Feierstunde zum Geburtstag: Kaiser-Wilhelm-Denkmal wird 125 Jahre alt Porta Westfalica (mt/mre). Mit einer Feierstunde hat der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) am Montagabend an die Eröffnung des Kaiser-Wilhelm-Denkmals vor 125 Jahren erinnert. Eine große Feier soll wegen der Corona-Pandemie erst 2022 stattfinden, heißt es in einer Pressemitteilung vom LWL. Der LWL als Eigentümer hatte das Denkmal auf dem Wittekindsberg aufwendig renoviert und vor drei Jahren mit neuem Besucherzentrum und Restaurant wiedereröffnet. Vor der Wiedereröffnung hatte der LWL mit 150.000 Besuchern im Jahr gerechnet, gekommen waren 2018 und 2019 etwa 230.000 und 210.000 Besucher. "Der Touristenmagnet Kaiser-Wilhelm-Denkmal ist ein Riesenerfolg für die Region und weit darüber hinaus, getragen von der Region Westfalen-Lippe", sagte LWL-Direktor Matthias Löb vor rund 70 Gästen. "Das Konzept war ja, das Denkmal historisch für die Besucher durch das Besucherzentrum einzuordnen und außerdem die ganze Geschichte des Berges zu erzählen: von den Römern über Preußens Pomp bis zum Elend der Zwangsarbeiter im Zweiten Weltkrieg. Der Plan hat funktioniert: trotz Pandemie sind auch vergangenes Jahr etwa 200.000 Menschen am Denkmal gewesen. Ich hoffe, dass bald mit allen Akteuren noch mehr touristische Potenziale des Wittekindsberges gehoben werden können, nach dem Motto '2.000 Jahre Geschichte auf 2.000 Metern'." Dazu werde auch die enge Kooperation mit dem LWL-Preußenmuseum in Minden beitragen, das 2022 eröffne. "Als weithin sichtbare Landmarke und als Wahrzeichen der Stadt und der Region Porta Westfalica hat das Kaiser-Wilhelm-Denkmal in 125 Jahren nichts von seiner Beliebtheit und Popularität verloren", sagte die Bürgermeisterin von Porta Westfalica, Dr. Sonja Gerlach. "Diese touristisch herausragende Sehenswürdigkeit ist für die Stadt und die Region Porta Westfalica ein wirkliches Geschenk. Ob man zum ersten Mal hier herauf kommt oder schon häufiger oder gar regelmäßig - der unvergleichliche Panoramablick und die Mächtigkeit des Denkmals sind im Spiel von Sonne und Licht, Wolken und Schatten immer wieder ein ganz besonderes Erlebnis." Landrätin Anna Katharina Bölling: "Wenn ich unterwegs war und den Kaiser sehe, dann weiß ich: Jetzt bin ich gleich zuhause. Wer hier vorbei kommt, kennt den Kaiser - und wer hier länger bleibt, entdeckt einen attraktiven Anlaufpunkt mit wunderschönem Ausblick und einzigartiger Natur. Das Denkmal lockt Menschen von nah und fern in unseren wunderschönen Mühlenkreis. Desto mehr freue ich mich auf die nächsten Jahre - denn gemeinsam mit dem LWL haben wir hier noch sehr viel vor." Die Leiterin des LWL-Preußenmuseums in Minden und des Besucherzentrums, Dr. Sylvia Necker, erläuterte in einem Vortrag die gegenwärtige Bedeutung von Denkmälern für die bundesrepublikanische Demokratie. Denkmäler, so Necker, seien nicht wegen der in Stein gemeißelten Botschaften wichtig, sondern, weil sich an ihnen kontroverse Debatten entzünden, so zum Beispiel aktuell im Hinblick auf Kolumbus Denkmäler in den USA. Necker: "Auch hier soll das Denkmal zum Ausgangspunkt für kritische Auseinandersetzungen mit den zentralen Akteuren der deutschen Kolonialgeschichte wie Wilhelm I. werden." Dies sehe sie zukünftig als vorrangige Aufgabe des LWL-Besucherzentrums im Kaiser-Wilhelm-Denkmal.

