Gemeindehäuser als Notunterkünfte: In Hausberge ziehen die ersten Geflüchteten am Dienstag ein Thomas Lieske Porta Westfalica (mt/lies). Der evangelische Kirchenkreis Vlotho will den Kommunen nach Absprache seine Gemeindehäuser als Notunterkunft für Geflüchtete aus der Ukraine zur Verfügung stellen. Das hat die Synode des Kirchenkreises, zu dem auch Porta Westfalica gehört, als höchstes Gremium nun beschlossen. Damit wolle der Kirchenkreis seine Unterstützung vor Ort intensivieren. Die Gemeinde Hausberge-Lohfeld hat das Gemeindehaus in Hausberge bereits zur Verfügung gestellt, erklärt Sprecher Christopher Deppe auf MT-Nachfrage. Laut Pfarrerin Katharina Kenter-Töns wurde der Stadt Porta Westfalica das Gemeindehaus Hausberge als Wohnraum angeboten. Dort ziehen am Dienstag sechs Personen, darunter eine Schwangere, ein. Seit einigen Wochen unterstützt der Evangelische Kirchenkreis Vlotho bereits die Aufnahme und Versorgung ukrainischer Kriegsflüchtlinge in der Partnergemeinde in der Slowakei. „Ich erlebe eine große Hilfsbereitschaft hier vor Ort, durch Sach- und Geldspenden und durch die finanzielle Unterstützung der evangelischen Gemeinde in Liptovský Trnovec in der Slowakei, die Flüchtlinge in ihrem Jugendfreizeithaus aufnimmt“, freut sich Superintendentin Dorothea Goudefroy. Die Superintendentin habe in der vergangenen Woche intensiv mit Bürgermeistern und Vertretern in den vier Städten des Kirchenkreises gesprochen und die Hilfe der Evangelischen Kirche zugesichert, heißt es in einer Mitteilung. In einem Beschluss hielt die Synode dann fest: „Die Kreissynode Vlotho verurteilt den Angriffskrieg auf die Ukraine aufs Schärfste. Sie lässt nicht nach im Gebet für den Frieden.“ Damit verbunden sei eine Selbstverpflichtung und Aufforderung an die Kirchengemeinden. „Wir wollen aus der Ukraine geflüchtete Menschen willkommen heißen, sie im Alltag begleiten und unsere Gemeindehäuser in Absprache mit den Kommunen als Notunterkünfte zur Verfügung zu stellen”, fasst die Superintendentin zusammen. Das beinhalte im Einzelfall auch finanzielle Unterstützung. Eine besondere Stärke der Gemeinden sei zudem das Ehrenamt. Deshalb sollen auch Angebote zur Kinderbetreuung und Begegnung sowie das Erlernen der deutschen Sprache möglich gemacht werden. Vom Diakonischen Werk im Kirchenkreis Vlotho wird zudem die Flüchtlingsberatung ausgeweitet. Geschäftsführerin Kerstin Hensel gab auf der Kreissynode einen Überblick über die aktuelle Arbeit in den Beratungsstellen: „Ein großes Problem sind aktuell die schwer absehbaren Flüchtlingsströme. Weil sich die Geflüchteten aus der Ukraine nicht registrieren müssen, sondern frei reisen und ankommen können, sind die Städte vor große Herausforderungen gestellt.“ Oft fehle es an richtigen Ausweispapieren; zum Arbeiten fehlen Steuernummer und Sozialversicherungsnummer. „Hier versuchen wir zu helfen; deshalb werden unsere Beratungsstellen personell aufgestockt.”

Gemeindehäuser als Notunterkünfte: In Hausberge ziehen die ersten Geflüchteten am Dienstag ein

Der Kirchenkreis hat seine Gemeindehäuser – hier Hausberge – als Notunterkünfte angeboten. MT-Foto: Haunhorst © Dirk Haunhorst

Porta Westfalica (mt/lies). Der evangelische Kirchenkreis Vlotho will den Kommunen nach Absprache seine Gemeindehäuser als Notunterkunft für Geflüchtete aus der Ukraine zur Verfügung stellen. Das hat die Synode des Kirchenkreises, zu dem auch Porta Westfalica gehört, als höchstes Gremium nun beschlossen. Damit wolle der Kirchenkreis seine Unterstützung vor Ort intensivieren. Die Gemeinde Hausberge-Lohfeld hat das Gemeindehaus in Hausberge bereits zur Verfügung gestellt, erklärt Sprecher Christopher Deppe auf MT-Nachfrage. Laut Pfarrerin Katharina Kenter-Töns wurde der Stadt Porta Westfalica das Gemeindehaus Hausberge als Wohnraum angeboten. Dort ziehen am Dienstag sechs Personen, darunter eine Schwangere, ein.

Seit einigen Wochen unterstützt der Evangelische Kirchenkreis Vlotho bereits die Aufnahme und Versorgung ukrainischer Kriegsflüchtlinge in der Partnergemeinde in der Slowakei. „Ich erlebe eine große Hilfsbereitschaft hier vor Ort, durch Sach- und Geldspenden und durch die finanzielle Unterstützung der evangelischen Gemeinde in Liptovský Trnovec in der Slowakei, die Flüchtlinge in ihrem Jugendfreizeithaus aufnimmt“, freut sich Superintendentin Dorothea Goudefroy.

Die Superintendentin habe in der vergangenen Woche intensiv mit Bürgermeistern und Vertretern in den vier Städten des Kirchenkreises gesprochen und die Hilfe der Evangelischen Kirche zugesichert, heißt es in einer Mitteilung. In einem Beschluss hielt die Synode dann fest: „Die Kreissynode Vlotho verurteilt den Angriffskrieg auf die Ukraine aufs Schärfste. Sie lässt nicht nach im Gebet für den Frieden.“ Damit verbunden sei eine Selbstverpflichtung und Aufforderung an die Kirchengemeinden. „Wir wollen aus der Ukraine geflüchtete Menschen willkommen heißen, sie im Alltag begleiten und unsere Gemeindehäuser in Absprache mit den Kommunen als Notunterkünfte zur Verfügung zu stellen”, fasst die Superintendentin zusammen. Das beinhalte im Einzelfall auch finanzielle Unterstützung.


Eine besondere Stärke der Gemeinden sei zudem das Ehrenamt. Deshalb sollen auch Angebote zur Kinderbetreuung und Begegnung sowie das Erlernen der deutschen Sprache möglich gemacht werden. Vom Diakonischen Werk im Kirchenkreis Vlotho wird zudem die Flüchtlingsberatung ausgeweitet. Geschäftsführerin Kerstin Hensel gab auf der Kreissynode einen Überblick über die aktuelle Arbeit in den Beratungsstellen: „Ein großes Problem sind aktuell die schwer absehbaren Flüchtlingsströme. Weil sich die Geflüchteten aus der Ukraine nicht registrieren müssen, sondern frei reisen und ankommen können, sind die Städte vor große Herausforderungen gestellt.“ Oft fehle es an richtigen Ausweispapieren; zum Arbeiten fehlen Steuernummer und Sozialversicherungsnummer. „Hier versuchen wir zu helfen; deshalb werden unsere Beratungsstellen personell aufgestockt.”

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