Update: Großeinsatz nach Schaden an Gasleitung in Nammen beendet Thomas Lieske Porta Westfalica-Nammen. Eine angebohrte Gasleitung in der Straße Im Diekhoff in Nammen hat am Donnerstagvormittag einen größeren Einsatz von Rettungskräften ausgelöst. Wie Randulph Noack, Geschäftsführer der Stadtwerke Porta Westfalica, in einem ersten Gespräch bestätigt, sei dies bei Tiefbauarbeiten durch eine Fremdfirma geschehen. Nach seinen Aussagen wurde die Gasleitung schnell abgeschiebert und damit vorübergehend abgedreht. Mindestens ein Haushalt, der offenbar zu nah am Unglücksort lag, musste vorübergehend evakuiert werden – eine reine Vorsichtsmaßnahme, wie Noack erklärt. Mitarbeiter der Stadtwerke seien schnell am Einsatzort gewesen, um die Leitung zu reparieren und das schadhafte Stück auszutauschen. Betroffen war Noacks Angaben zufolge ein kleinerer Stichweg mit fünf bis sechs Haushalten in Nammen, die für die Dauer der Reparatur ohne Gasversorgung gewesen seien. Noch im Laufe des Tages sorgten Mitarbeiter der Stadtwerke dafür, dass die Leitung wieder funktionierte. Grundsätzlich gehe von Gas eine Gefahr aus, wenn die Konzentration in der Luft einen gewissen Schwellenwert überschreite, erklärt Randulph Noack im MT-Gespräch. Experten sprechen in diesem Fall von der sogenannten unteren Zündgrenze. „Dafür sind die Kollegen mit einem Messgerät geschult worden. So können sie am Unglücksort zunächst den Gasgehalt in der Luft messen.“ Wichtig sei, dass sich keine Zündquellen in der Nähe befinden: Feuerzeug, Handy, Funkgerät, all das sei an einer solchen Unglücksstelle tabu. Ab einer Temperatur von 650 Grad entzünde sich das Luft-Gas-Gemisch, sollte es zu diesem Zeitpunkt eine gewisse Konzentration erreicht haben. Wurde eine Gasleitung beschädigt, gehen die Mitarbeiter immer nach dem gleichen Schema vor: Die Gasleitung wird abgeschiebert, das heißt: Sie wird abgeriegelt, damit kein weiteres Gas aus der Schadstelle austreten kann. Solche Schieberpunkte sind über das gesamte Gasleitungsnetz verteilt eingebaut – ähnlich wie bei Wasserleitungen. An der Schadstelle selbst, erklärt Randulph Noack, bohren die eingesetzten Mitarbeiter dann Löcher in die Gasleitung, um darin in jede Leitungsrichtung eine Art Gummiball mit Luft aufzupumpen. „Wenn die Bälle fest in der Leitung sitzen, kann das beschädigte Teil des Rohrs herausgenommen und durch ein neues Teilstück ersetzt werden.“ Ist alles wieder versiegelt, messen die Experten noch einmal die Gaskonzentration und geben die Unglücksstelle anschließend, wenn alles im grünen Bereich ist, wieder frei. Dass Gas überhaupt über den Geruchssinn wahrnehmbar ist, sei nicht selbstverständlich, erzählt der Stadtwerke-Geschäftsführer. „Gas riecht von Haus aus nicht.“ Deshalb wird an den Gasstationen ein spezieller Geruchsstoff in das Gas gemischt. „Wir sprechen davon, dass wir das Gas parfümieren“, erklärt Noack. Der Geruch durch den zugesetzten Stoff sei bereits weit unterhalb der unteren Zündgrenze wahrnehmbar. „Und bereits bei einem Bruchteil der unteren Zündgrenze würde jeder normale Mensch den Geruch so stark wahrnehmen, dass man meinen könnte, dass eine hohe Gaskonzentration vorliegt.“ Dies sei eine extra eingeführte Sicherheitsstufe, um Gasaustritte bereits frühzeitig wahrnehmen zu können. Es war nicht der erste Zwischenfall an einer Versorgungsleitung im Ortsteil Nammen. Erst vor wenigen Tagen hatten Arbeiter bei Tiefbauarbeiten eine Hauptwasserleitung wenige hundert Meter weiter an der Straße Zur Porta beschädigt. Weil es zuvor bereits zu einem Rohrbruch an einer weiteren Hauptwasserleitung direkt am Wasserwerk gekommen war, saßen zeitweise mehrere Ortsteile auf dem Trockenen.

