Zehn Jahre nach dem Großbrand in Porta: Das ist der aktuelle Stand beim Kaiserhof Dirk Haunhorst Porta Westfalica-Barkhausen. Anfang dieses Jahres arbeitete das Mindener Architekturbüro Albersmeier „unter Volldampf", so die eigene Aussage, an den Bauplänen für den Kaiserhof. Jörg Albersmeier, zugleich Eigentümer der traditionsreichen Immobilie, wollte bereits im April mit dem Bau von neuen Wohnungen auf dem Kaiserhof-Areal beginnen, sofern die planungsrechtlichen Voraussetzungen erfüllt sind. Tatsächlich passierte dann wenig. Einige Platanen wurden im Februar gefällt, das war’s. Das Bebauungsplanverfahren wurde ausgesetzt, weil Stadt und Eigentümer seit dem Sommer versuchen, in einer Mediation vor allem den Streit um die Laubenhalle beizulegen. Und so bietet das einst renommierte Hotel Kaiserhof mit seinen Nebengebäuden auch heute, exakt zehn Jahre nach dem verheerenden Brand, einen trostlosen Anblick. Zum Wesen einer Mediation gehört ihr nicht-öffentlicher Charakter. Deshalb ist von den beteiligten Parteien im laufenden Verfahren kaum etwas zu hören. Immerhin scheint nun eine Einigung in Sicht. Jörg Albersmeier hofft, „dass die Mediation noch in diesem Jahr ein Ergebnis bringt und zum Abschluss kommt". Etwas konkreter äußert sich Technischer Beigeordneter Stefan Mohme unter Hinweis auf einen Termin am 15. Dezember. „Ich bin optimistisch, dass wir dann alle Knackpunkte gelöst haben." Die Gespräche seien konstruktiv. Die Schlichtung unter Beteiligung eines Güterichters hatte im Sommer ein laufendes Verfahren (Aktenzeichen 1 K 3750/19) vor dem Verwaltungsgericht zunächst ruhend gestellt. Die West-Immo-Pro GmbH, deren Geschäftsführer Albersmeier ist, hatte 2019 gegen eine Verfügung der Stadt zur Sicherung der Laubenhalle geklagt. Der Eigentümer möchte die baufällige Halle nicht erhalten, sondern den Mittelteil als sogenanntes „Zitat" neu aufbauen. In der Mediation geht es aber nicht nur die um die denkmalgeschützte Laubenhalle, sondern auch um die Gestaltung von Gauben und Fassaden. Offensichtlich zeichnen sich für alle drei Punkte Kompromisse ab. Für die Sitzung des Planungsausschusses am 13. Dezember kommt der mutmaßliche Erfolg der Mediation zu spät. Das Verfahren zum vorhabenbezogenen Bebauungsplan könnte frühestens Anfang 2022 fortgesetzt werden und im Sommer mit dem Satzungsbeschluss enden – sofern die Politik mitspielt. Der Bau der geplanten Wohnungen, eines Boardinghauses sowie die Herrichtung des Hauptgebäudes, in dem Büros und ein Café untergebracht werden sollen, dürfte bis weit ins Jahr 2023 andauern. Nach dem Teilaufbau des Kaiserhofs waren die vergangenen Jahre von recht hitzigen Diskussionen geprägt. Vor drei Jahren sprach der damalige Bürgermeister Bernd Hedtmann treffend von einer „Gratwanderung", die gemeistert werden müsse. Sie bewege sich „zwischen Erhalt des Denkmals, der Herausstellung der historischen Bedeutung des ehemaligen Hotels Kaiserhof, des Gedenkens der Opfer der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft und einer umsetzbaren wirtschaftlichen Nutzung". Das Areal des Kaiserhofes grenzt an ein Landschaftsschutzgebiet und einen Fauna-Flora-Habitat-Bereich. Das Gebäude (seit 1983) und die Laubenhalle (1994) sind jeweils als Baudenkmal geschützt. Zuletzt hatte sich vor allem an der Laubenhalle, die auch als Laubengang bezeichnet wird, eine leidenschaftliche Debatte entzündet. Viele Bürgerinnen und Bürger pochen auf ihren Erhalt. Stadtheimatpfleger Herbert Wiese wies erst kürzlich auf ein Verwaltungsgerichtsurteil aus dem Jahr 2015 hin. Damals wollte der Insolvenzverwalter des Kaiserhofs die Immobilie aus dem Denkmalschutz herausbekommen, scheiterte aber vor Gericht. Ergebnis: Das Hauptgebäude und der Laubengang sind erhaltenswert. „Der Eigentümer war sich beim Kauf bewusst, dass es sich um eine denkmalgeschützte Immobilie handelt", sagte Wiese im