Immer wieder ein Tatort: Nicht der erste Überfall auf die Tankstelle in Eisbergen Thomas Lieske Porta Westfalica-Eisbergen. Er kommt auf einem Fahrrad, bewaffnet mit einem Messer und einer Pistole. Der Überfall am Sonntag vor einer Woche auf die Tankstelle in der Weserstraße in Eisbergen dauert nur wenige Augenblicke. Der Täter lässt die Angestellte Geld in einen Beutel stecken, dann flieht er mit seinem Herrenrad in die Dunkelheit. Bis heute fehlt von dem Täter allerdings jede Spur, erklärt Polizeisprecher Ralf Steinmeyer gegenüber dem MT. Videokameras haben den Überfall an dem Tag gegen 20.30 Uhr aufgezeichnet, „was wir derzeit intern auswerten“, erklärt der Polizeisprecher. „Ob es möglicherweise zu einer späteren Veröffentlichung kommt, steht derzeit noch nicht fest.“ Zeugenhinweise habe es bisher nicht gegeben.Dennoch gebe es bei den Ermittlungen neben dem Videomaterial einen weiteren Anknüpfungspunkt, erklärt Steinmeyer: „Unsere Ermittler stehen im Austausch mit ihren niedersächsischen Kollegen, da es in Rinteln vor Kurzem zwei Tankstellenüberfälle gab.“ Möglicherweise können die Ermittler aus Minden dort anknüpfen und Verbindungen herstellen, „da die Tankstelle in Eisbergen ja nicht weit von der Landesgrenze entfernt liegt“. Wer am Sonntag, 12. Dezember, rund um die Tatzeit 20.30 Uhr etwas beobachtet hat, kann sich noch immer an die Polizei wenden: Telefon (05 71) 88 66 0. Die Angestellte beschreibt den Täter wie folgt: Er ist schlank, etwa 1,70 Meter groß und trug zur Tatzeit eine auffällige blau-schwarze Jacke und eine dunkle Jogginghose mit weißen Streifen. Sein Gesicht versteckte er hinter einer medizinischen Maske. Der Mann wirkte laut Kassierein jünger.Es ist bei Weitem nicht der erste Überfall auf die Eisberger Tankstelle. Schon im November 2000 spricht die Polizei von einer Serie von Überfällen in der Weserstraße. Dreimal suchen Täter den Verkaufsraum innerhalb nur eines Vierteljahres auf. Auch in den Jahren 2005 und 2011 überfallen Unbekannte die Tankstelle in Eisbergen. Immer wieder sprühen sie mit Reizgas auf ihre Opfer hinter dem Verkaufstresen und fliehen mit den jeweiligen Tageseinnahmen – immer zu Fuß, vermutlich zu einem etwas abseits abgestellten Fluchtwagen. Für die Polizei ist dieser abgelegene Teil Portas nur schwer dauerhaft zu überwachen. Die Anfahrt für Streifenwagen ist weit. Wohl auch deshalb suchen sich Tankstellenräuber immer wieder diese Filiale aus. Der Tankstellenbetreiber hat sich auf eine MT-Anfrage bisher nicht geäußert. Immer wieder trifft es auch andere Betreiber in Porta Westfalica. Im Mai überfallen zwei zunächst unbekannte Täter die Tankstelle am Kirchsiek in Hausberge. Auch hier kommen sie an einem Sonntagabend und erbeuten die Tageseinnahmen aus der Kasse. Glück für die Polizei: Aufgrund einer präzisen Personenbeschreibung können die Ermittler die beiden Täter nach kurzer Flucht zu Fuß hinter dem Haus Kurfürst in Neesen schon kurz nach dem Überfall festnehmen. Einer der beiden Festgenommenen – ein 20-Jähriger – kommt aus Rinteln. Auch im Vorjahr registriert die Polizei zwei Überfälle auf Tankstellen in Porta Westfalica. Jeweils an einem Dienstag werden die Aral-Tankstelle auf dem Autohof an der A2 in Holtrup und die Jet-Tankstelle in der Portastraße in Barkhausen überfallen. Die bewaffneten Täter können in beiden Fällen flüchten. Letztere Tankstelle war im Jahr 2009 schon einmal Ziel eines Überfalls. Aus der Häufung solcher Überfälle hat die Jet-Gruppe Deutschland mittlerweile Konsequenzen gezogen, wie Sprecher Nikolai Lassen auf MT-Anfrage erklärt. „Generell haben die Themen Sicherheit und Kriminalitätsprävention für uns und unsere Tankstellen höchste Priorität.“ Das betreffe vor allem die Sicherheitsvorkehrungen, um die Tankstellen so sicher wie möglich zu machen vor Einbrüchen und Überfällen. Zudem gebe es regelmäßige Schulungen für die selbstständigen Tankstellenbetreiber und ihre Teams, die im Namen von Jet Kraftstoff verkaufen.Details zu den Sicherheitsmaßnahmen will der Sprecher allerdings nicht nennen, um potenziellen Tätern keinen Wissensvorsprung zu verschaffen.

