Im August geht's los: Große Umbaupläne für den Porta Markt in Barkhausen Dirk Haunhorst Porta Westfalica-Barkhausen. Die Porta-Unternehmensgruppe hat große Umbaupläne im Gewerbegebiet Barkhausen. Der Gebäudetrakt,

Im August geht's los: Große Umbaupläne für den Porta Markt in Barkhausen

Moderne Optik mit viel Glas: So soll die neue Fachmarktimmobilie im Zentrum des Barkhauser Gewerbegebiets aussehen. Der Media-Markt i(im Hintergrund) ist vom Umbau nicht betroffen. Visualisierung: Porta-Unternehmensgruppe © Lohmann Architekten

Porta Westfalica-Barkhausen. Die Porta-Unternehmensgruppe hat große Umbaupläne im Gewerbegebiet Barkhausen. Der Gebäudetrakt, in dem sich unter anderem der Schuhhändler Reno befindet, wird komplett abgerissen, um einem Neubau in etwa gleichem Umfang Platz zu machen. Die Arbeiten beginnen Mitte August, der Abriss soll bis zum Jahresende dauern. Von Januar an wird dann das neue Gebäude errichtet. Ziel ist, dass die Mieter noch im November 2022 einziehen können, um das Weihnachtsgeschäft mitzunehmen. Diese Eckpunkte nannte Achim Fahrenkamp, Geschäftsführender Gesellschafter der Porta-Unternehmensgruppe, dem MT.

In dem lang gezogenen Gebäude hatten bislang die Händler Reno, Kik, C&A sowie Tuchfühlung Ladenflächen gemietet. Seit Wochen kündigen Rabattaktionen an den Schaufenstern vom bevorstehenden Auszug, der zum Teil schon vollzogen ist. Der benachbarte Media-Markt ist von dem Umbau nicht betroffen, seine Fassade soll aber optisch angepasst werden. Das neue Gebäude wird den Plänen zufolge so hoch wie der Media-Markt und damit etwas größer als das Altgebäude.

Wie Fahrenkamp mitteilt, führe sein Unternehmen mit allen bisherigen Mietern Gespräche über eine Fortsetzung der Zusammenarbeit im künftigen Neubau. Fest stehe, dass dort wieder Textilien und Schuhe zum Sortiment gehören sollen. Möglich ist auch die Einrichtung von Büros. Neu ist, dass am Gebäudekopf eine Bäckerei und Gastronomie einziehen werden. Namen der Verhandlungspartner nannte Fahrenkamp nicht. In der Vergangenheit war aber bereits vom Schnellrestaurant Subway die Rede. Dessen zuständiger Gebietsentwickler Nico Crawford zeigte sich gestern auf MT-Anfrage zuversichtlich und teilte mit, dass lediglich noch Detailfragen zu klären seien.


Offen ist, ob die bisherigen Mieter nach Barkhausen zurückkehren werden. Die HR Group teilte gestern auf Anfrage mit, dass sie nach Fertigstellung des neuen Gebäudes gerne wieder mit einer Reno-Filiale dabei sein würde. „Hier stehen wir mit dem Eigentümer in Verhandlung." Die von der Schließung betroffenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Reno-Filiale hätten zum Teil an andere Standorte versetzt werden können. Beispielsweise sei eine Auszubildende in Osnabrück untergekommen. Andere hätten aufgrund fehlender Mobilität gekündigt und wollten sich eine andere Beschäftigung suchen.

Bald Geschichte: Der Räumungsverkauf in diesem Gebäude geht zu Ende. Der Abriss soll Mitte August beginnen. MT-Foto: Dirk Haunhorst - © HAunhorst
Bald Geschichte: Der Räumungsverkauf in diesem Gebäude geht zu Ende. Der Abriss soll Mitte August beginnen. MT-Foto: Dirk Haunhorst - © HAunhorst

Die Umbaupläne für den Fachmarktriegel entlang der Feldstraße sind mehr als zwei Jahre alt. Die Stadtverwaltung informierte im Frühjahr 2019 die Politiker über den Bauantrag. Das Planungsamt hatte zuvor die Einhaltung der Verkaufsflächenobergrenze geprüft und eine positive Stellungnahme abgegeben. Die Verwaltung bewertete den Bauantrag seinerzeit als unproblematisch, verwirklicht wird das Projekt erst jetzt.

Das neue Gebäude soll sich optisch deutlich besser in die Nachbarschaft mit E-Center und Möbelhaus einfügen als die Bestandsimmobilie. Erste Überlegungen, das Gebäude zu sanieren, wurden wegen der umfangreichen Baustellen zugunsten eines Neubaus verworfen. Dieser soll auch energetisch modernen Anforderungen genügen und unter anderem ein Photovoltaikdach erhalten. Zu den Veränderungen zählt auch die Umgestaltung des Parkplatzes zu einer großen zusammenhängenden Fläche.

Achim Fahrenkamp machte auf Nachfrage keine Angabe zur genauen Höhe der Millioneninvestition. Diese diene in erster Linie der Attraktivitätssteigerung des Einkaufszentrums Porta-Markt.

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