Freude in Kleinenbremen: Neues Spielgerät für 20.000 Euro Stefan Lyrath Porta Westfalica-Kleinenbremen (Ly). Der Kleinenbremer Ortskern gewinnt an Attraktivität. Auf dem Mönkhoff-Gelände am Rehm ist ein neues Spielgerät für rund 20.000 Euro (inklusive Aufbaukosten) errichtet worden, nachdem die Stadt das alte vor Jahren aus Sicherheitsgründen abgebaut hatte. Nutzer sind in erster Linie die Kinder der Grundschulbetreuung sowie Jungen und Mädchen aus dem angrenzenden Flüchtlingsheim. An der Sammelunterkunft ist außerdem eine gemeinsame Satellitenanlage für alle Wohnungen zum Preis von knapp 10.000 Euro installiert worden, nachdem dort früher haufenweise einzelne Schüsseln hingen. Demnächst soll noch für voraussichtlich 36. 000 Euro das Fachwerk des Gebäudes saniert werden. „Danach sind wir hier durch“, so Jörg Achilles (SPD), Vorsitzender des Bezirksausschusses. „Auf dem Areal haben wir Einiges bewirkt“, stellt der Kleinenbremer Ratsherr Thomas Wehking (SPD) fest. „Für Kinder ist dieser Spielplatz der perfekte Treffpunkt. Gleichzeitig wird dadurch der Kontakt zwischen Einheimischen und Flüchtlingen hergestellt.“ Rückblick: Im Februar 2017 ist der Spielplatz nahe der Mönkhoffschen Wassermühle erstmals Thema im Bezirksausschuss, nachdem die Stadt dort das damalige Spielgerät aus Holz abgebaut hat. Es ist morsch geworden und wäre nicht mehr durch den TÜV gekommen. „Der BZA erwartet eine kurzfristige Ersatzmaßnahme für die Entfernung“, heißt es im Protokoll zur Juli-Sitzung desselben Jahres. Zunehmend ungeduldig legt das Ortsgremium im Dezember 2017 nach: „Der BZA fordert einstimmig eine unverzügliche Ersatzbeschaffung des demontierten Spielgerätes“, heißt es da. Im Mai 2018 wird bekannt, dass es bei der Stadt eine personelle Veränderung gegeben hat, die Ausschreibung nun aber angelaufen ist. Dann wird sie jedoch wieder angehalten. Der Grund steht im Protokoll zur September-Sitzung: Es sollte ein Spielgerät ausgeschrieben werden, das einem bereits vorhandenen Gerät auf dem benachbarten Schulhof entsprochen hätte. Walter Kunz, Mitglied im Ortsgremium, geht daraufhin zum Kindergarten und dem Betreuungsverein der Grundschule, um dort persönlich mehrere Spielekombinationen vorzustellen. Die Wahl fällt schließlich auf das Modell „Ockenheim“, bestehend aus wetterfestem Recycling-Material. Im Februar 2019 verlautet im Bezirksausschuss, dass das Gerät angeliefert ist. Den Aufbau erledige eine Firma, was zwischenzeitlich passiert ist. Vorher muss noch ein Geldproblem aus dem Weg geräumt werden: Benötigt werden 20.000 Euro, zur Verfügung stehen aber nur 15.000. „Die Stadt“, so Jörg Achilles heute, „hat das restliche Geld noch gefunden.“ Eine scheinbar unendliche Geschichte findet zu einem Happy End. Übrigens: In seiner jüngsten Sitzung hat der Bezirksausschuss die Empfehlung ausgesprochen, alle Spielplätze in Kleinenbremen, Nammen und Wülpke nicht nur zu erhalten, sondern auch deren Ausstattung zu verbessern. Öffentliche Spielplätze gibt es in Kleinenbremen am Flüchtlingsheim, auf dem Gelände der Grundschule und in der Feldrain-Siedlung, in Wülpke im Bohnhof und in Nammen an der Laurentiusstraße, wo der Abenteuerspielplatz „Wolfsschlucht“ liegt.

