Ein Kommentar zum Verkauf des Großen Weserbogens: Brisantes Verfahren Thomas Lieske Einfach mal so den Campingplatz „Großer Weserbogen“ zu verkaufen, das funktioniert nicht. Das Verfahren ist aus mehreren Gründen kompliziert und auch brisant. Gleich zwei Kommunen sind als Gesellschafter beteiligt. Der Weg bis zum Verkauf muss doppelt abgesegnet werden. Brisant wird es bei den Flächen rund um den eigentlichen Campingplatz, die auf der Verkaufsliste stehen. Da geht es nicht nur um Gras mähen oder Äste schneiden, um alles in Schuss zu halten. Da geht es zum Teil um eine hoheitliche Aufgabe: Natur- und Hochwasserschutz. Wie beides gelingen kann, wenn diese Flächen privatisiert werden, ist nicht sauber geklärt. Zu Recht stellen Politiker kritische Fragen. Denn wenn der Kreis und die Stadt Porta betonen, dass der Betrieb eines Campingplatzes nicht Kernaufgabe einer Kommune ist, dann müssen sie sich auch gefallen lassen, dass Natur- und Hochwasserschutz nicht Kernaufgabe eines Privateigentümers sind. Am Weserbogen hängt mehr als nur eine Freizeitanlage.

Ein Kommentar zum Verkauf des Großen Weserbogens: Brisantes Verfahren

Einfach mal so den Campingplatz „Großer Weserbogen“ zu verkaufen, das funktioniert nicht. Das Verfahren ist aus mehreren Gründen kompliziert und auch brisant. Gleich zwei Kommunen sind als Gesellschafter beteiligt. Der Weg bis zum Verkauf muss doppelt abgesegnet werden.

Brisant wird es bei den Flächen rund um den eigentlichen Campingplatz, die auf der Verkaufsliste stehen. Da geht es nicht nur um Gras mähen oder Äste schneiden, um alles in Schuss zu halten. Da geht es zum Teil um eine hoheitliche Aufgabe: Natur- und Hochwasserschutz. Wie beides gelingen kann, wenn diese Flächen privatisiert werden, ist nicht sauber geklärt. Zu Recht stellen Politiker kritische Fragen. Denn wenn der Kreis und die Stadt Porta betonen, dass der Betrieb eines Campingplatzes nicht Kernaufgabe einer Kommune ist, dann müssen sie sich auch gefallen lassen, dass Natur- und Hochwasserschutz nicht Kernaufgabe eines Privateigentümers sind. Am Weserbogen hängt mehr als nur eine Freizeitanlage.

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