Feierstunde zum Geburtstag: Kaiser-Wilhelm-Denkmal wird 125 Jahre alt

Vor 125 Jahren wurde das Kaiser-Wilhelm-Denkmal eröffnet. © MT-Foto: Alex Lehn

Porta Westfalica (mt/mre). Mit einer Feierstunde hat der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) am Montagabend an die Eröffnung des Kaiser-Wilhelm-Denkmals vor 125 Jahren erinnert. Eine große Feier soll wegen der Corona-Pandemie erst 2022 stattfinden, heißt es in einer Pressemitteilung vom LWL. Der LWL als Eigentümer hatte das Denkmal auf dem Wittekindsberg aufwendig renoviert und vor drei Jahren mit neuem Besucherzentrum und Restaurant wiedereröffnet. Vor der Wiedereröffnung hatte der LWL mit 150.000 Besuchern im Jahr gerechnet, gekommen waren 2018 und 2019 etwa 230.000 und 210.000 Besucher.

"Der Touristenmagnet Kaiser-Wilhelm-Denkmal ist ein Riesenerfolg für die Region und weit darüber hinaus, getragen von der Region Westfalen-Lippe", sagte LWL-Direktor Matthias Löb vor rund 70 Gästen. "Das Konzept war ja, das Denkmal historisch für die Besucher durch das Besucherzentrum einzuordnen und außerdem die ganze Geschichte des Berges zu erzählen: von den Römern über Preußens Pomp bis zum Elend der Zwangsarbeiter im Zweiten Weltkrieg. Der Plan hat funktioniert: trotz Pandemie sind auch vergangenes Jahr etwa 200.000 Menschen am Denkmal gewesen. Ich hoffe, dass bald mit allen Akteuren noch mehr touristische Potenziale des Wittekindsberges gehoben werden können, nach dem Motto '2.000 Jahre Geschichte auf 2.000 Metern'." Dazu werde auch die enge Kooperation mit dem LWL-Preußenmuseum in Minden beitragen, das 2022 eröffne.

"Als weithin sichtbare Landmarke und als Wahrzeichen der Stadt und der Region Porta Westfalica hat das Kaiser-Wilhelm-Denkmal in 125 Jahren nichts von seiner Beliebtheit und Popularität verloren", sagte die Bürgermeisterin von Porta Westfalica, Dr. Sonja Gerlach. "Diese touristisch herausragende Sehenswürdigkeit ist für die Stadt und die Region Porta Westfalica ein wirkliches Geschenk. Ob man zum ersten Mal hier herauf kommt oder schon häufiger oder gar regelmäßig - der unvergleichliche Panoramablick und die Mächtigkeit des Denkmals sind im Spiel von Sonne und Licht, Wolken und Schatten immer wieder ein ganz besonderes Erlebnis."


Landrätin Anna Katharina Bölling: "Wenn ich unterwegs war und den Kaiser sehe, dann weiß ich: Jetzt bin ich gleich zuhause. Wer hier vorbei kommt, kennt den Kaiser - und wer hier länger bleibt, entdeckt einen attraktiven Anlaufpunkt mit wunderschönem Ausblick und einzigartiger Natur. Das Denkmal lockt Menschen von nah und fern in unseren wunderschönen Mühlenkreis. Desto mehr freue ich mich auf die nächsten Jahre - denn gemeinsam mit dem LWL haben wir hier noch sehr viel vor."

Die Leiterin des LWL-Preußenmuseums in Minden und des Besucherzentrums, Dr. Sylvia Necker, erläuterte in einem Vortrag die gegenwärtige Bedeutung von Denkmälern für die bundesrepublikanische Demokratie. Denkmäler, so Necker, seien nicht wegen der in Stein gemeißelten Botschaften wichtig, sondern, weil sich an ihnen kontroverse Debatten entzünden, so zum Beispiel aktuell im Hinblick auf Kolumbus Denkmäler in den USA. Necker: "Auch hier soll das Denkmal zum Ausgangspunkt für kritische Auseinandersetzungen mit den zentralen Akteuren der deutschen Kolonialgeschichte wie Wilhelm I. werden." Dies sehe sie zukünftig als vorrangige Aufgabe des LWL-Besucherzentrums im Kaiser-Wilhelm-Denkmal.

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