MT-Interview. Leider habe die Stadt den Erhalt der Laubenhalle in der Vergangenheit nicht mit dem nötigen Nachdruck verfolgt, sich allerdings auch nicht der Rückendeckung der Politik sicher sein können, beklagte Wiese. Vor zehn Jahren war kaum vorstellbar, dass sich der Wiederaufbau des prominenten Gebäudes so lange hinziehen könnte. Nachdem das Hotel Kaiserhof in der Nacht vom 7. zum 8. Dezember 2011 – ein Dreivierteljahr nach der Insolvenz – in Flammen gestanden hatte, erklärte neben Eigentümerfamilie und Insolvenzverwalter auch Architekt Albersmeier, dass das markante Gebäude am Barkhauser Ortseingang möglichst rasch wiedererrichtet werden soll. Dafür stand unterm Strich eine Versicherungssumme von vier Millionen Euro zur Verfügung. Allerdings gingen die Meinungen über die sinnvolle Verwendung der Summe bald auseinander. Die Brandursache wurde nie geklärt. Wie der Insolvenzverwalter damals nach Gesprächen mit Ermittlern berichtete, sei das Feuer entweder aufgrund eines technischen Defektes oder aber aufgrund fahrlässiger Brandstiftung ausgebrochen – wahrscheinlich an einem Tresen in der Nähe des Durchgangs zum Saal. Von Vorsatz sei nicht auszugehen, da man keine Brandbeschleuniger gefunden habe, hieß es damals. Zu den denkwürdigen Kaiserhof-Episoden des zurückliegenden Jahrzehnts zählen neben den eklatanten Verzögerungen beim Wiederaufbau auch die Bemühungen, einen geeigneten Investor zu finden. Besonders skurril: Im September 2011, also wenige Monate vor dem Brand, schien der Insolvenzverwalter bereits einen Käufer gefunden zu haben. Dieser unterzeichnete den entsprechenden Vertrag und kündigte an, den Kaiserhof wieder als Hotel aufbauen zu wollen, mied aber jedwede Öffentlichkeit und zahlte auch nicht den vereinbarten Preis von 360.000 Euro. Nachdem mehrere Fristen verstrichen waren, flog der Insolvenzverwalter Anfang 2012 nach Zürich, um von dem Kontrakt zurückzutreten. Der Käufer war nicht erreichbar, immerhin aber dessen Anwältin. Es ist ein Rätsel, warum der Geschäftsmann zwar einen Kaufvertrag unterzeichnete, aber dann den Preis nicht zahlte, was auch nach dem Brand noch möglich und wohl ertragreich gewesen wäre. So hätte sich der große Unbekannte mit der Versicherung auf eine Millionenabfindung einigen und die Ruine dann eventuell ihrem Schicksal überlassen können. Doch der Käufer habe die Versicherungspolice gar nicht sehen wollen, berichtete der Insolvenzverwalter damals dem MT. „Hätte er danach gefragt, hätte ich sie rausgeben müssen." Weitere zum Teil dubiose Interessenten waren im Gespräch, bevor 2016 mit Günter Schiffers ein guter Bekannter von Architekt Albersmeier die Immobilie kaufte. Dazu wurde die West-Immo-Pro GmbH gegründet, in der Miteigentümer Jörg Albersmeier 2020 als Geschäftsführer die Nachfolge Schiffers antrat, der sich aus dem Kaiserhof-Projekt zurückzog. Dass es an seiner „Karriere" vom beauftragten Architekten für den Wiederaufbau bis hin zum Kaiserhof-Eigentümer viel Kritik geben würde, konnte Albersmeier nicht überraschen. Er selbst hatte in der Phase des rudimentären Wiederaufbaus geunkt, dass zwei Leute den Kaiserhof eigentlich nicht kaufen dürften: der Insolvenzverwalter und er selbst. Getan hat er es dann trotzdem. Der Kaiserhof sei ihm eine Herzensangelegenheit, sagte Albersmeier später bei mehreren Gelegenheiten. Der historische Gaststätte, errichtet in den 1890er Jahren, als auch das Kaiser-Wilhelm-Denkmal entstand, prägt seit fast 130 Jahren und somit seit mehreren Generationen das Bild der Porta. Auch viele persönliche Erinnerungen der Bürgerinnen und Bürger und vieler Gäste sind damit verbunden. Zur Historie des Hotels gehört aber auch, dass es in den Jahren 1944/45 in ein KZ-Außenlager für bis zu 1.300 Zwangsarbeiter umfunktioniert wurde. Dieses traurige Kapitel soll im Zuge der Neu- und Umbaupläne in dem Gebäude dokumentiert werden.

