Engpässe im Portaner Rathaus - ein Dutzend Stellen nicht besetzt Thomas Lieske Porta Westfalica. Die Personallage im Portaner Rathaus ist weiter angespannt. Diesen Eindruck erweckt zumindest die lange Liste an Stellenausschreibungen für die Kernverwaltungen. Acht Stellen sind aktuell extern ausgeschrieben, darunter eine Leitungsfunktion für den wichtigen Fachbereich 5, zu dem die Sachgebiete Abwasser, Straßen und der Baubetriebshof gehören. Vier weitere Stellen sind ebenso unbesetzt, derzeit laufen Einstellungsgespräche. Zum Vergleich: Die Nachbarstadt Minden sucht bei deutlich mehr Beschäftigen derzeit sieben neue Mitarbeitende. Zudem gibt es im Portaner Rathaus mehrere Angestellte, die längerfristig erkrankt sind. Ob die Verwaltung selbst die Lage als angespannt empfindet, ließ sie auf MT-Anfrage aber offen. Das Personalmanagement der Stadt hat gleich mehrere Baustellen zu beackern. Eine Lösung muss zum Beispiel für die umfangreichere politische Arbeit gefunden werden. In der neuen Legislaturperiode gibt es mehr Bezirksausschüsse. Die Protokolle dazu sind in aller Regel bisher immer von Verwaltungsmitarbeitern geführt worden. Zuletzt konnten aber gleich mehrere Bezirksausschüsse nicht mehr besetzt werden. Deshalb schreibt die Verwaltung aktuell eine Stelle auf 450-Euro-Basis aus und sucht damit nun extern jemanden, der die Protokollführung übernimmt. Große Mühe bereitet der Verwaltung offenbar auch der Fachbereich 5, der die Themengebiete Abwasser, Straßen und den Baubetriebshof bündelt. Dieser war erst zum Ende der vergangenen Legislaturperiode aus dem Fachbereich des Technischen Beigeordneten Stefan Mohme ausgegliedert worden, weil die Arbeit schlicht nicht mehr zu schaffen war. Der vorübergehende Leiter Thomas Harms kündigte allerdings schon nach kurzer Zeit wieder. Seit April ist die Leitungsfunktion unbesetzt. Seit Ende September ist die Stelle auf politischen Beschluss wieder ausgeschrieben, erklärt Stadtsprecherin Babette Lissner. Bisher musste der Technische Beigeordnete das Themenfeld wieder übernehmen – mit der Folge, dass durch die enorme Arbeitsbelastung viele Prozesse länger dauerten. Eine Vertretung hatte Mohme bisher laut offiziellem Organigramm der Stadt nicht. Babette Lissner betont allerdings auf MT-Anfrage, dass die Bürgermeisterin Dr. Sonja Gerlach alle Vertretungen für Mohme übernehme. Der ist wiederum ihr Stellvertreter. Auch die Leitung des im Fachbereich 5 untergebrachten Sachgebietes Abwasser – ein sehr arbeitsintensives Themenfeld – ist noch unbesetzt. Laut Lissner werde für diese Stelle allerdings intern eine Lösung gefunden. Baustelle Nummer drei ist die Zahl der Langzeiterkrankten. Laut der Stadtsprecherin sind derzeit neun Beschäftigte länger als sechs Wochen krankgeschrieben. Bis Oktober gab es zudem neun Kündigungen, darunter der Fachbereichsleiter fünf, die Klimaschutzmanagerin und der Radwegebeauftragte. Außerdem sind acht Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Ruhestand gegangen– zum Beispiel der Umweltbeauftragte Dr. Albrecht von Lochow. „Alle vakanten Stellen wurden bereits oder werden wieder ausgeschrieben und möglichst zeitnah neu besetzt“, erklärt Lissner. Während die Stelle der Umweltbeauftragten zum November neu besetzt werden konnte, musste das Klimaschutzmanagement nun in die zweite Ausschreibungsrunde gehen – diesmal als unbefristete Stelle. Dem gegenüber stehen seit Januar aber auch 27 Neueinstellungen, darunter fünf Auszubildende, zwei Anwärter und vier Personen, die den Bundesfreiwilligendienst absolvieren.

