da kam ihnen die Walderdbeere gerade recht. Aber auch die höher hinaus wachsende Jakobsleiter nahmen sie mit.

Wie die Henschels war auch Torsten Hake aus Hausberge nach Vennebeck gefahren. Gemeinsam mit seiner Tochter Sophie stöberte er in den Sämereien von Frauke Alm, die einen großen Naturgarten in Hausberge ihr Eigen nennt.

Hakes Wunsch nach Sommerblühern konnte mit der Ackerringelblume erfüllt werden. Als er sein Haus vor ein paar Jahren kaufte, herrschte auf dem Grundstück die reine Wildnis. "Mittlerweile ist dort ein Mix zwischen natürlich und aufgeräumt entstanden", sagt er.

Insgesamt waren die Vereinsmitglieder zufrieden mit der Resonanz auf die Wildpflanzenbörse, Interessenten reisten auch aus Hille und Minden an. Mit dieser Börse wollen sie mehr Wildblumen in die heimischen Gärten bringen, das wiederum kommt besonders der Tierwelt zugute. "Der Garten soll nicht nur fürs Auge schön sein, sondern ist auch Lebensraum", erklärt Holger Hansing.

Der Verein nutzte die Gelegenheit, um die Bürger für torffreies Gärtnern zu gewinnen. Diese Aktion des BUND diene dem Schutz unserer Moore. Im Übrigen sei der Kompost der Pohlschen Heide besser geeignet, weil ph-neutral und auch keine weiten Transportwege anfallen.

Darüber hinaus machte Hansing aufmerksam auf das Projekt, Biogas aus Wildpflanzen statt aus Mais zu gewinnen (www.Lebensraum-Brache.de). Einmal gesät, würden für fünf Jahre blühende Äcker entstehen. Und: ."Damit wären auch die Gülleprobleme gelöst."

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