Film ab, wenn es dunkel ist: So lief die Kinopremiere auf der Freilichtbühne Gisela Schwarze Porta Westfalica-Barkhausen. Außergewöhnliche Kinoatmosphäre erlebten Besucher am Samstagabend auf der Freilichtbühne in Barkhausen. Zur Sommerkino-Premiere wurde „Das perfekte Geheimnis“ im idyllisch gelegenen Steinbruch gezeigt. 200 Schaulustige sahen die Komödie. Die Dunkelheit bei Filmbeginn war eine natürliche und der Start nicht von den Veranstaltern zeitlich festgesetzt. Um 22 Uhr ging das turbulente Geschehen um sieben Freunde, die ihr Vertrauen auf die Probe stellen, über die Bühne. „Wir haben gehandelt und der Erfolg gibt uns offensichtlich recht“, sagt Alexander Thye, der sich kurzerhand zu Filmvorführungen unter freiem Himmel entschlossen hatte (MT vom 25. Juli). „Wir werden mit Sicherheit nicht reich, sondern sind froh, wenn wir unsere fixen Kosten für die Miete der Bühne und für die Filmgebühren decken können. Die Zeit war einfach zu kurz, um Werbepartner mit ins Boot zu holen.“ Acht Tage Testphase räumte der kinoerfahrene Initiator seinem Versuch ein. Zunächst bis zum 8. August sollten auf der Freilichtbühne mit ihren aktuell 300 Plätzen täglich neue Film gezeigt. Am Morgen nach der Veranstaltungspremiere zieht Thye ein positives Fazit hinsichtlich der Ticketbuchungen. Für ihn steht fest: „Ich verlängere. Mein Konzept vom Open-Air-Kino scheint aufzugehen. Nach dem 8. August benötigt die Freilichtbühne für zwei Tage selbst ihr Areal. Danach hänge ich auf jeden Fall zwei Filmabende an.“ Einig ist er sich darüber mit seinem Kooperationspartner Wolfgang Hüsing, der vor zehn Jahren das erste Sommer-Autokino auf dem Mindener Simeonsplatz ins Leben rief. Einlass ist täglich um 19.30 Uhr, der Film startet bei ausreichend Dunkelheit, so auch bei der Premiere am Samstag. Immer eine Sitzreihe blieb zwischen den Gästen frei, damit der nötige Corona-Sicherheitsabstand gewahrt wurde. „Im geschlossenen Raum möchte ich in dieser Zeit keine Kinovorstellung ansehen. Das wäre mir zu risikoreich. Hier finde ich es herrlich“, freute sich die Möllbergerin Karola Kottmeier. Sie hatte für sich und ihren Ehemann Wolfgang die Tickets fürs Sommerkino bei einer MT-Telefonaktion gewonnen. Andrea Marquardt und Petra Prüssner aus Minden wollten den gezeigten Film schon immer mal sehen und hatten ihn im Kino verpasst. Weil sie gerade Urlaub haben, ergriffen sie die Gelegenheit, die Komödie im Sommerkino im besonderen Ambiente der Freilichtbühne zu genießen. „Es ist ein wunderschöner Abend“, waren sie sich einig. „Ich hatte richtig Lust, eine Freilichtbühne mal wieder von innen zu sehen“, sagte Aaron Kracht (18) aus der Nähe von Nettelstedt. „Ich brauchte mal wieder Freilichtbühnen-Gefühl. Toll, dass es hier in Porta Aktionen auf der Bühne gibt“, fügte er hinzu. An der Nettelstedter Bühne ist Kracht im Schauspielensemble aktiv, nur laufe da momentan leider nichts. Mitgebracht hatte er seine Schulbekanntschaften Nele und Leonie Sierig: „Das hier ist für uns eine Ablenkung, eine tolle Therapie gegen die Gedanken an Corona. Wir haben richtig Lust auf den Film.“ Wenn der Weg nicht so weit wäre, würden sie gerne öfter zum Portaner Sommerkino kommen. Immer wieder lobten die Kinogäste das schützende Dach über dem Kopf, das seit 2009 die Freilichtbühne im Zuschauerbereich wetterfest macht. „Solch ein Open-Air-Veranstaltungsort ist einfach ideal, weil er von jedem Wetter unabhängig macht“, sagt auch Alexander Thye. Er blickt hoffnungsvoll auf die nächsten Tage. Dass technische Probleme am Samstag den Filmbeginn verzögerten und zeitweise zu Bildausfall führten, werde nicht wieder vorkommen, verspricht der Veranstalter tags darauf. Dafür solle eine neue technische Ausrüstung sorgen.

Film ab, wenn es dunkel ist: So lief die Kinopremiere auf der Freilichtbühne

Porta Westfalica-Barkhausen. Außergewöhnliche Kinoatmosphäre erlebten Besucher am Samstagabend auf der Freilichtbühne in Barkhausen. Zur Sommerkino-Premiere wurde „Das perfekte Geheimnis“ im idyllisch gelegenen Steinbruch gezeigt. 200 Schaulustige sahen die Komödie.