Engpässe im Portaner Rathaus - ein Dutzend Stellen nicht besetzt

Die Portaner Verwaltung sucht händeringend gut qualifiziertes Personal für das Rathaus. Einige Neueinstellungen hat es bereits gegeben. Doch das reicht noch nicht. MT-Foto: Thomas Lieske

Porta Westfalica. Die Personallage im Portaner Rathaus ist weiter angespannt. Diesen Eindruck erweckt zumindest die lange Liste an Stellenausschreibungen für die Kernverwaltungen. Acht Stellen sind aktuell extern ausgeschrieben, darunter eine Leitungsfunktion für den wichtigen Fachbereich 5, zu dem die Sachgebiete Abwasser, Straßen und der Baubetriebshof gehören. Vier weitere Stellen sind ebenso unbesetzt, derzeit laufen Einstellungsgespräche.

Zum Vergleich: Die Nachbarstadt Minden sucht bei deutlich mehr Beschäftigen derzeit sieben neue Mitarbeitende. Zudem gibt es im Portaner Rathaus mehrere Angestellte, die längerfristig erkrankt sind. Ob die Verwaltung selbst die Lage als angespannt empfindet, ließ sie auf MT-Anfrage aber offen.

Das Personalmanagement der Stadt hat gleich mehrere Baustellen zu beackern. Eine Lösung muss zum Beispiel für die umfangreichere politische Arbeit gefunden werden. In der neuen Legislaturperiode gibt es mehr Bezirksausschüsse. Die Protokolle dazu sind in aller Regel bisher immer von Verwaltungsmitarbeitern geführt worden. Zuletzt konnten aber gleich mehrere Bezirksausschüsse nicht mehr besetzt werden. Deshalb schreibt die Verwaltung aktuell eine Stelle auf 450-Euro-Basis aus und sucht damit nun extern jemanden, der die Protokollführung übernimmt.

Malina Reckordt

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Große Mühe bereitet der Verwaltung offenbar auch der Fachbereich 5, der die Themengebiete Abwasser, Straßen und den Baubetriebshof bündelt. Dieser war erst zum Ende der vergangenen Legislaturperiode aus dem Fachbereich des Technischen Beigeordneten Stefan Mohme ausgegliedert worden, weil die Arbeit schlicht nicht mehr zu schaffen war. Der vorübergehende Leiter Thomas Harms kündigte allerdings schon nach kurzer Zeit wieder. Seit April ist die Leitungsfunktion unbesetzt. Seit Ende September ist die Stelle auf politischen Beschluss wieder ausgeschrieben, erklärt Stadtsprecherin Babette Lissner. Bisher musste der Technische Beigeordnete das Themenfeld wieder übernehmen – mit der Folge, dass durch die enorme Arbeitsbelastung viele Prozesse länger dauerten. Eine Vertretung hatte Mohme bisher laut offiziellem Organigramm der Stadt nicht. Babette Lissner betont allerdings auf MT-Anfrage, dass die Bürgermeisterin Dr. Sonja Gerlach alle Vertretungen für Mohme übernehme. Der ist wiederum ihr Stellvertreter.

Auch die Leitung des im Fachbereich 5 untergebrachten Sachgebietes Abwasser – ein sehr arbeitsintensives Themenfeld – ist noch unbesetzt. Laut Lissner werde für diese Stelle allerdings intern eine Lösung gefunden.

Baustelle Nummer drei ist die Zahl der Langzeiterkrankten. Laut der Stadtsprecherin sind derzeit neun Beschäftigte länger als sechs Wochen krankgeschrieben. Bis Oktober gab es zudem neun Kündigungen, darunter der Fachbereichsleiter fünf, die Klimaschutzmanagerin und der Radwegebeauftragte. Außerdem sind acht Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Ruhestand gegangen– zum Beispiel der Umweltbeauftragte Dr. Albrecht von Lochow. „Alle vakanten Stellen wurden bereits oder werden wieder ausgeschrieben und möglichst zeitnah neu besetzt“, erklärt Lissner. Während die Stelle der Umweltbeauftragten zum November neu besetzt werden konnte, musste das Klimaschutzmanagement nun in die zweite Ausschreibungsrunde gehen – diesmal als unbefristete Stelle.

Dem gegenüber stehen seit Januar aber auch 27 Neueinstellungen, darunter fünf Auszubildende, zwei Anwärter und vier Personen, die den Bundesfreiwilligendienst absolvieren.

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