Für lebendige Ränder an Portaner Äckern Naturschutzverein bietet Förderprogramm Porta Westfalica (mt/hy). Ein Ackerrandstreifen an der Möllberger Straße steht im Blickpunkt des Vereins Naturschutz und Heimatpflege Porta (NHP). Herbert Wiese, Dr. Ulrike Schaksmeier und Holger Hansing vom NHP trafen sich mit dem Möllberger Landwirt Jürgen Höltkemeier, um den Randstreifen in Augenschein zu nehmen. Der 50 Meter lange und sechs Meter breite Ackerrand entlang des Radweges Richtung Findel soll ein Jahr lang weder gedüngt noch mit Unkrautbekämpfungsmitteln behandelt werden."Sobald der Boden umgepflügt wird, gelangen Samen von Ackerwildkräutern an die Oberfläche, die dann hier die Gelegenheit haben, sich zu entwickeln", hofft Dr. Ulrike Schaksmeier, die als Hobby-Botanikerin den Ackerrandstreifen monatlich besuchen wird. Sie ermittelt, welche Pflanzenarten dort im Laufe des nächsten Jahres wachsen."Wir setzen auf die vielfältige Samenbank im Boden, in der manche Pflanzensamen jahrzehntelang keimfähig liegen, bis sie die Gelegenheit zum Auskeimen bekommen", ergänzt NHP-Vorsitzender Herbert Wiese, der nach der Ernte Ackerwildkräuter wie den Erdrauch, das Hirtentäschelkraut und das Acker-Stiefmütterchen auf dem Feld entdeckt hat.Finanzieller Ausgleich für den LandwirtDa Nebenerwerbslandwirt Höltkemeier auf den 300 Quadratmetern ohne Dünger und Spritzmittel nicht die gewohnt großen Erträge erzielen wird, gibt der NHP einen finanziellen Ausgleich. Der orientiert sich am Blühstreifenprogramm der Landwirtschaftskammer."Allerdings fördern wir nicht die Aussaat von blühenden Kulturpflanzen auf mindestens einem Hektar Fläche wie die Landwirtschaftskammer, sondern wir möchten, dass viele einheimische Ackerwildpflanzen sich ungestört entwickeln können", so Holger Hansing.Jürgen Höltkemeier freut sich über die finanzielle Anerkennung seines Engagements im Naturschutz: "Ich möchte der Umwelt mit dieser Aktion etwas Gutes tun, aber etwas Fördergeld ist auch nicht schlecht." Außerdem lässt der Möllberger Landwirt seit zwei Jahren immer einige Quadratmeter mitten im Getreidefeld ohne Bewuchs stehen, damit die Feldlerchen auf diesen "Lerchenfenstern" eine Nistgelegenheit finden. Tatsächlich wurden Lerchen auf Höltkemeiers Haferfeld beobachtet.Viele Tieren leben von den WildkräuternDa der Fördertopf des NHP für die Ackerrandstreifenförderung noch gut gefüllt ist, können sich Portaner Landwirte beim Verein melden, um einen Ausgleich für ungedüngte und ungespritzte Ackerränder mit Wildkräutern zu erhalten."Insbesondere nicht sehr ertragreiche Ackerränder, etwa an Hecken oder Waldrändern, bieten sich für die Förderung an, aber fünf Meter breit muss der Randstreifen mindestens sein", wirbt Hansing für diese Naturschutzmaßnahme, die auch vielen Tieren, wie Schmetterlingen oder Vögeln zugutekommt.Landwirte, die sich für die Fördermittel interessieren, können sich unter Telefon (0571) 3986448 oder Email info@nhporta.de melden.

Für lebendige Ränder an Portaner Äckern

Porta Westfalica (mt/hy). Ein Ackerrandstreifen an der Möllberger Straße steht im Blickpunkt des Vereins Naturschutz und Heimatpflege Porta (NHP).

Das Acker-Stiefmütterchen wächst bereits vor der Fördermaßnahme auf dem Feld.
Das Acker-Stiefmütterchen wächst bereits vor der Fördermaßnahme auf dem Feld.

Herbert Wiese, Dr. Ulrike Schaksmeier und Holger Hansing vom NHP trafen sich mit dem Möllberger Landwirt Jürgen Höltkemeier, um den Randstreifen in Augenschein zu nehmen. Der 50 Meter lange und sechs Meter breite Ackerrand entlang des Radweges Richtung Findel soll ein Jahr lang weder gedüngt noch mit Unkrautbekämpfungsmitteln behandelt werden.

"Sobald der Boden umgepflügt wird, gelangen Samen von Ackerwildkräutern an die Oberfläche, die dann hier die Gelegenheit haben, sich zu entwickeln", hofft Dr. Ulrike Schaksmeier, die als Hobby-Botanikerin den Ackerrandstreifen monatlich besuchen wird. Sie ermittelt, welche Pflanzenarten dort im Laufe des nächsten Jahres wachsen.

"Wir setzen auf die vielfältige Samenbank im Boden, in der manche Pflanzensamen jahrzehntelang keimfähig liegen, bis sie die Gelegenheit zum Auskeimen bekommen", ergänzt NHP-Vorsitzender Herbert Wiese, der nach der Ernte Ackerwildkräuter wie den Erdrauch, das Hirtentäschelkraut und das Acker-Stiefmütterchen auf dem Feld entdeckt hat.

Finanzieller Ausgleich für den Landwirt

Da Nebenerwerbslandwirt Höltkemeier auf den 300 Quadratmetern ohne Dünger und Spritzmittel nicht die gewohnt großen Erträge erzielen wird, gibt der NHP einen finanziellen Ausgleich. Der orientiert sich am Blühstreifenprogramm der Landwirtschaftskammer.

"Allerdings fördern wir nicht die Aussaat von blühenden Kulturpflanzen auf mindestens einem Hektar Fläche wie die Landwirtschaftskammer, sondern wir möchten, dass viele einheimische Ackerwildpflanzen sich ungestört entwickeln können", so Holger Hansing.

Jürgen Höltkemeier freut sich über die finanzielle Anerkennung seines Engagements im Naturschutz: "Ich möchte der Umwelt mit dieser Aktion etwas Gutes tun, aber etwas Fördergeld ist auch nicht schlecht." Außerdem lässt der Möllberger Landwirt seit zwei Jahren immer einige Quadratmeter mitten im Getreidefeld ohne Bewuchs stehen, damit die Feldlerchen auf diesen "Lerchenfenstern" eine Nistgelegenheit finden. Tatsächlich wurden Lerchen auf Höltkemeiers Haferfeld beobachtet.

Viele Tieren leben von den Wildkräutern

Da der Fördertopf des NHP für die Ackerrandstreifenförderung noch gut gefüllt ist, können sich Portaner Landwirte beim Verein melden, um einen Ausgleich für ungedüngte und ungespritzte Ackerränder mit Wildkräutern zu erhalten.

"Insbesondere nicht sehr ertragreiche Ackerränder, etwa an Hecken oder Waldrändern, bieten sich für die Förderung an, aber fünf Meter breit muss der Randstreifen mindestens sein", wirbt Hansing für diese Naturschutzmaßnahme, die auch vielen Tieren, wie Schmetterlingen oder Vögeln zugutekommt.

Landwirte, die sich für die Fördermittel interessieren, können sich unter Telefon (0571) 3986448 oder Email info@nhporta.de melden.

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