Ein bisschen Urlaub vor der Haustür: Ein Ausflug in den Großen Weserbogen Thomas Lieske Porta Westfalica-Costedt (mt). Urlaubsstimmung herrscht nicht nur wegen des Campingplatzes. Wer das Gebiet am Großen Weserbogen in Costedt betritt, der findet sich in einer kleinen Seenlandschaft wieder. Und wer beim Gang rund um den Campingplatz einen Schritt an den Wegesrand wagt, dem eröffnet sich über den Mittleren See ein malerischer Blick durch die Porta. „Das ist eine meiner Lieblingsaussichten“, erzählt Portas Stadtheimatpfleger Herbert Wiese. Wofür viele Menschen weit fahren müssen, das haben die Portaner vor der Haustür. Der bewaldete Weg, der vor dem Wohnmobilplatz rechts abführt, wirkt verwunschen. Hinter jeder Ecke gibt es etwas Neues zu entdecken. Egal ob eine ganze Reiheransammlung in einem Tümpel oder die Nachtigall in den Baumwipfeln: Der Artenreichtum am Großen Weserbogen fasziniert den Stadtheimatpfleger und dessen Costedter Kollegen Ulrich Dörjes. „Hier gibt es Mauersegler, Fledermäuse, sogar den Seeadler haben wir hier“, schwärmt Dörjes. „Es wäre schön, wenn der hier mal nisten würde.“ Auch der Biber habe schon seine Fressspuren hinterlassen. Und der Wolf? „Ja, der wurde hier auch schon gesichtet“, sagt Dörjes. Was die Tiere offenbar lieben, zieht auch die Menschen an. Denn nach dem Waldweg öffnet sich der Große Weserbogen zu einer riesigen Wiesenlandschaft mit Storchenhorst und Zugang zur Weser, auf der man sich mit dem Kanu stromabwärts fast schon treiben lassen kann. „Dann sieht man nur Grün, das ist herrlich“, sind sich Wiese und Dörjes einig. In Sichtweite: die Rehmer Insel mit der sogenannten Kussbrücke – dort, wo sich Weser und Werre treffen. „Dort hat es schon mal einen Weltrekordversuch gegeben: Es sollten sich so viele Paare wie möglich darauf küssen“, erinnern sich Dörjes und Wiese beim Anblick des Bauwerks, das zum Sportplatz des Sportvereins Rot-Weiß Rehme führt. Geklappt hat es damals zwar nicht. Dafür ist die Aktion im Gedächtnis geblieben. Sogar ein kleines Segelrevier kann die Seenlandschaft bieten. Wer will, kann dort seine ersten Segelversuche unternehmen. Unter Aufsicht. Unter der steht am Wochenende auch der Badebereich am Südlichen See. Ein Ausflug in den Großen Weserbogen ist also wie ein Kurzurlaub vor der Haustür. MT-Serie: "Portas verborgene Schätze" Die MT-Serie „Portas verborgene Schätze“ widmet sich in loser Reihenfolge besonderen Hinguckern in Porta Westfalica, die auf den ersten Blick nicht zu entdecken sind. Das Kaiser-Wilhelm-Denkmal kennt nahezu jeder. Doch was ist eigentlich mit den Orten, die fernab der typischen Wanderwege liegen? Stadtheimatpfleger Herbert Wiese kennt viele dieser Orte.Heute: der Große Weserbogen.

Ein bisschen Urlaub vor der Haustür: Ein Ausflug in den Großen Weserbogen

Der Blick über den Mittleren See am Großen Weserbogen durch die Porta fasziniert die Besucher des Areals immer wieder. MT- © Foto: Thomas Lieske

Porta Westfalica-Costedt (mt). Urlaubsstimmung herrscht nicht nur wegen des Campingplatzes. Wer das Gebiet am Großen Weserbogen in Costedt betritt, der findet sich in einer kleinen Seenlandschaft wieder. Und wer beim Gang rund um den Campingplatz einen Schritt an den Wegesrand wagt, dem eröffnet sich über den Mittleren See ein malerischer Blick durch die Porta.

„Das ist eine meiner Lieblingsaussichten“, erzählt Portas Stadtheimatpfleger Herbert Wiese. Wofür viele Menschen weit fahren müssen, das haben die Portaner vor der Haustür. Der bewaldete Weg, der vor dem Wohnmobilplatz rechts abführt, wirkt verwunschen. Hinter jeder Ecke gibt es etwas Neues zu entdecken. Egal ob eine ganze Reiheransammlung in einem Tümpel oder die Nachtigall in den Baumwipfeln: Der Artenreichtum am Großen Weserbogen fasziniert den Stadtheimatpfleger und dessen Costedter Kollegen Ulrich Dörjes. „Hier gibt es Mauersegler, Fledermäuse, sogar den Seeadler haben wir hier“, schwärmt Dörjes. „Es wäre schön, wenn der hier mal nisten würde.“ Auch der Biber habe schon seine Fressspuren hinterlassen. Und der Wolf? „Ja, der wurde hier auch schon gesichtet“, sagt Dörjes.

Was die Tiere offenbar lieben, zieht auch die Menschen an. Denn nach dem Waldweg öffnet sich der Große Weserbogen zu einer riesigen Wiesenlandschaft mit Storchenhorst und Zugang zur Weser, auf der man sich mit dem Kanu stromabwärts fast schon treiben lassen kann. „Dann sieht man nur Grün, das ist herrlich“, sind sich Wiese und Dörjes einig.

In Sichtweite: die Rehmer Insel mit der sogenannten Kussbrücke – dort, wo sich Weser und Werre treffen. „Dort hat es schon mal einen Weltrekordversuch gegeben: Es sollten sich so viele Paare wie möglich darauf küssen“, erinnern sich Dörjes und Wiese beim Anblick des Bauwerks, das zum Sportplatz des Sportvereins Rot-Weiß Rehme führt. Geklappt hat es damals zwar nicht. Dafür ist die Aktion im Gedächtnis geblieben.

Sogar ein kleines Segelrevier kann die Seenlandschaft bieten. Wer will, kann dort seine ersten Segelversuche unternehmen. Unter Aufsicht. Unter der steht am Wochenende auch der Badebereich am Südlichen See. Ein Ausflug in den Großen Weserbogen ist also wie ein Kurzurlaub vor der Haustür.

MT-Serie: "Portas verborgene Schätze"

Die MT-Serie „Portas verborgene Schätze“ widmet sich in loser Reihenfolge besonderen Hinguckern in Porta Westfalica, die auf den ersten Blick nicht zu entdecken sind. Das Kaiser-Wilhelm-Denkmal kennt nahezu jeder. Doch was ist eigentlich mit den Orten, die fernab der typischen Wanderwege liegen? Stadtheimatpfleger Herbert Wiese kennt viele dieser Orte.Heute: der Große Weserbogen.

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