Zehn Jahre nach dem Großbrand in Porta: Das ist der aktuelle Stand beim Kaiserhof

Drama in der Nacht zum 8. Dezember 2011: Die Flammen zerstörten das Hotel, das damals wegen Insolvenz bereits außer Betrieb war. Archivfoto: © Alex Lehn

Porta Westfalica-Barkhausen. Anfang dieses Jahres arbeitete das Mindener Architekturbüro Albersmeier „unter Volldampf", so die eigene Aussage, an den Bauplänen für den Kaiserhof. Jörg Albersmeier, zugleich Eigentümer der traditionsreichen Immobilie, wollte bereits im April mit dem Bau von neuen Wohnungen auf dem Kaiserhof-Areal beginnen, sofern die planungsrechtlichen Voraussetzungen erfüllt sind. Tatsächlich passierte dann wenig. Einige Platanen wurden im Februar gefällt, das war’s. Das Bebauungsplanverfahren wurde ausgesetzt, weil Stadt und Eigentümer seit dem Sommer versuchen, in einer Mediation vor allem den Streit um die Laubenhalle beizulegen. Und so bietet das einst renommierte Hotel Kaiserhof mit seinen Nebengebäuden auch heute, exakt zehn Jahre nach dem verheerenden Brand, einen trostlosen Anblick.

Zum Wesen einer Mediation gehört ihr nicht-öffentlicher Charakter. Deshalb ist von den beteiligten Parteien im laufenden Verfahren kaum etwas zu hören. Immerhin scheint nun eine Einigung in Sicht. Jörg Albersmeier hofft, „dass die Mediation noch in diesem Jahr ein Ergebnis bringt und zum Abschluss kommt". Etwas konkreter äußert sich Technischer Beigeordneter Stefan Mohme unter Hinweis auf einen Termin am 15. Dezember. „Ich bin optimistisch, dass wir dann alle Knackpunkte gelöst haben." Die Gespräche seien konstruktiv.

Die Schlichtung unter Beteiligung eines Güterichters hatte im Sommer ein laufendes Verfahren (Aktenzeichen 1 K 3750/19) vor dem Verwaltungsgericht zunächst ruhend gestellt. Die West-Immo-Pro GmbH, deren Geschäftsführer Albersmeier ist, hatte 2019 gegen eine Verfügung der Stadt zur Sicherung der Laubenhalle geklagt. Der Eigentümer möchte die baufällige Halle nicht erhalten, sondern den Mittelteil als sogenanntes „Zitat" neu aufbauen. In der Mediation geht es aber nicht nur die um die denkmalgeschützte Laubenhalle, sondern auch um die Gestaltung von Gauben und Fassaden. Offensichtlich zeichnen sich für alle drei Punkte Kompromisse ab.