Immer wieder ein Tatort: Nicht der erste Überfall auf die Tankstelle in Eisbergen

Die Tankstelle in der Weserstraße in Eisbergen ist vor etwas mehr als einer Woche überfallen worden. Nun prüfen die Ermittler Zusammenhänge mit weiteren Überfällen in Rinteln. MT-Foto: Thomas Lieske

Porta Westfalica-Eisbergen. Er kommt auf einem Fahrrad, bewaffnet mit einem Messer und einer Pistole. Der Überfall am Sonntag vor einer Woche auf die Tankstelle in der Weserstraße in Eisbergen dauert nur wenige Augenblicke. Der Täter lässt die Angestellte Geld in einen Beutel stecken, dann flieht er mit seinem Herrenrad in die Dunkelheit.

Bis heute fehlt von dem Täter allerdings jede Spur, erklärt Polizeisprecher Ralf Steinmeyer gegenüber dem MT. Videokameras haben den Überfall an dem Tag gegen 20.30 Uhr aufgezeichnet, „was wir derzeit intern auswerten“, erklärt der Polizeisprecher. „Ob es möglicherweise zu einer späteren Veröffentlichung kommt, steht derzeit noch nicht fest.“ Zeugenhinweise habe es bisher nicht gegeben.

Dennoch gebe es bei den Ermittlungen neben dem Videomaterial einen weiteren Anknüpfungspunkt, erklärt Steinmeyer: „Unsere Ermittler stehen im Austausch mit ihren niedersächsischen Kollegen, da es in Rinteln vor Kurzem zwei Tankstellenüberfälle gab.“ Möglicherweise können die Ermittler aus Minden dort anknüpfen und Verbindungen herstellen, „da die Tankstelle in Eisbergen ja nicht weit von der Landesgrenze entfernt liegt“. Wer am Sonntag, 12. Dezember, rund um die Tatzeit 20.30 Uhr etwas beobachtet hat, kann sich noch immer an die Polizei wenden: Telefon (05 71) 88 66 0. Die Angestellte beschreibt den Täter wie folgt: Er ist schlank, etwa 1,70 Meter groß und trug zur Tatzeit eine auffällige blau-schwarze Jacke und eine dunkle Jogginghose mit weißen Streifen. Sein Gesicht versteckte er hinter einer medizinischen Maske. Der Mann wirkte laut Kassierein jünger.

Es ist bei Weitem nicht der erste Überfall auf die Eisberger Tankstelle. Schon im November 2000 spricht die Polizei von einer Serie von Überfällen in der Weserstraße. Dreimal suchen Täter den Verkaufsraum innerhalb nur eines Vierteljahres auf. Auch in den Jahren 2005 und 2011 überfallen Unbekannte die Tankstelle in Eisbergen. Immer wieder sprühen sie mit Reizgas auf ihre Opfer hinter dem Verkaufstresen und fliehen mit den jeweiligen Tageseinnahmen – immer zu Fuß, vermutlich zu einem etwas abseits abgestellten Fluchtwagen. Für die Polizei ist dieser abgelegene Teil Portas nur schwer dauerhaft zu überwachen. Die Anfahrt für Streifenwagen ist weit. Wohl auch deshalb suchen sich Tankstellenräuber immer wieder diese Filiale aus. Der Tankstellenbetreiber hat sich auf eine MT-Anfrage bisher nicht geäußert.

Immer wieder trifft es auch andere Betreiber in Porta Westfalica. Im Mai überfallen zwei zunächst unbekannte Täter die Tankstelle am Kirchsiek in Hausberge. Auch hier kommen sie an einem Sonntagabend und erbeuten die Tageseinnahmen aus der Kasse. Glück für die Polizei: Aufgrund einer präzisen Personenbeschreibung können die Ermittler die beiden Täter nach kurzer Flucht zu Fuß hinter dem Haus Kurfürst in Neesen schon kurz nach dem Überfall festnehmen. Einer der beiden Festgenommenen – ein 20-Jähriger – kommt aus Rinteln.


Auch im Vorjahr registriert die Polizei zwei Überfälle auf Tankstellen in Porta Westfalica. Jeweils an einem Dienstag werden die Aral-Tankstelle auf dem Autohof an der A2 in Holtrup und die Jet-Tankstelle in der Portastraße in Barkhausen überfallen. Die bewaffneten Täter können in beiden Fällen flüchten. Letztere Tankstelle war im Jahr 2009 schon einmal Ziel eines Überfalls. Aus der Häufung solcher Überfälle hat die Jet-Gruppe Deutschland mittlerweile Konsequenzen gezogen, wie Sprecher Nikolai Lassen auf MT-Anfrage erklärt. „Generell haben die Themen Sicherheit und Kriminalitätsprävention für uns und unsere Tankstellen höchste Priorität.“ Das betreffe vor allem die Sicherheitsvorkehrungen, um die Tankstellen so sicher wie möglich zu machen vor Einbrüchen und Überfällen. Zudem gebe es regelmäßige Schulungen für die selbstständigen Tankstellenbetreiber und ihre Teams, die im Namen von Jet Kraftstoff verkaufen.

Details zu den Sicherheitsmaßnahmen will der Sprecher allerdings nicht nennen, um potenziellen Tätern keinen Wissensvorsprung zu verschaffen.

Copyright © Mindener Tageblatt 2022
Texte und Fotos von MT.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.
Mehr zum Thema