Dorfmarkt trotzt der Krise: 800 Besucher kommen nach Kleinenbremen Stefan Lyrath Porta Westfalica-Kleinenbremen. Der Kleinenbremer Dorfmarkt hat sich nach der Zwangspause gesund zurückgemeldet: Geschätzte 800 Menschen haben die Veranstaltung am Sonntag besucht – über den ganzen Tag verteilt. Von dieser Zahl gehen Jörg Achilles, Vorsitzender des Bezirksausschusses, und Walter Caselitz, Chef des örtlichen Heimatvereins, übereinstimmend aus. „Damit sind wir auf einem guten Stand“, stellt Achilles fest. Bei den Veranstaltern sorgt das Ergebnis für zufriedene Gesichter, denn: Wegen der Pandemie hatten es die Macher diesmal bei einer abgespeckten Version mit zwölf Ständen belassen – 25 weniger als vor zwei Jahren. Außerdem wurde die Veranstaltung um eine Stunde gekürzt. Trotzdem strömten die Besucher. „Das ist der Lohn der Ehrenamtlichen“, erklärt Walter Caselitz die Motivation der freiwilligen Helfer. Auch das Wetter spielte mit, obwohl es am frühen Vormittag zunächst nach Regen ausgesehen hatte. Vor zwei Jahren hatte die Veranstaltung etwa 1.800 Besucher und 37 Stände, bevor sie 2020 wegen der Corona-Krise abgesagt wurde. Angesichts sinkender Inzidenzwerte hatte sich der Bezirksausschuss im Juni dafür ausgesprochen, den Dorfmarkt trotz Pandemie stattfinden zu lassen – und auch dann noch an den Planungen festgehalten, als die Zahlen später wieder leicht anstiegen. Die endgültige Entscheidung fiel eine Woche vor dem Markt, der stets mit einem Mahl- und Backtag des Heimatvereins verbunden ist. „Wer wagt, gewinnt. Die Resonanz zeigt uns, dass es richtig war“, sagt Jörg Achilles. „Ich habe das Gefühl, dass die Menschen wieder ihre Freiheit genießen wollen“, meint Ulrike Müller, Initiatorin der Backgruppe des Heimatvereins, die am Sonntag 20 Bleche mit Butterkuchen verkauft hat. Das Geld können die Heimatfreunde gut gebrauchen. Wegen der Pandemie waren mehrere Veranstaltungen ausgefallen, zum Beispiel der Großflohmarkt „Lütgenbremer Klüngel“. Hinzu kommt: Beim Innenausbau des Meierhof-Backhauses, über das „Bündnis ländlicher Raum“ mit 20.000 Euro gefördert, hatte der Verein eine vierstellige Summe dazugelegt – und rund 900 ehrenamtliche Arbeitsstunden investiert. „Damit wir unsere Objekte weiterhin betreiben und unterhalten können, ist ein gewisses finanzielles Polster nötig“, erklärt Vorsitzender Walter Caselitz. Mehr als 50 Besucher nutzten beim Dorfmarkt die Gelegenheit, die Mönkhoffsche Wassermühle zu besichtigen – streng nach den Corona-Regeln. Tänze zeigte die Volkstanz- und Trachtengruppe des SV Frille-Wietersheim. Zufrieden waren offenbar auch die Standbetreiber. „Ich habe beim Rundgang nur Positives gehört“, berichtet Jörg Achilles.

Dorfmarkt trotzt der Krise: 800 Besucher kommen nach Kleinenbremen

Schwungvolle Tänze zeigt die Volkstanz- und Trachtengruppe des SV Frille-Wietersheim. Foto: Stefan Lyrath © Lyrath

Porta Westfalica-Kleinenbremen. Der Kleinenbremer Dorfmarkt hat sich nach der Zwangspause gesund zurückgemeldet: Geschätzte 800 Menschen haben die Veranstaltung am Sonntag besucht – über den ganzen Tag verteilt. Von dieser Zahl gehen Jörg Achilles, Vorsitzender des Bezirksausschusses, und Walter Caselitz, Chef des örtlichen Heimatvereins, übereinstimmend aus.

„Damit sind wir auf einem guten Stand“, stellt Achilles fest. Bei den Veranstaltern sorgt das Ergebnis für zufriedene Gesichter, denn: Wegen der Pandemie hatten es die Macher diesmal bei einer abgespeckten Version mit zwölf Ständen belassen – 25 weniger als vor zwei Jahren. Außerdem wurde die Veranstaltung um eine Stunde gekürzt.

Trotzdem strömten die Besucher. „Das ist der Lohn der Ehrenamtlichen“, erklärt Walter Caselitz die Motivation der freiwilligen Helfer. Auch das Wetter spielte mit, obwohl es am frühen Vormittag zunächst nach Regen ausgesehen hatte. Vor zwei Jahren hatte die Veranstaltung etwa 1.800 Besucher und 37 Stände, bevor sie 2020 wegen der Corona-Krise abgesagt wurde.


Angesichts sinkender Inzidenzwerte hatte sich der Bezirksausschuss im Juni dafür ausgesprochen, den Dorfmarkt trotz Pandemie stattfinden zu lassen – und auch dann noch an den Planungen festgehalten, als die Zahlen später wieder leicht anstiegen. Die endgültige Entscheidung fiel eine Woche vor dem Markt, der stets mit einem Mahl- und Backtag des Heimatvereins verbunden ist.

„Wer wagt, gewinnt. Die Resonanz zeigt uns, dass es richtig war“, sagt Jörg Achilles. „Ich habe das Gefühl, dass die Menschen wieder ihre Freiheit genießen wollen“, meint Ulrike Müller, Initiatorin der Backgruppe des Heimatvereins, die am Sonntag 20 Bleche mit Butterkuchen verkauft hat.

Das Geld können die Heimatfreunde gut gebrauchen. Wegen der Pandemie waren mehrere Veranstaltungen ausgefallen, zum Beispiel der Großflohmarkt „Lütgenbremer Klüngel“. Hinzu kommt: Beim Innenausbau des Meierhof-Backhauses, über das „Bündnis ländlicher Raum“ mit 20.000 Euro gefördert, hatte der Verein eine vierstellige Summe dazugelegt – und rund 900 ehrenamtliche Arbeitsstunden investiert.

„Damit wir unsere Objekte weiterhin betreiben und unterhalten können, ist ein gewisses finanzielles Polster nötig“, erklärt Vorsitzender Walter Caselitz. Mehr als 50 Besucher nutzten beim Dorfmarkt die Gelegenheit, die Mönkhoffsche Wassermühle zu besichtigen – streng nach den Corona-Regeln. Tänze zeigte die Volkstanz- und Trachtengruppe des SV Frille-Wietersheim.

Zufrieden waren offenbar auch die Standbetreiber. „Ich habe beim Rundgang nur Positives gehört“, berichtet Jörg Achilles.

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