Hilfe erwünscht: Kleinenbremer möbeln altes Backhaus auf Stefan Lyrath Porta Westfalica-Kleinenbremen. Rund 15 Jahre nach dem Umzug neben die Grundschule hat in Kleinenbremen der Innenausbau des Meierhof-Backhauses begonnen. Gefördert wird das Projekt mit rund 20.000 Euro. Im Gegenzug muss der Heimatverein mehr als 500 Stunden Eigenleistung erbringen. Bis zum Ende dieses Jahres müssen die Arbeiten beendet sein. „Das schaffen wir“, sagt Bauleiter Werner Wippermann. „Da können wir sogar noch 14 Tage Urlaub machen“, fügt der zweite Vorsitzende des Heimatvereins im Scherz hinzu. „Für mich ist das keine Arbeit, sondern Beschäftigung“, sagt Dieter Lahmann, einer der freiwilligen Helfer. Er kommt extra aus Bückeburg-Bergdorf. „Dieses Haus mit seinen historischen Hintergrund hat es verdient“, erklärt Reinhardt Waldeck, warum er sich ehrenamtlich engagiert. „Damit kann ich mich identifizieren.“ Zum harten Kern gehören außerdem Friedrich Meier, Kai Ohrdorf und Wolfgang Winkler. Insgesamt sind zehn bis zwölf Leute im Einsatz. Um die Genehmigung hatte sich Heino Heine gekümmert. Er übernahm die Korrespondenz mit den Denkmalbehörden der Stadt und in Münster. Gebacken wird im Backhaus Meierhof jetzt seit etwa zehn Jahren. In Betrieb ist es vor allem beim Dorfmarkt und dem Großflohmarkt „Lütgenbremer Klüngel“. Walter Caselitz, Vorsitzender des Heimatvereins, könnte sich vorstellen, dass es künftig außerdem ein Dorfbacken gibt. „Dann bringen die Leute ihren Teig mit und backen für den eigenen Bedarf“, erklärt er. Früher war das auf den Dörfern üblich, weil nicht zu jedem Wohnhaus ein Backhaus gehörte. Allein schon wegen seiner imposanten Größe (75 Quadratmeter Grundfläche, fast acht Meter Firsthöhe) gilt das vor rund 200 Jahren errichtete Meierhof-Backhaus als einmalig in ganz Ostwestfalen. Historisch besonders wertvoll ist der Doppelofen, der auf den Namen „Fridolin“ hört. Nur einen Steinwurf entfernt liegt die sanierte Mönkhoffsche Wassermühle. Das ist bei Mahl- und Backtagen praktisch. Vorausgegangen war dem Umzug des Backhauses 2005 ein regelrechter Denkmal-Krimi. Das Gebäude stand an einem anderen Ort in Kleinenbremen und sollte ins Schaumburger Land verkauft werden, wo es als Wohnhaus wieder errichtet worden wäre. Der Heimatverein verhinderte den Abtransport und sorgte dafür, dass das Backhaus ins Eigentum der Stadt Porta Westfalica überging. Beim Wiederaufbau fanden Langzeitarbeitslose eine Beschäftigung. „Auf dem Meierhof war das Backhaus vor langer Zeit aus zwei alten Gebäuden zusammengebaut worden. Deshalb ist es jetzt kompliziert, eine gerade Wand herzustellen“, berichtet Bauleiter Werner Wippermann. Zum Innenausbau gehören oder gehörten das Verputzen des gesamten Erdgeschosses, die Verkleidung der Decke mit Eichenbohlen und Acrylglasplatten, eine teilweise Neuinstallation der Elektrik sowie das Verlegen von Rohren und Leitungen. Von außen sind Stellbretter unters Dach gekommen, um den Traufbereich zu schließen und die Dämmung zu verbessern. Von innen werden diese Stellen zugemauert, damit es nicht mehr durchziehen kann. Im Obergeschoss geht es vor allem um die Einhausung des Treppenaufganges, „um auch hier die energetische Situation zu verbessern“, so Heino Heine. Firmen haben sich um den Innenputz gekümmert, Stellbretter gesetzt, Traufen ausgemauert, neue Wasserleitungen und Heizungsrohre verlegt. In Eigenleistung wurde ausgeräumt, saubergemacht, wurden die Putzarbeiten vorbereitet, eine Unterkonstruktion für die Deckenverkleidung und die Einhausung gebaut. Wer mithelfen möchte, kann sich unter der Telefonnummer (0 57 22) 90 55 15 melden.

