Hochwasserkatastrophe: Ist Porta für solche Gefahren gerüstet? Porta Westfalica (mt/dh). Angesichts der aktuellen Hochwasserkatastrophe fragt sich die Wählergemeinschaft Porta (WP), ob Porta Westfalica für solche Gefahrenlagen gerüstet ist. Gerade Ortsteile, die von extremen Hanglagen umgeben sind, hält die WP für gefährdet. Dies gelte unter anderem für Hausberge aufgrund der besonderen Gebietscharakteristik. Da Klimaforscher eine klare Zunahme von Starkregen-Ereignissen vorhersagten, sollte die Stadt Porta Westfalica eine Hochwassergefahrenanalyse machen. Zwar beschreibe der Hochwasser-Aktionsplan Weser der Bezirksregierung mögliche Gefahrenlagen und Überschwemmungsbereiche bei Flusshochwasser. Prognosen bei Überschwemmungen aufgrund von Starkregenereignissen und Sturzfluten seien dagegen bislang kaum betrachtet worden. Dabei mache Starkregen wie im August vorigen Jahres zwischen Eisbergen und Kleinenbremen deutlich, dass diese Ereignisse nicht nur zahlenmäßig zugenommen hätten, sondern auch, dass jeder Leidtragender solcher Naturereignisse werden könne. Die Wählergemeinschaft fordert, dass die Stadt für den Ernstfall gerüstet ist. Das Starkregen-Risikomanagement sei bereits vorige Woche Gegenstand eines Gesprächs mit der Bürgermeisterin gewesen. Der WP geht es um eine Analyse der Risikogebiete aufgrund topographischer Lagen und der baulichen Gegebenheiten vor Ort sowie um Notfallpläne und um das richtige Verhalten im Ernstfall. Auch müssten die Bürgerinnen und Bürger für die Gefahren solcher Extremwetterereignisse sensibilisiert werden. Bestimmte Lagen seien möglicherweise stärker von einer Überschwemmung bedroht als andere. Wichtig sei auch die Frage, wie die Bevölkerung vor Gefahren gewarnt werde, „angesichts der Tatsache, dass beim letzten landesweiten Probealarm keine Sirene in der Stadt heulte“. Klar sei bereits heute, so die WP, dass es im Zuge des Klimawandels zu einer Zunahme extremer Regenereignisse kommen werde. Hier müsse Vorsorge getroffen werden, zum Beispiel durch ökologischen Hochwasserschutz und Flächenentsiegelung. Gerade der aktive, gestalterische Umgang mit Niederschlagswasser innerhalb der Siedlungsbereiche sei dabei ein zentrales Thema, da in den vergangenen Jahren aufgrund des Baubooms Flächen versiegelt worden seien. Darüber hinaus müssten die Systeme der Stadtentwässerung überprüft und eventuell angepasst werden. Auch das MT hat Fragen zum Bevölkerungsschutz bei Hochwasser an die Stadtverwaltung gerichtet. Die Antworten seien in Arbeit, hieß es dazu am Dienstag.

Hochwasserkatastrophe: Ist Porta für solche Gefahren gerüstet?

Hochwasser © privat/Bundeswehr

Porta Westfalica (mt/dh). Angesichts der aktuellen Hochwasserkatastrophe fragt sich die Wählergemeinschaft Porta (WP), ob Porta Westfalica für solche Gefahrenlagen gerüstet ist. Gerade Ortsteile, die von extremen Hanglagen umgeben sind, hält die WP für gefährdet. Dies gelte unter anderem für Hausberge aufgrund der besonderen Gebietscharakteristik. Da Klimaforscher eine klare Zunahme von Starkregen-Ereignissen vorhersagten, sollte die Stadt Porta Westfalica eine Hochwassergefahrenanalyse machen. Zwar beschreibe der Hochwasser-Aktionsplan Weser der Bezirksregierung mögliche Gefahrenlagen und Überschwemmungsbereiche bei Flusshochwasser. Prognosen bei Überschwemmungen aufgrund von Starkregenereignissen und Sturzfluten seien dagegen bislang kaum betrachtet worden. Dabei mache Starkregen wie im August vorigen Jahres zwischen Eisbergen und Kleinenbremen deutlich, dass diese Ereignisse nicht nur zahlenmäßig zugenommen hätten, sondern auch, dass jeder Leidtragender solcher Naturereignisse werden könne.

Die Wählergemeinschaft fordert, dass die Stadt für den Ernstfall gerüstet ist. Das Starkregen-Risikomanagement sei bereits vorige Woche Gegenstand eines Gesprächs mit der Bürgermeisterin gewesen. Der WP geht es um eine Analyse der Risikogebiete aufgrund topographischer Lagen und der baulichen Gegebenheiten vor Ort sowie um Notfallpläne und um das richtige Verhalten im Ernstfall. Auch müssten die Bürgerinnen und Bürger für die Gefahren solcher Extremwetterereignisse sensibilisiert werden. Bestimmte Lagen seien möglicherweise stärker von einer Überschwemmung bedroht als andere. Wichtig sei auch die Frage, wie die Bevölkerung vor Gefahren gewarnt werde, „angesichts der Tatsache, dass beim letzten landesweiten Probealarm keine Sirene in der Stadt heulte“.

Klar sei bereits heute, so die WP, dass es im Zuge des Klimawandels zu einer Zunahme extremer Regenereignisse kommen werde. Hier müsse Vorsorge getroffen werden, zum Beispiel durch ökologischen Hochwasserschutz und Flächenentsiegelung.


Gerade der aktive, gestalterische Umgang mit Niederschlagswasser innerhalb der Siedlungsbereiche sei dabei ein zentrales Thema, da in den vergangenen Jahren aufgrund des Baubooms Flächen versiegelt worden seien. Darüber hinaus müssten die Systeme der Stadtentwässerung überprüft und eventuell angepasst werden.

Auch das MT hat Fragen zum Bevölkerungsschutz bei Hochwasser an die Stadtverwaltung gerichtet. Die Antworten seien in Arbeit, hieß es dazu am Dienstag.

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