Filmstart zu fortgeschrittener Stunde: Gegen 22 Uhr war es dunkel genug für „Das perfekte Geheimnis“. Fotos: Gisela Schwarze
Filmstart zu fortgeschrittener Stunde: Gegen 22 Uhr war es dunkel genug für „Das perfekte Geheimnis“. Fotos: Gisela Schwarze

Die Dunkelheit bei Filmbeginn war eine natürliche und der Start nicht von den Veranstaltern zeitlich festgesetzt. Um 22 Uhr ging das turbulente Geschehen um sieben Freunde, die ihr Vertrauen auf die Probe stellen, über die Bühne.

„Wir haben gehandelt und der Erfolg gibt uns offensichtlich recht“, sagt Alexander Thye, der sich kurzerhand zu Filmvorführungen unter freiem Himmel entschlossen hatte (MT vom 25. Juli). „Wir werden mit Sicherheit nicht reich, sondern sind froh, wenn wir unsere fixen Kosten für die Miete der Bühne und für die Filmgebühren decken können. Die Zeit war einfach zu kurz, um Werbepartner mit ins Boot zu holen.“

Einlass mit Mundschutz: Trotz Abstands- und Hygieneregeln freuten sich die Zuschauer auf das Kinoerlebnis in der Naturkulisse.
Einlass mit Mundschutz: Trotz Abstands- und Hygieneregeln freuten sich die Zuschauer auf das Kinoerlebnis in der Naturkulisse.

Acht Tage Testphase räumte der kinoerfahrene Initiator seinem Versuch ein. Zunächst bis zum 8. August sollten auf der Freilichtbühne mit ihren aktuell 300 Plätzen täglich neue Film gezeigt. Am Morgen nach der Veranstaltungspremiere zieht Thye ein positives Fazit hinsichtlich der Ticketbuchungen. Für ihn steht fest: „Ich verlängere. Mein Konzept vom Open-Air-Kino scheint aufzugehen. Nach dem 8. August benötigt die Freilichtbühne für zwei Tage selbst ihr Areal. Danach hänge ich auf jeden Fall zwei Filmabende an.“ Einig ist er sich darüber mit seinem Kooperationspartner Wolfgang Hüsing, der vor zehn Jahren das erste Sommer-Autokino auf dem Mindener Simeonsplatz ins Leben rief.

Einlass ist täglich um 19.30 Uhr, der Film startet bei ausreichend Dunkelheit, so auch bei der Premiere am Samstag. Immer eine Sitzreihe blieb zwischen den Gästen frei, damit der nötige Corona-Sicherheitsabstand gewahrt wurde. „Im geschlossenen Raum möchte ich in dieser Zeit keine Kinovorstellung ansehen. Das wäre mir zu risikoreich. Hier finde ich es herrlich“, freute sich die Möllbergerin Karola Kottmeier. Sie hatte für sich und ihren Ehemann Wolfgang die Tickets fürs Sommerkino bei einer MT-Telefonaktion gewonnen.

Andrea Marquardt und Petra Prüssner aus Minden wollten den gezeigten Film schon immer mal sehen und hatten ihn im Kino verpasst. Weil sie gerade Urlaub haben, ergriffen sie die Gelegenheit, die Komödie im Sommerkino im besonderen Ambiente der Freilichtbühne zu genießen. „Es ist ein wunderschöner Abend“, waren sie sich einig.

„Ich hatte richtig Lust, eine Freilichtbühne mal wieder von innen zu sehen“, sagte Aaron Kracht (18) aus der Nähe von Nettelstedt. „Ich brauchte mal wieder Freilichtbühnen-Gefühl. Toll, dass es hier in Porta Aktionen auf der Bühne gibt“, fügte er hinzu. An der Nettelstedter Bühne ist Kracht im Schauspielensemble aktiv, nur laufe da momentan leider nichts. Mitgebracht hatte er seine Schulbekanntschaften Nele und Leonie Sierig: „Das hier ist für uns eine Ablenkung, eine tolle Therapie gegen die Gedanken an Corona. Wir haben richtig Lust auf den Film.“ Wenn der Weg nicht so weit wäre, würden sie gerne öfter zum Portaner Sommerkino kommen.

Immer wieder lobten die Kinogäste das schützende Dach über dem Kopf, das seit 2009 die Freilichtbühne im Zuschauerbereich wetterfest macht. „Solch ein Open-Air-Veranstaltungsort ist einfach ideal, weil er von jedem Wetter unabhängig macht“, sagt auch Alexander Thye. Er blickt hoffnungsvoll auf die nächsten Tage. Dass technische Probleme am Samstag den Filmbeginn verzögerten und zeitweise zu Bildausfall führten, werde nicht wieder vorkommen, verspricht der Veranstalter tags darauf. Dafür solle eine neue technische Ausrüstung sorgen.

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