Geld für Klimaschutzprojekte ist da - doch das Personal fehlt Jan Lücking Porta Westfalica. Der Stadt stehen 2022 insgesamt 600.000 Euro für Klimaschutzprojekte zur Verfügung – allerdings fehlt Personal für die Umsetzung der Ideen. Hinzu kommen Lieferprobleme. Über die sinnvolle Verwendung der Gelder diskutierte jetzt der Ausschuss für Digitalisierung und Klimaschutz. Seit 2020 sollen eigentlich pro Haushaltsjahr 300.000 Euro in Photovoltaikanlagen (150.000), Energiesparmaßnahmen (70.000) an städtischen Gebäuden sowie in Aufforstungen (80.000) gesteckt werden. Allerdings wurden 2020 und 2021 lediglich 150.000 Euro davon verbraucht. Verbleibt ein Rest von 450.000 Euro, der auf Wunsch der Grünen komplett ins neue Haushaltsjahr 2022 übertragen werden sollte. Damit hätten inklusive der 300.000 Euro für 2022 satte 750.000 Euro zur Verfügung gestanden. Dies war jedoch der Ausschussmehrheit zu viel, sodass sich die Politikerinnen und Politiker nach längerer Diskussion darauf einigten, 2022 die Summe von 600.000 Euro für den Klimaschutz einzuplanen.Ein Knackpunkt ist das Personal. Denn das steht bislang nicht zur Verfügung. Für die unbesetzte Stelle des Klimaschutzmanagers gab es kürzlich ein Vorstellungsgespräch. Eine weitere Fachkraft zur Realisierung der Projekte wird noch dringend gesucht.Der Technische Beigeordnete Stefan Mohme berichtete, welche Maßnahmen bereits umgesetzt wurden oder sich noch in der Bearbeitung befinden. So wurde Gebäudeleittechnik im Bauhof zusammen mit der Heizungsanlage erneuert. Beauftragt ist auch die Erneuerung der Gebäudeleittechnik in der Grundschule Vennebeck. Für den Bauhof wurden zwei E-Autos angeschafft. Bei den Ladestationen (Wallboxen) gibt es allerdings Lieferschwierigkeiten. Die Fahrzeuge werden derzeit über Ladekabel für die Steckdose geladen. „Die Stadt hat schon ein bisschen was bewegt, trotz der Personalsituation. Ich sage aber auch ganz ehrlich, das ist nicht befriedigend“, so Mohme. Ein weiterer Ausbau der E-Fahrzeugflotte auf dem Bauhof ist geplant, allerdings gibt es gravierende Lieferprobleme. Der Auftrag muss erneut ausgeschrieben werden. „Auch wir sind von der Krise bei den Halbleitern betroffen“, berichtete Mohme und sprach von einem „völlig überhitzten Markt“. Es müssten Übergangslösungen geschaffen werden wie die Verlängerung von Leasingverträgen.Die Grünen beantragten im Ausschuss, dass über das erfüllte 1.000-Bäume-Programm in Porta hinaus Teile des Klimaschutzbudgets in Neuanpflanzung von Bäumen und Sträuchern gesteckt werden, speziell in Aufforstungsprojekte und Miniwälder, wofür klimaresistente, heimische Bäume und Sträucher verwendet werden sollen. Zu den Antragsergänzungen zählt auch, die bepflanzten Flächen in einem Kataster zu erfassen.Der Ausschuss machte weitere Vorschläge zur Verwendung des Klimaschutzbudgets, Erdwärmepumpen für Schulen zählen dazu. Die SPD beantragte, Photovoltaik-Dachanlagen auf privaten Bestandsimmobilien zu fördern. Diesem Antrag folgte der Ausschuss, allerdings mit der Einschränkung, dass Anfang 2022 zunächst die konkreten Fördermodalitäten beraten werden. Dann will man sich ohnehin weitere Gedanken über Klimaschutzprojekte und den sinnvolle Einsatz der Gelder machen. Viel wird davon abhängen, ob und wann die beiden „Klimastellen“ im Rathaus besetzt werden. Der Technische Beigeordnete hatte bereits in einer vorherigen Sitzung gesagt, dass er nach dem Weggang der bisherigen Klimaschutzmanagerin der einzige in der Stadtverwaltung sei, der sich um dieses Aufgabenfeld kümmere.