Hilfe erwünscht: Kleinenbremer möbeln altes Backhaus auf

Beim Innenbau im Einsatz: Dieter Lahmann, Reinhardt Waldeck, Heino Heine, Helga Wenzel und Walter Caselitz, Vorsitzender des Heimatvereins (von links). Foto: Stefan Lyrath © lyrath

Porta Westfalica-Kleinenbremen. Rund 15 Jahre nach dem Umzug neben die Grundschule hat in Kleinenbremen der Innenausbau des Meierhof-Backhauses begonnen. Gefördert wird das Projekt mit rund 20.000 Euro. Im Gegenzug muss der Heimatverein mehr als 500 Stunden Eigenleistung erbringen. Bis zum Ende dieses Jahres müssen die Arbeiten beendet sein. „Das schaffen wir“, sagt Bauleiter Werner Wippermann. „Da können wir sogar noch 14 Tage Urlaub machen“, fügt der zweite Vorsitzende des Heimatvereins im Scherz hinzu.

„Für mich ist das keine Arbeit, sondern Beschäftigung“, sagt Dieter Lahmann, einer der freiwilligen Helfer. Er kommt extra aus Bückeburg-Bergdorf. „Dieses Haus mit seinen historischen Hintergrund hat es verdient“, erklärt Reinhardt Waldeck, warum er sich ehrenamtlich engagiert. „Damit kann ich mich identifizieren.“

Zum harten Kern gehören außerdem Friedrich Meier, Kai Ohrdorf und Wolfgang Winkler. Insgesamt sind zehn bis zwölf Leute im Einsatz. Um die Genehmigung hatte sich Heino Heine gekümmert. Er übernahm die Korrespondenz mit den Denkmalbehörden der Stadt und in Münster.

Gebacken wird im Backhaus Meierhof jetzt seit etwa zehn Jahren. In Betrieb ist es vor allem beim Dorfmarkt und dem Großflohmarkt „Lütgenbremer Klüngel“. Walter Caselitz, Vorsitzender des Heimatvereins, könnte sich vorstellen, dass es künftig außerdem ein Dorfbacken gibt. „Dann bringen die Leute ihren Teig mit und backen für den eigenen Bedarf“, erklärt er. Früher war das auf den Dörfern üblich, weil nicht zu jedem Wohnhaus ein Backhaus gehörte.

Allein schon wegen seiner imposanten Größe (75 Quadratmeter Grundfläche, fast acht Meter Firsthöhe) gilt das vor rund 200 Jahren errichtete Meierhof-Backhaus als einmalig in ganz Ostwestfalen. Historisch besonders wertvoll ist der Doppelofen, der auf den Namen „Fridolin“ hört. Nur einen Steinwurf entfernt liegt die sanierte Mönkhoffsche Wassermühle. Das ist bei Mahl- und Backtagen praktisch.

Vorausgegangen war dem Umzug des Backhauses 2005 ein regelrechter Denkmal-Krimi. Das Gebäude stand an einem anderen Ort in Kleinenbremen und sollte ins Schaumburger Land verkauft werden, wo es als Wohnhaus wieder errichtet worden wäre. Der Heimatverein verhinderte den Abtransport und sorgte dafür, dass das Backhaus ins Eigentum der Stadt Porta Westfalica überging. Beim Wiederaufbau fanden Langzeitarbeitslose eine Beschäftigung.

„Auf dem Meierhof war das Backhaus vor langer Zeit aus zwei alten Gebäuden zusammengebaut worden. Deshalb ist es jetzt kompliziert, eine gerade Wand herzustellen“, berichtet Bauleiter Werner Wippermann. Zum Innenausbau gehören oder gehörten das Verputzen des gesamten Erdgeschosses, die Verkleidung der Decke mit Eichenbohlen und Acrylglasplatten, eine teilweise Neuinstallation der Elektrik sowie das Verlegen von Rohren und Leitungen.

Von außen sind Stellbretter unters Dach gekommen, um den Traufbereich zu schließen und die Dämmung zu verbessern. Von innen werden diese Stellen zugemauert, damit es nicht mehr durchziehen kann. Im Obergeschoss geht es vor allem um die Einhausung des Treppenaufganges, „um auch hier die energetische Situation zu verbessern“, so Heino Heine.

Firmen haben sich um den Innenputz gekümmert, Stellbretter gesetzt, Traufen ausgemauert, neue Wasserleitungen und Heizungsrohre verlegt. In Eigenleistung wurde ausgeräumt, saubergemacht, wurden die Putzarbeiten vorbereitet, eine Unterkonstruktion für die Deckenverkleidung und die Einhausung gebaut. Wer mithelfen möchte, kann sich unter der Telefonnummer (0 57 22) 90 55 15 melden.

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