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Für die Sitzung des Planungsausschusses am 13. Dezember kommt der mutmaßliche Erfolg der Mediation zu spät. Das Verfahren zum vorhabenbezogenen Bebauungsplan könnte frühestens Anfang 2022 fortgesetzt werden und im Sommer mit dem Satzungsbeschluss enden – sofern die Politik mitspielt. Der Bau der geplanten Wohnungen, eines Boardinghauses sowie die Herrichtung des Hauptgebäudes, in dem Büros und ein Café untergebracht werden sollen, dürfte bis weit ins Jahr 2023 andauern.

Abgesehen vom Dach macht der Kaiserhof einen heruntergekommenen Eindruck. Er ist aber ab der neuen Stahlbetondecke oberhalb des ersten Obergeschosses ein Neubau. Über dem Fachwerk steht eine neue Dach- und Turmkonstruktion, deren Hölzer mit 55 Tonnen Stahl verstärkt wurden. Foto: - © Alex Lehn
Abgesehen vom Dach macht der Kaiserhof einen heruntergekommenen Eindruck. Er ist aber ab der neuen Stahlbetondecke oberhalb des ersten Obergeschosses ein Neubau. Über dem Fachwerk steht eine neue Dach- und Turmkonstruktion, deren Hölzer mit 55 Tonnen Stahl verstärkt wurden. Foto: - © Alex Lehn

Nach dem Teilaufbau des Kaiserhofs waren die vergangenen Jahre von recht hitzigen Diskussionen geprägt. Vor drei Jahren sprach der damalige Bürgermeister Bernd Hedtmann treffend von einer „Gratwanderung", die gemeistert werden müsse. Sie bewege sich „zwischen Erhalt des Denkmals, der Herausstellung der historischen Bedeutung des ehemaligen Hotels Kaiserhof, des Gedenkens der Opfer der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft und einer umsetzbaren wirtschaftlichen Nutzung".

Das Areal des Kaiserhofes grenzt an ein Landschaftsschutzgebiet und einen Fauna-Flora-Habitat-Bereich. Das Gebäude (seit 1983) und die Laubenhalle (1994) sind jeweils als Baudenkmal geschützt. Zuletzt hatte sich vor allem an der Laubenhalle, die auch als Laubengang bezeichnet wird, eine leidenschaftliche Debatte entzündet. Viele Bürgerinnen und Bürger pochen auf ihren Erhalt. Stadtheimatpfleger Herbert Wiese wies erst kürzlich auf ein Verwaltungsgerichtsurteil aus dem Jahr 2015 hin. Damals wollte der Insolvenzverwalter des Kaiserhofs die Immobilie aus dem Denkmalschutz herausbekommen, scheiterte aber vor Gericht. Ergebnis: Das Hauptgebäude und der Laubengang sind erhaltenswert. „Der Eigentümer war sich beim Kauf bewusst, dass es sich um eine denkmalgeschützte Immobilie handelt", sagte Wiese im MT-Interview. Leider habe die Stadt den Erhalt der Laubenhalle in der Vergangenheit nicht mit dem nötigen Nachdruck verfolgt, sich allerdings auch nicht der Rückendeckung der Politik sicher sein können, beklagte Wiese.

Vor zehn Jahren war kaum vorstellbar, dass sich der Wiederaufbau des prominenten Gebäudes so lange hinziehen könnte. Nachdem das Hotel Kaiserhof in der Nacht vom 7. zum 8. Dezember 2011 – ein Dreivierteljahr nach der Insolvenz – in Flammen gestanden hatte, erklärte neben Eigentümerfamilie und Insolvenzverwalter auch Architekt Albersmeier, dass das markante Gebäude am Barkhauser Ortseingang möglichst rasch wiedererrichtet werden soll. Dafür stand unterm Strich eine Versicherungssumme von vier Millionen Euro zur Verfügung. Allerdings gingen die Meinungen über die sinnvolle Verwendung der Summe bald auseinander.

