ICE-Trasse: Rat fordert in Resolution Ausbau der Bestandsstrecke Porta Westfalica (mt/dh). Der Portaner Stadtrat hat einstimmig eine Resolution zur Modernisierung der vorhandenen Bahnstrecken zwischen Bielefeld und Hannover verabschiedet. Adressaten sind die Verkehrsministerien auf Bundes- und Landesebene mit den verantwortlichen Ministern und Staatssekretären. Der Rat unterstützt grundsätzlich die Realisierung eines deutschlandweit abgestimmten integralen Taktfahrplans (Deutschlandtakt) und die dafür erforderlichen Investitionen in Infrastruktur, Technik und Organisation des Netzes der Deutschen Bahn. Um Eingriffe in Natur und Landschaft möglichst gering zu halten, sollte dies mithilfe der Ertüchtigung vorhandener Trassen erfolgen. „In unserer Region sind dabei insbesondere die Kapazitätserweiterung, die Engpass-Beseitigung und die technische Modernisierung der Linien Bielefeld–Minden, Minden–Seelze, Löhne–Hameln–Elze, Minden–Nienburg sowie Bielefeld–Bünde–Rahden–Bassum elementar wichtig“, steht in der Resolution. „Ebenso halten wir einen zusätzlichen Bahnhaltepunkt der Linie RB 77 im Süden von Porta Westfalica auf der Strecke Bünde–Hildesheim für erforderlich.“ Die derzeitigen Pläne des Bundesverkehrsministeriums sehen allerdings Schnellfahrstrecken vor, die auf 300 km/h ausgelegt sind. Solche Konzepte nützten nicht dem „Deutschlandtakt“, meinen die Portaner Politiker. In den Vordergrund rücke die Fahrzeitverkürzung um ihrer selbst willen. Es sei zu befürchten, dass hohe Investitionskosten und langwierige Bauzeiten für wenige Strecken die flächendeckende Verbesserung des Eisenbahnnetzes verzögerten und einer Steigerung der Bahn-Attraktivität entgegenstünden. Zudem wäre eine Abkopplung des Bahnhofs Minden vom überregionalen Bahnverkehr eine zusätzliche Schädigung des Wirtschaftsstandortes Minden-Lübbecke. Der Portaner Stadtrat fordert deshalb einen Ausbau der vorhandenen Bestandsstrecken für einen integralen Taktfahrplan. Der Stadtrat erwartet außerdem von der Bundesregierung und dem Deutschen Bundestag, dass die Vorgabe einer Fahrzeit im Schienenpersonenfernverkehr zwischen Hannover und Bielefeld von 31 Minuten (ICE-Neubautrasse) gestrichen wird, so dass der Ausbau der Bestandsstrecke möglich wird. Derzeit seien fünf Neubau-Trassen als Planungsvarianten im Gespräch, von denen drei selbst nicht die Fahrtzeitvorgabe von 31 Minuten einhielten, kritisieren die Portaner Politiker. Sie fordern, „dass das Beteiligungsverfahren durch die Deutsche Bahn ergebnisoffen durchgeführt und der durchgängige Ausbau der Bestandsstrecken als zusätzliche Variante in den Planungsauftrag aufgenommen wird“.

ICE-Trasse: Rat fordert in Resolution Ausbau der Bestandsstrecke

Die Stadt wehrt sich gegen ein mögliche neue ICE-Trasse durch Porta. Foto: Imago Images © imago/Gottfried Czepluch

Porta Westfalica (mt/dh). Der Portaner Stadtrat hat einstimmig eine Resolution zur Modernisierung der vorhandenen Bahnstrecken zwischen Bielefeld und Hannover verabschiedet. Adressaten sind die Verkehrsministerien auf Bundes- und Landesebene mit den verantwortlichen Ministern und Staatssekretären.

Der Rat unterstützt grundsätzlich die Realisierung eines deutschlandweit abgestimmten integralen Taktfahrplans (Deutschlandtakt) und die dafür erforderlichen Investitionen in Infrastruktur, Technik und Organisation des Netzes der Deutschen Bahn. Um Eingriffe in Natur und Landschaft möglichst gering zu halten, sollte dies mithilfe der Ertüchtigung vorhandener Trassen erfolgen. „In unserer Region sind dabei insbesondere die Kapazitätserweiterung, die Engpass-Beseitigung und die technische Modernisierung der Linien Bielefeld–Minden, Minden–Seelze, Löhne–Hameln–Elze, Minden–Nienburg sowie Bielefeld–Bünde–Rahden–Bassum elementar wichtig“, steht in der Resolution. „Ebenso halten wir einen zusätzlichen Bahnhaltepunkt der Linie RB 77 im Süden von Porta Westfalica auf der Strecke Bünde–Hildesheim für erforderlich.“

Die derzeitigen Pläne des Bundesverkehrsministeriums sehen allerdings Schnellfahrstrecken vor, die auf 300 km/h ausgelegt sind. Solche Konzepte nützten nicht dem „Deutschlandtakt“, meinen die Portaner Politiker. In den Vordergrund rücke die Fahrzeitverkürzung um ihrer selbst willen. Es sei zu befürchten, dass hohe Investitionskosten und langwierige Bauzeiten für wenige Strecken die flächendeckende Verbesserung des Eisenbahnnetzes verzögerten und einer Steigerung der Bahn-Attraktivität entgegenstünden. Zudem wäre eine Abkopplung des Bahnhofs Minden vom überregionalen Bahnverkehr eine zusätzliche Schädigung des Wirtschaftsstandortes Minden-Lübbecke.

Der Portaner Stadtrat fordert deshalb einen Ausbau der vorhandenen Bestandsstrecken für einen integralen Taktfahrplan. Der Stadtrat erwartet außerdem von der Bundesregierung und dem Deutschen Bundestag, dass die Vorgabe einer Fahrzeit im Schienenpersonenfernverkehr zwischen Hannover und Bielefeld von 31 Minuten (ICE-Neubautrasse) gestrichen wird, so dass der Ausbau der Bestandsstrecke möglich wird.

Derzeit seien fünf Neubau-Trassen als Planungsvarianten im Gespräch, von denen drei selbst nicht die Fahrtzeitvorgabe von 31 Minuten einhielten, kritisieren die Portaner Politiker. Sie fordern, „dass das Beteiligungsverfahren durch die Deutsche Bahn ergebnisoffen durchgeführt und der durchgängige Ausbau der Bestandsstrecken als zusätzliche Variante in den Planungsauftrag aufgenommen wird“.

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