Keine Antwort aus Düsseldorf: Bezirksausschuss redet über Ärztemangel Porta Westfalica-Veltheim (GS). Gerne hätte Thomas Möbius (CDU), Vorsitzender vom Bezirksausschuss Veltheim/Lohfeld, in der jüngsten Sitzung eine positive Mitteilung zu Starthilfe-Förderprogrammen für Landärzte vorgetragen. Möbius hatte sich bei der Landesregierung um Informationen über anfängliche Unterstützungen für Landärzte bemüht, war allerdings keinen Schritt weiter gekommen. „Trotz des Ärztemangels werden durch Corona offensichtlich andere Schwerpunkte gesetzt. Das Thema wird sich hinziehen“, lautete die etwas ernüchternde Erfahrung des Vorsitzenden. Anlass für den Bezirksausschuss, sich mit dem Ärztemangel im ländlichen Raum zu befassen, war der bevorstehende Praxisumzug des Allgemeinmediziners Klaus Grimmelt von Veltheim nach Eisbergen (MT vom 28. April). Dort kaufte er das Gebäude der Volksbank an der Eisberger Straße und möchte nach erfolgtem Umbau zum 1. Juli seine Praxis eröffnen. Was für Eisbergen ein Gewinn ist, lässt die Veltheimer sorgenvoll nach vorn blicken. Noch sind sie mit dem Arzt Ghassan Ghrier (80), medizinisch versorgt. „Allerdings muss man in die weitere Zukunft unseres Ortsteils blicken“, sagt Möbius. Auch Klaus Grimmelt nahm an der Sitzung teil: „Außer Allgemeinmedizinern wären in Porta auch Fachärzte wichtig“, sagte er. Das Problem in Bezug auf Hausärzte- und Fachärzte werde wachsen. „Zum Augenarzt fahren die Veltheimer nach Herford.“ Der Arzt berichtete den Ausschussmitgliedern von seiner Suche nach anderen Praxisräumen in Veltheim als denen an der Ravenberger Straße 178, wo er zehn Jahre praktizierte. So habe er sich für die ehemalige Gaststätte Buhmeier interessiert, bevor sich die Gelegenheit ergab, das Volksbankgebäude zu kaufen. Beim derzeitigen Umbau berücksichtigt er Räume für die chirurgische Nachsorge, die zu seinen Aufgaben zähle. Neben den räumlichen Gestaltungsmöglichkeiten spreche noch etwas für die neue Wirkungsstätte, sagte Grimmelt: Eisbergen habe 800 Einwohner mehr als Veltheim, wo 2550 Menschen leben. Von daher sei Eisbergen für eine Praxis der attraktivere Ort. „Lediglich die Hälfte meiner Patienten kommt aus Veltheim.“ Als „leuchtendes Beispiel“ bezeichnete Karl Erich Schmeding (CDU) den Arzt „Er bietet seit seinem Start in Veltheim einen Patiententransport an. Diese Idee überzeugte die Dorfgemeinschaft, dessen Vorsitzender ich damals war, vor zehn Jahren sofort.“ Auch am neuen Standort will Klaus Grimmelt den Shuttledienst fortsetzen: „Mich hat allerdings immer gewundert, wie wenig Menschen das Transportangebot in Anspruch nehmen. Nicht mobile Patienten haben offensichtlich Verwandte oder Nachbarn, die sie per Fahrzeug zum Arzt bringen:“

Keine Antwort aus Düsseldorf: Bezirksausschuss redet über Ärztemangel

Der Veltheimer Arzt Klaus Grimmelt praktiziert voraussichtlich vom 1. Juli an in diesem Gebäude in Eisbergen. Foto: Gisela Schwarze © dhaunhorst

Porta Westfalica-Veltheim (GS). Gerne hätte Thomas Möbius (CDU), Vorsitzender vom Bezirksausschuss Veltheim/Lohfeld, in der jüngsten Sitzung eine positive Mitteilung zu Starthilfe-Förderprogrammen für Landärzte vorgetragen. Möbius hatte sich bei der Landesregierung um Informationen über anfängliche Unterstützungen für Landärzte bemüht, war allerdings keinen Schritt weiter gekommen. „Trotz des Ärztemangels werden durch Corona offensichtlich andere Schwerpunkte gesetzt. Das Thema wird sich hinziehen“, lautete die etwas ernüchternde Erfahrung des Vorsitzenden.

Anlass für den Bezirksausschuss, sich mit dem Ärztemangel im ländlichen Raum zu befassen, war der bevorstehende Praxisumzug des Allgemeinmediziners Klaus Grimmelt von Veltheim nach Eisbergen (MT vom 28. April). Dort kaufte er das Gebäude der Volksbank an der Eisberger Straße und möchte nach erfolgtem Umbau zum 1. Juli seine Praxis eröffnen. Was für Eisbergen ein Gewinn ist, lässt die Veltheimer sorgenvoll nach vorn blicken. Noch sind sie mit dem Arzt Ghassan Ghrier (80), medizinisch versorgt. „Allerdings muss man in die weitere Zukunft unseres Ortsteils blicken“, sagt Möbius.

Auch Klaus Grimmelt nahm an der Sitzung teil: „Außer Allgemeinmedizinern wären in Porta auch Fachärzte wichtig“, sagte er. Das Problem in Bezug auf Hausärzte- und Fachärzte werde wachsen. „Zum Augenarzt fahren die Veltheimer nach Herford.“

Der Arzt berichtete den Ausschussmitgliedern von seiner Suche nach anderen Praxisräumen in Veltheim als denen an der Ravenberger Straße 178, wo er zehn Jahre praktizierte. So habe er sich für die ehemalige Gaststätte Buhmeier interessiert, bevor sich die Gelegenheit ergab, das Volksbankgebäude zu kaufen. Beim derzeitigen Umbau berücksichtigt er Räume für die chirurgische Nachsorge, die zu seinen Aufgaben zähle.

Neben den räumlichen Gestaltungsmöglichkeiten spreche noch etwas für die neue Wirkungsstätte, sagte Grimmelt: Eisbergen habe 800 Einwohner mehr als Veltheim, wo 2550 Menschen leben. Von daher sei Eisbergen für eine Praxis der attraktivere Ort. „Lediglich die Hälfte meiner Patienten kommt aus Veltheim.“

Als „leuchtendes Beispiel“ bezeichnete Karl Erich Schmeding (CDU) den Arzt „Er bietet seit seinem Start in Veltheim einen Patiententransport an. Diese Idee überzeugte die Dorfgemeinschaft, dessen Vorsitzender ich damals war, vor zehn Jahren sofort.“ Auch am neuen Standort will Klaus Grimmelt den Shuttledienst fortsetzen: „Mich hat allerdings immer gewundert, wie wenig Menschen das Transportangebot in Anspruch nehmen. Nicht mobile Patienten haben offensichtlich Verwandte oder Nachbarn, die sie per Fahrzeug zum Arzt bringen:“

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