Freude in Kleinenbremen: Neues Spielgerät für 20.000 Euro

Kinder testen das neue Spielgerät auf dem Mönkhoff-Gelände. Im Hintergrund ist das Flüchtlingsheim zu sehen, dessen Fassade demnächst saniert wird.
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© Foto: Stefan Lyrath

Porta Westfalica-Kleinenbremen (Ly). Der Kleinenbremer Ortskern gewinnt an Attraktivität. Auf dem Mönkhoff-Gelände am Rehm ist ein neues Spielgerät für rund 20.000 Euro (inklusive Aufbaukosten) errichtet worden, nachdem die Stadt das alte vor Jahren aus Sicherheitsgründen abgebaut hatte. Nutzer sind in erster Linie die Kinder der Grundschulbetreuung sowie Jungen und Mädchen aus dem angrenzenden Flüchtlingsheim.

An der Sammelunterkunft ist außerdem eine gemeinsame Satellitenanlage für alle Wohnungen zum Preis von knapp 10.000 Euro installiert worden, nachdem dort früher haufenweise einzelne Schüsseln hingen. Demnächst soll noch für voraussichtlich 36. 000 Euro das Fachwerk des Gebäudes saniert werden. „Danach sind wir hier durch“, so Jörg Achilles (SPD), Vorsitzender des Bezirksausschusses.

„Auf dem Areal haben wir Einiges bewirkt“, stellt der Kleinenbremer Ratsherr Thomas Wehking (SPD) fest. „Für Kinder ist dieser Spielplatz der perfekte Treffpunkt. Gleichzeitig wird dadurch der Kontakt zwischen Einheimischen und Flüchtlingen hergestellt.“

Rückblick: Im Februar 2017 ist der Spielplatz nahe der Mönkhoffschen Wassermühle erstmals Thema im Bezirksausschuss, nachdem die Stadt dort das damalige Spielgerät aus Holz abgebaut hat. Es ist morsch geworden und wäre nicht mehr durch den TÜV gekommen.

„Der BZA erwartet eine kurzfristige Ersatzmaßnahme für die Entfernung“, heißt es im Protokoll zur Juli-Sitzung desselben Jahres. Zunehmend ungeduldig legt das Ortsgremium im Dezember 2017 nach: „Der BZA fordert einstimmig eine unverzügliche Ersatzbeschaffung des demontierten Spielgerätes“, heißt es da.

Im Mai 2018 wird bekannt, dass es bei der Stadt eine personelle Veränderung gegeben hat, die Ausschreibung nun aber angelaufen ist. Dann wird sie jedoch wieder angehalten. Der Grund steht im Protokoll zur September-Sitzung: Es sollte ein Spielgerät ausgeschrieben werden, das einem bereits vorhandenen Gerät auf dem benachbarten Schulhof entsprochen hätte. Walter Kunz, Mitglied im Ortsgremium, geht daraufhin zum Kindergarten und dem Betreuungsverein der Grundschule, um dort persönlich mehrere Spielekombinationen vorzustellen. Die Wahl fällt schließlich auf das Modell „Ockenheim“, bestehend aus wetterfestem Recycling-Material.

Im Februar 2019 verlautet im Bezirksausschuss, dass das Gerät angeliefert ist. Den Aufbau erledige eine Firma, was zwischenzeitlich passiert ist. Vorher muss noch ein Geldproblem aus dem Weg geräumt werden: Benötigt werden 20.000 Euro, zur Verfügung stehen aber nur 15.000. „Die Stadt“, so Jörg Achilles heute, „hat das restliche Geld noch gefunden.“ Eine scheinbar unendliche Geschichte findet zu einem Happy End.

Übrigens: In seiner jüngsten Sitzung hat der Bezirksausschuss die Empfehlung ausgesprochen, alle Spielplätze in Kleinenbremen, Nammen und Wülpke nicht nur zu erhalten, sondern auch deren Ausstattung zu verbessern. Öffentliche Spielplätze gibt es in Kleinenbremen am Flüchtlingsheim, auf dem Gelände der Grundschule und in der Feldrain-Siedlung, in Wülpke im Bohnhof und in Nammen an der Laurentiusstraße, wo der Abenteuerspielplatz „Wolfsschlucht“ liegt.

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