Kein Ausgleich: Platz für Öko-Flächen fehlt Thomas Lieske Porta Westfalica. 11.000 Quadratmeter Fläche für den neuen Obi-Markt im Jahr 2017 – ohne Parkplatz –, ein Jahr zuvor bereits 9.000 Quadratmeter für das neue Hochregallager der Firma Jacob. Dazu kommen einige weitere Neu-, An- und Umbauten in Barkhausen, die Fläche dicht gemacht haben. Die Bauherren müssen im Gegenzug Geld hinterlegen, mit dem Kommunen dann einen ökologischen Ausgleich schaffen müssen. In Barkhausen allerdings kommt die Stadt ihrer Pflichtaufgabe kaum hinterher. „Dort ist es sehr schwierig, geeignete Flächen für einen Ausgleich zu finden“, erklärt Portas Technischer Beigeordneter Stefan Mohme. Die Folge: Mittlerweile liegen mehr als 100.000 Euro quasi auf der hohen Kante. Geld, das eigentlich längst in Ausgleichsmaßnahmen hätte fließen sollen. „Da ist mittlerweile eine respektable Summe zusammengekommen. Das Geld ist im Topf für Barkhausen reserviert. Wir müssen schauen, wo wir wie viel Geld vor Ort sinnvoll anlegen können“, sagt Mohme. Vor Ort, das ist zumindest der Mehrheitswille der Politik – wo gebaut werde, solle auch der Ausgleich geschaffen werden. „Das ist in den Ortsteilen Barkhausen und Hausberge, die am dichtesten besiedelten Teile Portas, sehr schwierig“, erklärt der Beigeordnete. Das Problem treibt die Stadt seit Jahren um. Und die Politik wird langsam nervös. „Der Obi-Markt wird bald schon das zweite Mal renoviert, und wir haben immer noch keinen Ausgleich geschaffen“, meint etwa der Barkhauser Dirk Rahnenführer hämisch. Er pocht darauf, dass die Ausgleichsgelder, die aus Baumaßnahmen in Barkhausen stammen, auch zwingend in diesem Ortsteil ausgegeben werden. „Das ist seit Jahren politischer Konsens.“ Etwas anders sieht es – ausgerechnet? – Klaus Becker von den Grünen. Sein Credo: Die Mittel, die auf Konten geparkt sind, einfach irgendwo in Porta Westfalica ausgeben. Aus seiner Sicht werde da eine zu große „Blase um Barkhausen“ gebildet. Laut Kämmerer Michael Korsen hat die Stadt aus diesem Topf bisher nur wenig Geld ausgeben können. Und wenn, dann vorrangig für einen Flächenankauf. Das sei in Ortsteilen wie Eisbergen, Veltheim oder Nammen sicherlich leichter als in den beiden dicht besiedelten Stadtteilen. Zumal sich vor allem in Barkhausen die Gewerbebetriebe aneinanderreihten. Kritisch könnte es demnächst bei sogenannten Ökopunkten werden, merkt Marc Weber von den Grünen an. Portas Glück: Sie gelten für den gesamten Stadtbereich in Summe. Deshalb haben die fehlenden Flächen in Barkhausen bisher keine Konsequenzen. Die Stadt muss die Ökopunkte vorweisen, um rechnerisch den Ausgleich zu größeren Baumaßnahmen nachweisen zu können. „Da gibt es bestimmt den ein oder anderen Ökopunkt für die Weseraue im Bereich Barkhausen, auch in Richtung der Grünen Brücke. Aber ob das langfristig reicht?“, fragt Weber. In Sachen Grüne Brücke, die Eigentum der Deutschen Bahn ist, müsse die Stadt ohnehin noch Gespräche führen, betont Stefan Mohme. Auch an anderen Stellen wolle die Stadt zeitnah den Kontakt suchen, um an weitere Grundstücke für Anpflanzungen zu kommen. Dabei setzt Beigeordneter Stefan Mohme auf die Mithilfe der Lokalpolitiker vor Ort.

