Fortschritt in Nammen: Trägerverein für Bürgerhaus gegründet Stefan Lyrath Porta Westfalica-Nammen (Ly). Auf dem Weg zur Übernahme des Dietrich-Bonhoeffer-Hauses sind die Nammer ein großes Stück vorangekommen. Am Donnerstag hat sich der Trägerverein gegründet. Vorsitzender von „Bürgerhaus Nammen e.V.“ ist Jürgen Zahn, sein Stellvertreter Friedrich Brandt. Finanziell läuft es gut. Eine Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR) soll das Haus von der Kirchengemeinde Lerbeck kaufen, um es langfristig an den Trägerverein zu verpachten. Beim „Tag oder offenen Tür“ vor vier Wochen hatte Rechtsanwalt Wolf Domeier den Kapitalbedarf mit etwa 400.000 Euro beziffert. „Die Summe ist in Sichtweite“, sagt Friedrich Brandt. „Es gibt eine Vielzahl von potenziellen Gesellschaftern, die mit kleineren Summen arbeiten – und andere, die mit größeren Zahlen operieren“, sagt Jürgen Zahn, ohne genaue Zahlen zu nennen. Bei den kleineren Summen dürfte es sich überwiegend um mindestens vierstellige Beträge handeln, denn Domeier hatte eine Mindesteinlage von 1.000 Euro vorgeschlagen, auch wenn dies „nicht in Stein gemeißelt“ sei. Auf dem Konto liegt das Geld allerdings noch nicht, aber die Grundstücks-GbR soll ja auch erst in einigen Wochen gegründet werden. Jürgen Zahn spricht von „unterzeichneten Absichtserklärungen“. Über den Kaufpreis der Immobilie haben die Kirchengemeinde und die Interessengruppe (IG) „Nammen hält zusammen“ Stillschweigen vereinbart. Ende Oktober, so der Vorsitzende, wolle die Kirche wissen, ob und bis wann die Summe zusammenkomme. Dann soll ein Plan vorgelegt werden. „Das Quäntchen, was noch fehlt, müssen wir mit Überzeugungsarbeit und persönlichen Gesprächen füllen“, ermuntert Kai Braunschweig, einer der Initiatoren, seine Mitstreiter. Jürgen Zahn ist bekannt durch sein Engagement für den Nammer Dorfladen. Außer ihm, Vize Friedrich Brandt, Schriftführer Heinz Watermann und Kassierer Stefan Lükens hat die Mitgliederversammlung auch einen sechsköpfigen Vereinsausschuss gewählt, dem in Zukunft spezielle Aufgaben übertragen werden sollen. Der monatliche Mitgliedsbeitrag beträgt zunächst zehn Euro. „Wenn wir genug Mitglieder haben, kann man den Betrag vielleicht nach unten anpassen“, so Zahn. Das Ziel, mit 100 Mitgliedern zu starten, hat der Verein nicht erreicht. „Wir liegen noch ein bisschen drunter.“ Aus dem bisherigen Gemeindehaus soll ein Dorfgemeinschaftshaus werden. Vereinszweck ist laut Satzung „die Förderung der Heimatpflege, des traditionellen Brauchtums und Kultur“. Gefördert und gepflegt werden sollen dörfliche Gemeinschaft, Liedgut, Chorgesang, Tanz, die Aufrechterhaltung von Traditionen sowie kulturelle Veranstaltungen wie Lesungen, Vorträge oder Ausstellungen. Weiter heißt es: „Der Verein ist selbstlos tätig, er verfolgt keine eigenwirtschaftlichen Zwecke zur Gewinnerzielung, ist politisch und konfessionell neutral“, heißt es weiter. Wegen seiner Gemeinnützigkeit kann Bürgerhaus Nammen e.V. Fördergelder und Zuschüsse beantragen.