Die Brandursache wurde nie geklärt. Wie der Insolvenzverwalter damals nach Gesprächen mit Ermittlern berichtete, sei das Feuer entweder aufgrund eines technischen Defektes oder aber aufgrund fahrlässiger Brandstiftung ausgebrochen – wahrscheinlich an einem Tresen in der Nähe des Durchgangs zum Saal. Von Vorsatz sei nicht auszugehen, da man keine Brandbeschleuniger gefunden habe, hieß es damals.

Zu den denkwürdigen Kaiserhof-Episoden des zurückliegenden Jahrzehnts zählen neben den eklatanten Verzögerungen beim Wiederaufbau auch die Bemühungen, einen geeigneten Investor zu finden. Besonders skurril: Im September 2011, also wenige Monate vor dem Brand, schien der Insolvenzverwalter bereits einen Käufer gefunden zu haben. Dieser unterzeichnete den entsprechenden Vertrag und kündigte an, den Kaiserhof wieder als Hotel aufbauen zu wollen, mied aber jedwede Öffentlichkeit und zahlte auch nicht den vereinbarten Preis von 360.000 Euro. Nachdem mehrere Fristen verstrichen waren, flog der Insolvenzverwalter Anfang 2012 nach Zürich, um von dem Kontrakt zurückzutreten. Der Käufer war nicht erreichbar, immerhin aber dessen Anwältin.

Es ist ein Rätsel, warum der Geschäftsmann zwar einen Kaufvertrag unterzeichnete, aber dann den Preis nicht zahlte, was auch nach dem Brand noch möglich und wohl ertragreich gewesen wäre. So hätte sich der große Unbekannte mit der Versicherung auf eine Millionenabfindung einigen und die Ruine dann eventuell ihrem Schicksal überlassen können. Doch der Käufer habe die Versicherungspolice gar nicht sehen wollen, berichtete der Insolvenzverwalter damals dem MT. „Hätte er danach gefragt, hätte ich sie rausgeben müssen."

Weitere zum Teil dubiose Interessenten waren im Gespräch, bevor 2016 mit Günter Schiffers ein guter Bekannter von Architekt Albersmeier die Immobilie kaufte. Dazu wurde die West-Immo-Pro GmbH gegründet, in der Miteigentümer Jörg Albersmeier 2020 als Geschäftsführer die Nachfolge Schiffers antrat, der sich aus dem Kaiserhof-Projekt zurückzog. Dass es an seiner „Karriere" vom beauftragten Architekten für den Wiederaufbau bis hin zum Kaiserhof-Eigentümer viel Kritik geben würde, konnte Albersmeier nicht überraschen. Er selbst hatte in der Phase des rudimentären Wiederaufbaus geunkt, dass zwei Leute den Kaiserhof eigentlich nicht kaufen dürften: der Insolvenzverwalter und er selbst. Getan hat er es dann trotzdem. Der Kaiserhof sei ihm eine Herzensangelegenheit, sagte Albersmeier später bei mehreren Gelegenheiten.

Der historische Gaststätte, errichtet in den 1890er Jahren, als auch das Kaiser-Wilhelm-Denkmal entstand, prägt seit fast 130 Jahren und somit seit mehreren Generationen das Bild der Porta. Auch viele persönliche Erinnerungen der Bürgerinnen und Bürger und vieler Gäste sind damit verbunden. Zur Historie des Hotels gehört aber auch, dass es in den Jahren 1944/45 in ein KZ-Außenlager für bis zu 1.300 Zwangsarbeiter umfunktioniert wurde. Dieses traurige Kapitel soll im Zuge der Neu- und Umbaupläne in dem Gebäude dokumentiert werden.

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