Kein Ausgleich: Platz für Öko-Flächen fehlt

Auch für Bauten wie das vor wenigen Jahren errichtete Hochregallager der Firma Jacob muss Ausgleich her. MT-Foto (Archiv): Alex Lehn © Alex Lehn

Porta Westfalica. 11.000 Quadratmeter Fläche für den neuen Obi-Markt im Jahr 2017 – ohne Parkplatz –, ein Jahr zuvor bereits 9.000 Quadratmeter für das neue Hochregallager der Firma Jacob. Dazu kommen einige weitere Neu-, An- und Umbauten in Barkhausen, die Fläche dicht gemacht haben. Die Bauherren müssen im Gegenzug Geld hinterlegen, mit dem Kommunen dann einen ökologischen Ausgleich schaffen müssen. In Barkhausen allerdings kommt die Stadt ihrer Pflichtaufgabe kaum hinterher. „Dort ist es sehr schwierig, geeignete Flächen für einen Ausgleich zu finden“, erklärt Portas Technischer Beigeordneter Stefan Mohme. Die Folge: Mittlerweile liegen mehr als 100.000 Euro quasi auf der hohen Kante. Geld, das eigentlich längst in Ausgleichsmaßnahmen hätte fließen sollen.

„Da ist mittlerweile eine respektable Summe zusammengekommen. Das Geld ist im Topf für Barkhausen reserviert. Wir müssen schauen, wo wir wie viel Geld vor Ort sinnvoll anlegen können“, sagt Mohme. Vor Ort, das ist zumindest der Mehrheitswille der Politik – wo gebaut werde, solle auch der Ausgleich geschaffen werden. „Das ist in den Ortsteilen Barkhausen und Hausberge, die am dichtesten besiedelten Teile Portas, sehr schwierig“, erklärt der Beigeordnete. Das Problem treibt die Stadt seit Jahren um. Und die Politik wird langsam nervös. „Der Obi-Markt wird bald schon das zweite Mal renoviert, und wir haben immer noch keinen Ausgleich geschaffen“, meint etwa der Barkhauser Dirk Rahnenführer hämisch. Er pocht darauf, dass die Ausgleichsgelder, die aus Baumaßnahmen in Barkhausen stammen, auch zwingend in diesem Ortsteil ausgegeben werden. „Das ist seit Jahren politischer Konsens.“

Etwas anders sieht es – ausgerechnet? – Klaus Becker von den Grünen. Sein Credo: Die Mittel, die auf Konten geparkt sind, einfach irgendwo in Porta Westfalica ausgeben. Aus seiner Sicht werde da eine zu große „Blase um Barkhausen“ gebildet.


Laut Kämmerer Michael Korsen hat die Stadt aus diesem Topf bisher nur wenig Geld ausgeben können. Und wenn, dann vorrangig für einen Flächenankauf. Das sei in Ortsteilen wie Eisbergen, Veltheim oder Nammen sicherlich leichter als in den beiden dicht besiedelten Stadtteilen. Zumal sich vor allem in Barkhausen die Gewerbebetriebe aneinanderreihten.

Kritisch könnte es demnächst bei sogenannten Ökopunkten werden, merkt Marc Weber von den Grünen an. Portas Glück: Sie gelten für den gesamten Stadtbereich in Summe. Deshalb haben die fehlenden Flächen in Barkhausen bisher keine Konsequenzen. Die Stadt muss die Ökopunkte vorweisen, um rechnerisch den Ausgleich zu größeren Baumaßnahmen nachweisen zu können. „Da gibt es bestimmt den ein oder anderen Ökopunkt für die Weseraue im Bereich Barkhausen, auch in Richtung der Grünen Brücke. Aber ob das langfristig reicht?“, fragt Weber. In Sachen Grüne Brücke, die Eigentum der Deutschen Bahn ist, müsse die Stadt ohnehin noch Gespräche führen, betont Stefan Mohme.

Auch an anderen Stellen wolle die Stadt zeitnah den Kontakt suchen, um an weitere Grundstücke für Anpflanzungen zu kommen. Dabei setzt Beigeordneter Stefan Mohme auf die Mithilfe der Lokalpolitiker vor Ort.

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