Geld für Klimaschutzprojekte ist da - doch das Personal fehlt

Im Klimaschutzbudget ist auch ein größerer Betrag für Photovoltaikanlagen vorgesehen. Foto: Imago Images © imago images/blickwinkel

Porta Westfalica. Der Stadt stehen 2022 insgesamt 600.000 Euro für Klimaschutzprojekte zur Verfügung – allerdings fehlt Personal für die Umsetzung der Ideen. Hinzu kommen Lieferprobleme. Über die sinnvolle Verwendung der Gelder diskutierte jetzt der Ausschuss für Digitalisierung und Klimaschutz.

Seit 2020 sollen eigentlich pro Haushaltsjahr 300.000 Euro in Photovoltaikanlagen (150.000), Energiesparmaßnahmen (70.000) an städtischen Gebäuden sowie in Aufforstungen (80.000) gesteckt werden. Allerdings wurden 2020 und 2021 lediglich 150.000 Euro davon verbraucht. Verbleibt ein Rest von 450.000 Euro, der auf Wunsch der Grünen komplett ins neue Haushaltsjahr 2022 übertragen werden sollte. Damit hätten inklusive der 300.000 Euro für 2022 satte 750.000 Euro zur Verfügung gestanden. Dies war jedoch der Ausschussmehrheit zu viel, sodass sich die Politikerinnen und Politiker nach längerer Diskussion darauf einigten, 2022 die Summe von 600.000 Euro für den Klimaschutz einzuplanen.

Ein Knackpunkt ist das Personal. Denn das steht bislang nicht zur Verfügung. Für die unbesetzte Stelle des Klimaschutzmanagers gab es kürzlich ein Vorstellungsgespräch. Eine weitere Fachkraft zur Realisierung der Projekte wird noch dringend gesucht.

Der Technische Beigeordnete Stefan Mohme berichtete, welche Maßnahmen bereits umgesetzt wurden oder sich noch in der Bearbeitung befinden. So wurde Gebäudeleittechnik im Bauhof zusammen mit der Heizungsanlage erneuert. Beauftragt ist auch die Erneuerung der Gebäudeleittechnik in der Grundschule Vennebeck. Für den Bauhof wurden zwei E-Autos angeschafft. Bei den Ladestationen (Wallboxen) gibt es allerdings Lieferschwierigkeiten. Die Fahrzeuge werden derzeit über Ladekabel für die Steckdose geladen. „Die Stadt hat schon ein bisschen was bewegt, trotz der Personalsituation. Ich sage aber auch ganz ehrlich, das ist nicht befriedigend“, so Mohme. Ein weiterer Ausbau der E-Fahrzeugflotte auf dem Bauhof ist geplant, allerdings gibt es gravierende Lieferprobleme. Der Auftrag muss erneut ausgeschrieben werden. „Auch wir sind von der Krise bei den Halbleitern betroffen“, berichtete Mohme und sprach von einem „völlig überhitzten Markt“. Es müssten Übergangslösungen geschaffen werden wie die Verlängerung von Leasingverträgen.

Die Grünen beantragten im Ausschuss, dass über das erfüllte 1.000-Bäume-Programm in Porta hinaus Teile des Klimaschutzbudgets in Neuanpflanzung von Bäumen und Sträuchern gesteckt werden, speziell in Aufforstungsprojekte und Miniwälder, wofür klimaresistente, heimische Bäume und Sträucher verwendet werden sollen. Zu den Antragsergänzungen zählt auch, die bepflanzten Flächen in einem Kataster zu erfassen.

Der Ausschuss machte weitere Vorschläge zur Verwendung des Klimaschutzbudgets, Erdwärmepumpen für Schulen zählen dazu. Die SPD beantragte, Photovoltaik-Dachanlagen auf privaten Bestandsimmobilien zu fördern. Diesem Antrag folgte der Ausschuss, allerdings mit der Einschränkung, dass Anfang 2022 zunächst die konkreten Fördermodalitäten beraten werden. Dann will man sich ohnehin weitere Gedanken über Klimaschutzprojekte und den sinnvolle Einsatz der Gelder machen.

Viel wird davon abhängen, ob und wann die beiden „Klimastellen“ im Rathaus besetzt werden. Der Technische Beigeordnete hatte bereits in einer vorherigen Sitzung gesagt, dass er nach dem Weggang der bisherigen Klimaschutzmanagerin der einzige in der Stadtverwaltung sei, der sich um dieses Aufgabenfeld kümmere.


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