Eiserner Meisterbrief für Karl-Heinz Stahlke Porta Westfalica/Petershagen (mig). „Er hat sein Hobby zum Beruf gemacht“, sagt Claudia Badura über ihren Vater, den Bäckermeister Karl-Heinz Stahlke. Im Haus „Anima“ in Holzhausen hat der heute 88-Jährige den „Eisernen Meisterbrief“ bekommen. 36 Jahre lang führte er ein Geschäft in Peterhagen-Wietersheim. Dass er Bäcker werden will, war Stahlke schon früh klar. Wer ihn suchte, fand ihn bei „Onkel Hermann“ in der Backstube, beim Teig ausrollen oder Kekse formen. Eine Anekdote hat Stahlke in seinem selbst verfassten Erinnerungsbuch fest gehalten. Darin beschreibt er, wie er bei einer Probe für ein Krippenspiel fehlte, weil er wieder zu Onkel Hermann gegangen war, dessen Backstube in Dünne (heute Bünde) lag. „Die schönste Jahreszeit war für mich der Winter und das Kekse backen“, schreibt der Senior. An den Duft von Spekulatius und „anderer Köstlichkeiten“ kann sich Stahlke noch heute gut erinnern. Er habe sein Hobby zum Beruf gemacht, sagt der Bäckermeister. Seine Tochter ergänzt: „Er hatte eine große Leidenschaft für seinen Beruf.“ Wenig Probleme hatte Stahlke auch mit dem frühen Aufstehen in seiner Lehrzeit ab 1947. „Das war mir nicht neu, ich konnte das Brot damals schon rund machen“, berichtet er seinen Gästen. Die Zeit Ende der 40er Jahre, beschreibt Stahlke als „mager“: man habe damals sogar mit Maismehl backen müssen – und den Teig mit amerikanischem Weißmehl veredelt. „Sonst hätte der nicht zusammen gehalten.“ Nach der Währungsreform ging es aufwärts, „mit Riesenschritten“, wie Stahlke sagt. „Die Kunden hatten einen Riesenhunger und wir haben gebacken wie die Weltmeister.“ Seine Gesellenzeit als Bäcker und später als Konditor verbrachte Stahlke von 1951 bis 1953 bei Breder in Bünde und von 1953 bis 1956 bei Koch in Herford. Seine Meisterprüfung zum Bäckermeister legte er am 12. Oktober 1955 in Bielefeld ab. Im Oktober 1956 kam der nächste große Schritt: Stahlke pachtete die Bäckerei Lübking in Wietersheim und führte diese 36 Jahre lang. „Mit der Unterstützung durch meine liebe Frau Renate war es eine schöne und erfolgreiche Zeit“, sagt Stahlke. Nach der Geschäftsaufgabe im März 1992 habe ihr Vater den Beruf wieder zu seinem Hobby gemacht, berichtet Tochter Claudia. Er habe weiterhin für Freunde und alte Kunden Brot, Kuchen und Kekse gebacken, „bis heute hilft er mit seinen Rezepten und Ideen“. Als er vor einiger Zeit von einer schweren Erkrankung genesen war, bekamen die Krankenschwester als Dank Zuckerkuchen. Den „Eisernen Meisterbrief“ bekam Stahlke vom Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Wittekindsland, Thomas Brinkmann, und dem Obermeister der Bäcker-Innung, Markus Redeker.

Eiserner Meisterbrief für Karl-Heinz Stahlke

Bäckermeister seit 65 Jahren. Karl-Heinz Stahlke mit dem Eisernen Meisterbrief. Foto: Michael Grundmeier © Grundmeier

Porta Westfalica/Petershagen (mig). „Er hat sein Hobby zum Beruf gemacht“, sagt Claudia Badura über ihren Vater, den Bäckermeister Karl-Heinz Stahlke. Im Haus „Anima“ in Holzhausen hat der heute 88-Jährige den „Eisernen Meisterbrief“ bekommen. 36 Jahre lang führte er ein Geschäft in Peterhagen-Wietersheim.

Dass er Bäcker werden will, war Stahlke schon früh klar. Wer ihn suchte, fand ihn bei „Onkel Hermann“ in der Backstube, beim Teig ausrollen oder Kekse formen. Eine Anekdote hat Stahlke in seinem selbst verfassten Erinnerungsbuch fest gehalten. Darin beschreibt er, wie er bei einer Probe für ein Krippenspiel fehlte, weil er wieder zu Onkel Hermann gegangen war, dessen Backstube in Dünne (heute Bünde) lag. „Die schönste Jahreszeit war für mich der Winter und das Kekse backen“, schreibt der Senior. An den Duft von Spekulatius und „anderer Köstlichkeiten“ kann sich Stahlke noch heute gut erinnern. Er habe sein Hobby zum Beruf gemacht, sagt der Bäckermeister. Seine Tochter ergänzt: „Er hatte eine große Leidenschaft für seinen Beruf.“

Wenig Probleme hatte Stahlke auch mit dem frühen Aufstehen in seiner Lehrzeit ab 1947. „Das war mir nicht neu, ich konnte das Brot damals schon rund machen“, berichtet er seinen Gästen. Die Zeit Ende der 40er Jahre, beschreibt Stahlke als „mager“: man habe damals sogar mit Maismehl backen müssen – und den Teig mit amerikanischem Weißmehl veredelt. „Sonst hätte der nicht zusammen gehalten.“ Nach der Währungsreform ging es aufwärts, „mit Riesenschritten“, wie Stahlke sagt. „Die Kunden hatten einen Riesenhunger und wir haben gebacken wie die Weltmeister.“

Seine Gesellenzeit als Bäcker und später als Konditor verbrachte Stahlke von 1951 bis 1953 bei Breder in Bünde und von 1953 bis 1956 bei Koch in Herford. Seine Meisterprüfung zum Bäckermeister legte er am 12. Oktober 1955 in Bielefeld ab. Im Oktober 1956 kam der nächste große Schritt: Stahlke pachtete die Bäckerei Lübking in Wietersheim und führte diese 36 Jahre lang. „Mit der Unterstützung durch meine liebe Frau Renate war es eine schöne und erfolgreiche Zeit“, sagt Stahlke.

Nach der Geschäftsaufgabe im März 1992 habe ihr Vater den Beruf wieder zu seinem Hobby gemacht, berichtet Tochter Claudia. Er habe weiterhin für Freunde und alte Kunden Brot, Kuchen und Kekse gebacken, „bis heute hilft er mit seinen Rezepten und Ideen“. Als er vor einiger Zeit von einer schweren Erkrankung genesen war, bekamen die Krankenschwester als Dank Zuckerkuchen.

Den „Eisernen Meisterbrief“ bekam Stahlke vom Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Wittekindsland, Thomas Brinkmann, und dem Obermeister der Bäcker-Innung, Markus Redeker.

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