Fortschritt in Nammen: Trägerverein für Bürgerhaus gegründet

Jürgen Zahn (links) ist Vorsitzender des Vereins „Bürgerhaus Nammen“, Friedrich Bran dt sein Stellvertreter. Das Foto entstand am „Tag der offenen Tür“ im August. Foto: Lyrath © Stefan Lyrath

Porta Westfalica-Nammen (Ly). Auf dem Weg zur Übernahme des Dietrich-Bonhoeffer-Hauses sind die Nammer ein großes Stück vorangekommen. Am Donnerstag hat sich der Trägerverein gegründet. Vorsitzender von „Bürgerhaus Nammen e.V.“ ist Jürgen Zahn, sein Stellvertreter Friedrich Brandt.

Finanziell läuft es gut. Eine Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR) soll das Haus von der Kirchengemeinde Lerbeck kaufen, um es langfristig an den Trägerverein zu verpachten. Beim „Tag oder offenen Tür“ vor vier Wochen hatte Rechtsanwalt Wolf Domeier den Kapitalbedarf mit etwa 400.000 Euro beziffert. „Die Summe ist in Sichtweite“, sagt Friedrich Brandt.

„Es gibt eine Vielzahl von potenziellen Gesellschaftern, die mit kleineren Summen arbeiten – und andere, die mit größeren Zahlen operieren“, sagt Jürgen Zahn, ohne genaue Zahlen zu nennen. Bei den kleineren Summen dürfte es sich überwiegend um mindestens vierstellige Beträge handeln, denn Domeier hatte eine Mindesteinlage von 1.000 Euro vorgeschlagen, auch wenn dies „nicht in Stein gemeißelt“ sei.


Auf dem Konto liegt das Geld allerdings noch nicht, aber die Grundstücks-GbR soll ja auch erst in einigen Wochen gegründet werden. Jürgen Zahn spricht von „unterzeichneten Absichtserklärungen“. Über den Kaufpreis der Immobilie haben die Kirchengemeinde und die Interessengruppe (IG) „Nammen hält zusammen“ Stillschweigen vereinbart.

Ende Oktober, so der Vorsitzende, wolle die Kirche wissen, ob und bis wann die Summe zusammenkomme. Dann soll ein Plan vorgelegt werden. „Das Quäntchen, was noch fehlt, müssen wir mit Überzeugungsarbeit und persönlichen Gesprächen füllen“, ermuntert Kai Braunschweig, einer der Initiatoren, seine Mitstreiter.

Jürgen Zahn ist bekannt durch sein Engagement für den Nammer Dorfladen. Außer ihm, Vize Friedrich Brandt, Schriftführer Heinz Watermann und Kassierer Stefan Lükens hat die Mitgliederversammlung auch einen sechsköpfigen Vereinsausschuss gewählt, dem in Zukunft spezielle Aufgaben übertragen werden sollen.

Der monatliche Mitgliedsbeitrag beträgt zunächst zehn Euro. „Wenn wir genug Mitglieder haben, kann man den Betrag vielleicht nach unten anpassen“, so Zahn. Das Ziel, mit 100 Mitgliedern zu starten, hat der Verein nicht erreicht. „Wir liegen noch ein bisschen drunter.“

Aus dem bisherigen Gemeindehaus soll ein Dorfgemeinschaftshaus werden. Vereinszweck ist laut Satzung „die Förderung der Heimatpflege, des traditionellen Brauchtums und Kultur“. Gefördert und gepflegt werden sollen dörfliche Gemeinschaft, Liedgut, Chorgesang, Tanz, die Aufrechterhaltung von Traditionen sowie kulturelle Veranstaltungen wie Lesungen, Vorträge oder Ausstellungen.

Weiter heißt es: „Der Verein ist selbstlos tätig, er verfolgt keine eigenwirtschaftlichen Zwecke zur Gewinnerzielung, ist politisch und konfessionell neutral“, heißt es weiter. Wegen seiner Gemeinnützigkeit kann Bürgerhaus Nammen e.V. Fördergelder und Zuschüsse beantragen.

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