Heimatkunde steht auf dem Stundenplan Lehrer Herbert Wiese neuer Ortsheimatpfleger in Hausberge / Internet spielt wichtige Rolle Von Stefan Lyrath Porta Westfalica-Hausberge (Ly). Herbert Wiese, neuer Heimatpfleger in Hausberge, wünscht sich eine enge Zusammenarbeit mit seinen Kollegen. "Von unseren Archiven würden wir gegenseitig profitieren", sagt er. Eine wichtige Rolle soll in Zukunft das Internet spielen. "Die NHP-Homepage könnte eine Seite für alle Ortsheimatpfleger sein", schlägt Wiese vor. NHP ist die Abkürzung für den Verein Naturschutz und Heimatpflege Porta, dem der 61-jährige Lehrer vorsitzt. Eine Wandertour durch Hausberge, abgedruckt im ersten Band des Natur- und Heimatführers "Wandern, Radeln, Erkunden", steht bereits auf der Seite (www.nhporta.de). Für andere Ortschaften wäre so etwas ebenfalls denkbar.Damit sich Internet-Surfer stundenlang mit Hausberge beschäftigen sollen, werden weitere Texte, Fotos und Links (Verknüpfungen mit anderen Seiten) hinzukommen. Das, so hofft Herbert Wiese, macht Appetit auf mehr. Im kommenden Jahr möchte der Ortsheimatpfleger dann Rundgänge anbieten, auf denen er zum Beispiel "auch über Pflanzen etwas erzählen" will. Zudem soll es "ein bisschen was Haptisches" geben. Mit anderen Worten: nicht nur gucken, sondern auch anfassen - Steine zum Beispiel."Wegen meiner Tätigkeit im NHP liegt es nahe, dass ich mich im besonderen Maße um die Aspekte Natur und Landschaft kümmere", erklärt Wiese. Die Ortsgeschichte sei bereits gut aufgearbeitet, unter anderem durch Chronist Hans-Martin Polte sowie den bisherigen Heimatpfleger Albert Münstermann, auf dessen umfangreiches Archiv der Neue zurückgreifen kann. Münstermann, verabschiedet im Dezember 2009, war fast drei Jahrzehnte lang im Amt.Auf dem Stundenplan steht künftig Heimatkunde: Im Sommer 2012 tritt Herbert Wiese, von Beruf Konrektor der Realschule, in die passive Phase der Altersteilzeit ein. Um die freie Zeit sinnvoll zu nutzen, hat der 61-Jährige neben seinem Ehrenamt als NHP-Chef noch den Part des Heimatpflegers übernommen.Als Pensionär die Füße hochlegen - das wäre nichts für ihn. "Ich möchte die heimische Bevölkerung für das interessieren, was wir haben. Wenn gleichzeitig der Tourismus angekurbelt wird, habe ich nichts dagegen." Moderner Medien bedient sich der gebürtige Hahler, weil er zunehmend jüngere Leute ansprechen will. An alle Einwohner appelliert er, Dateien für den Internet-Auftritt zu schicken.Politisch will sich Wiese "einmischen", um zu "gucken, wie der Ort lebens- und liebenswert bleibt". Der Erhalt von Baudenkmälern müsse auch einen Sinn ergeben. Mit der Planung für das Hausberger Hofviertel und insbesondere den vorgesehenen Fassaden kann sich der neue Heimatpfleger anfreunden.Kontakt hat er bereits zum Verein "Arbeits-Leben-Zentrum" aufgenommen, der Langzeitarbeitslose beschäftigt und deren Eingliederung fördert. Ihm schwebt vor, Bänke und Wanderwege auf Vordermann zu bringen. Wiese kündigt an: "Ich werde Hausberge nach solchen Ecken durchforsten."

Heimatkunde steht auf dem Stundenplan

Porta Westfalica-Hausberge (Ly). Herbert Wiese, neuer Heimatpfleger in Hausberge, wünscht sich eine enge Zusammenarbeit mit seinen Kollegen. "Von unseren Archiven würden wir gegenseitig profitieren", sagt er.

Nutzt das Internet, um auch jüngere Leute anzusprechen: Heimatpfleger Herbert Wiese. - © Foto: Stefan Lyrath
Nutzt das Internet, um auch jüngere Leute anzusprechen: Heimatpfleger Herbert Wiese. - © Foto: Stefan Lyrath

Eine wichtige Rolle soll in Zukunft das Internet spielen. "Die NHP-Homepage könnte eine Seite für alle Ortsheimatpfleger sein", schlägt Wiese vor. NHP ist die Abkürzung für den Verein Naturschutz und Heimatpflege Porta, dem der 61-jährige Lehrer vorsitzt. Eine Wandertour durch Hausberge, abgedruckt im ersten Band des Natur- und Heimatführers "Wandern, Radeln, Erkunden", steht bereits auf der Seite (www.nhporta.de). Für andere Ortschaften wäre so etwas ebenfalls denkbar.

Damit sich Internet-Surfer stundenlang mit Hausberge beschäftigen sollen, werden weitere Texte, Fotos und Links (Verknüpfungen mit anderen Seiten) hinzukommen. Das, so hofft Herbert Wiese, macht Appetit auf mehr. Im kommenden Jahr möchte der Ortsheimatpfleger dann Rundgänge anbieten, auf denen er zum Beispiel "auch über Pflanzen etwas erzählen" will. Zudem soll es "ein bisschen was Haptisches" geben. Mit anderen Worten: nicht nur gucken, sondern auch anfassen - Steine zum Beispiel.

"Wegen meiner Tätigkeit im NHP liegt es nahe, dass ich mich im besonderen Maße um die Aspekte Natur und Landschaft kümmere", erklärt Wiese. Die Ortsgeschichte sei bereits gut aufgearbeitet, unter anderem durch Chronist Hans-Martin Polte sowie den bisherigen Heimatpfleger Albert Münstermann, auf dessen umfangreiches Archiv der Neue zurückgreifen kann. Münstermann, verabschiedet im Dezember 2009, war fast drei Jahrzehnte lang im Amt.

Auf dem Stundenplan steht künftig Heimatkunde: Im Sommer 2012 tritt Herbert Wiese, von Beruf Konrektor der Realschule, in die passive Phase der Altersteilzeit ein. Um die freie Zeit sinnvoll zu nutzen, hat der 61-Jährige neben seinem Ehrenamt als NHP-Chef noch den Part des Heimatpflegers übernommen.

Als Pensionär die Füße hochlegen - das wäre nichts für ihn. "Ich möchte die heimische Bevölkerung für das interessieren, was wir haben. Wenn gleichzeitig der Tourismus angekurbelt wird, habe ich nichts dagegen." Moderner Medien bedient sich der gebürtige Hahler, weil er zunehmend jüngere Leute ansprechen will. An alle Einwohner appelliert er, Dateien für den Internet-Auftritt zu schicken.

Politisch will sich Wiese "einmischen", um zu "gucken, wie der Ort lebens- und liebenswert bleibt". Der Erhalt von Baudenkmälern müsse auch einen Sinn ergeben. Mit der Planung für das Hausberger Hofviertel und insbesondere den vorgesehenen Fassaden kann sich der neue Heimatpfleger anfreunden.

Kontakt hat er bereits zum Verein "Arbeits-Leben-Zentrum" aufgenommen, der Langzeitarbeitslose beschäftigt und deren Eingliederung fördert. Ihm schwebt vor, Bänke und Wanderwege auf Vordermann zu bringen. Wiese kündigt an: "Ich werde Hausberge nach solchen Ecken durchforsten."

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