Update: Großeinsatz nach Schaden an Gasleitung in Nammen beendet

Das Gasleck konnte schnell geschlossen werden. © MT-Foto: Alex Lehn

Porta Westfalica-Nammen. Eine angebohrte Gasleitung in der Straße Im Diekhoff in Nammen hat am Donnerstagvormittag einen größeren Einsatz von Rettungskräften ausgelöst. Wie Randulph Noack, Geschäftsführer der Stadtwerke Porta Westfalica, in einem ersten Gespräch bestätigt, sei dies bei Tiefbauarbeiten durch eine Fremdfirma geschehen. Nach seinen Aussagen wurde die Gasleitung schnell abgeschiebert und damit vorübergehend abgedreht.

Mindestens ein Haushalt, der offenbar zu nah am Unglücksort lag, musste vorübergehend evakuiert werden – eine reine Vorsichtsmaßnahme, wie Noack erklärt. Mitarbeiter der Stadtwerke seien schnell am Einsatzort gewesen, um die Leitung zu reparieren und das schadhafte Stück auszutauschen. Betroffen war Noacks Angaben zufolge ein kleinerer Stichweg mit fünf bis sechs Haushalten in Nammen, die für die Dauer der Reparatur ohne Gasversorgung gewesen seien. Noch im Laufe des Tages sorgten Mitarbeiter der Stadtwerke dafür, dass die Leitung wieder funktionierte.

Grundsätzlich gehe von Gas eine Gefahr aus, wenn die Konzentration in der Luft einen gewissen Schwellenwert überschreite, erklärt Randulph Noack im MT-Gespräch. Experten sprechen in diesem Fall von der sogenannten unteren Zündgrenze. „Dafür sind die Kollegen mit einem Messgerät geschult worden. So können sie am Unglücksort zunächst den Gasgehalt in der Luft messen.“ Wichtig sei, dass sich keine Zündquellen in der Nähe befinden: Feuerzeug, Handy, Funkgerät, all das sei an einer solchen Unglücksstelle tabu. Ab einer Temperatur von 650 Grad entzünde sich das Luft-Gas-Gemisch, sollte es zu diesem Zeitpunkt eine gewisse Konzentration erreicht haben.


Wurde eine Gasleitung beschädigt, gehen die Mitarbeiter immer nach dem gleichen Schema vor: Die Gasleitung wird abgeschiebert, das heißt: Sie wird abgeriegelt, damit kein weiteres Gas aus der Schadstelle austreten kann. Solche Schieberpunkte sind über das gesamte Gasleitungsnetz verteilt eingebaut – ähnlich wie bei Wasserleitungen. An der Schadstelle selbst, erklärt Randulph Noack, bohren die eingesetzten Mitarbeiter dann Löcher in die Gasleitung, um darin in jede Leitungsrichtung eine Art Gummiball mit Luft aufzupumpen. „Wenn die Bälle fest in der Leitung sitzen, kann das beschädigte Teil des Rohrs herausgenommen und durch ein neues Teilstück ersetzt werden.“ Ist alles wieder versiegelt, messen die Experten noch einmal die Gaskonzentration und geben die Unglücksstelle anschließend, wenn alles im grünen Bereich ist, wieder frei.

Dass Gas überhaupt über den Geruchssinn wahrnehmbar ist, sei nicht selbstverständlich, erzählt der Stadtwerke-Geschäftsführer. „Gas riecht von Haus aus nicht.“ Deshalb wird an den Gasstationen ein spezieller Geruchsstoff in das Gas gemischt. „Wir sprechen davon, dass wir das Gas parfümieren“, erklärt Noack. Der Geruch durch den zugesetzten Stoff sei bereits weit unterhalb der unteren Zündgrenze wahrnehmbar. „Und bereits bei einem Bruchteil der unteren Zündgrenze würde jeder normale Mensch den Geruch so stark wahrnehmen, dass man meinen könnte, dass eine hohe Gaskonzentration vorliegt.“ Dies sei eine extra eingeführte Sicherheitsstufe, um Gasaustritte bereits frühzeitig wahrnehmen zu können.

Es war nicht der erste Zwischenfall an einer Versorgungsleitung im Ortsteil Nammen. Erst vor wenigen Tagen hatten Arbeiter bei Tiefbauarbeiten eine Hauptwasserleitung wenige hundert Meter weiter an der Straße Zur Porta beschädigt. Weil es zuvor bereits zu einem Rohrbruch an einer weiteren Hauptwasserleitung direkt am Wasserwerk gekommen war, saßen zeitweise mehrere Ortsteile auf dem Trockenen.

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