Digitaler Ersatz fürs Livekonzert: Musiker machen berührenden Film Gisela Schwarze Porta Westfalica-Hausberge (GS). Das ursprünglich geplante Konzert musste ausfallen: Stattdessen luden die Portaner Musik- und Kunstschule, die Mindener Freiherr-von-Vincke -Realschule und die Mariengemeinde Minden zur Filmvorführung „Frieden und Freiheit“ ins Bürgerhaus ein. In digitalem Format sorgte das außergewöhnliche Gemeinschaftswerk nun für Gänsehautmomente. Dafür dankten der stellvertretende Bürgermeister Karl-Erich Schmeding (CDU) und der Besucherkreis, der allerdings zum Bedauern der Veranstalter recht klein war. Eigentlich sollte das Gemeinschaftskonzert vor eineinhalb Jahren – 75 Jahre nach Ende des Zweiten Weltkriegs – in der Marienkirche stattfinden. „Die Einladungsplakate hingen bereits und dann kamen eine Woche vor Veranstaltungstermin die Corona-Einschränkungen“, blickte Musikschulleiter Rüdiger Konrad auf das jähe Ende aller Vorfreude im Frühjahr 2020.Rüdiger Konrad und Ehefrau Gabriele Brose-Konrad, Kunstpädagogin an der Freiherr-von-Vincke-Realschule und an der Musikschule in Porta, hatten die Idee zu dem Gemeinschaftskonzert. Aufgrund des pandemiebedingten Ausfall filmte Rüdiger Konrad mit dem Handy zahlreiche Sequenzen aus dem Konzertprogramm und kreierte den Film „Frieden und Freiheit“. „Die Vorbereitungsarbeiten für das entgangene Konzert, geleistet von Schülern und Lehrern, wollte ich unbedingt festhalten. Richtig Mühe machte mir das Schneiden.“ Musikschul-Pädagogin Katharina Ehlenbröker-Tönnies brachte dann den Stein ins Rollen, den Film am jetzigen Volkstrauertag öffentlich zu präsentieren. Realschulleiterin Ria Urban und Frieder Küppers, Pfarrer der Mariengemeinde, unterstützten die künstlerischen Tätigkeiten nach Kräften.Die beiden Realschullehrerinnen Gabriele Brose-Konrad und Christine Stein-Wischmeyer berichteten in dem Film von der Vorbereitung in den Fächern Politik und Kunst. Über 600 Metalltafeln seien von den Schülern mit Friedenstauben bemalt und dann zu einem Gesamtkunstwerk zusammengefügt worden. Diese beeindruckende Installation, von Schülern gefertigte Tonarbeiten und großflächig gestaltete Hintergrundwände mit bedrohlichen und beschützenden Motiven, symbolisierten gesellschaftliche Zustände, die die Betrachter zum Nachdenken anregten. Diverse Textbeiträge, etwa Erlebnisse der Arbeitsgruppe Zeitzeugen der Universität Leipzig, bereicherten die Präsentation.„Kunst kann uns berühren“, sagt Rüdiger Konrad. Das tat sie bei der Filmvorführung sowohl optisch als auch akustisch mit unterschiedlichen Instrumenten. „Nein, meine Söhne geb’ ich nicht!“ spielt und singt Gitarrenlehrer Torsten Stuckenholz nach dem Lied von Reinhard Mey. Bjarne Bolanz, Klavierschüler von Cathrin Schulze-Dorfkönig,ist mit dem mit dem Vortrag von „Time“ zu hören. Rüdiger Konrad arrangiert das Werk „Trotz des Todes Rachen“ für Blechblasinstrumente und trägt die Komposition mit Valentin Konrad vor. Weniger lautstark als die Posaunisten bringen Finn Schierenberg und die Violinlehrerin Barbara Fedyanin auf ihren Geigen sowie Jasmin Deerberg am Klavier „La Rosa“ von Joachim Johow zu Gehör. Zarte Gitarrenklänge hört das Publikum von Devin Neudorf, Schüler des Gitarrenlehrers Rudi Rebb, bei „Fields of Gold“ von Sting.Zum Programm zählt auch auch der Vortrag der Klavierlehrerin Irene Tiessen „You are the reason“ von Calum Scott. „Den kleinen weißen Esel“ lassen Pauline Heise (Querflöte) und Emma Felder (Klavier) erklingen. Hannah Schneider, Jette Ristock und Pauline Heise erfreuen auf Querflöten mit „Hatika“, begleitet am Klavier von Cathrin Schulze Dorfkönig.„Sobald die Macht der Liebe stärker ist als die Liebe zur Macht, wird die Welt Frieden finden“ – auch diese Worte des Gitarristen und Sängers Jimmy Hendrix werden eingeblendet – und hinterlassen Eindruck. Links zum Gemeinschaftskonzert stehen auf diesen Internetseiten: musikschule-Porta.de und www.vincke-realschule.de.

Digitaler Ersatz fürs Livekonzert: Musiker machen berührenden Film

Auch Ria Urban, Leiterin der Freiherr-von-Vincke-Realschule, kommt im Film zu Wort. Foto: GS © Schwarze

Porta Westfalica-Hausberge (GS). Das ursprünglich geplante Konzert musste ausfallen: Stattdessen luden die Portaner Musik- und Kunstschule, die Mindener Freiherr-von-Vincke -Realschule und die Mariengemeinde Minden zur Filmvorführung „Frieden und Freiheit“ ins Bürgerhaus ein. In digitalem Format sorgte das außergewöhnliche Gemeinschaftswerk nun für Gänsehautmomente. Dafür dankten der stellvertretende Bürgermeister Karl-Erich Schmeding (CDU) und der Besucherkreis, der allerdings zum Bedauern der Veranstalter recht klein war.

Eigentlich sollte das Gemeinschaftskonzert vor eineinhalb Jahren – 75 Jahre nach Ende des Zweiten Weltkriegs – in der Marienkirche stattfinden. „Die Einladungsplakate hingen bereits und dann kamen eine Woche vor Veranstaltungstermin die Corona-Einschränkungen“, blickte Musikschulleiter Rüdiger Konrad auf das jähe Ende aller Vorfreude im Frühjahr 2020.

Rüdiger Konrad und Ehefrau Gabriele Brose-Konrad, Kunstpädagogin an der Freiherr-von-Vincke-Realschule und an der Musikschule in Porta, hatten die Idee zu dem Gemeinschaftskonzert. Aufgrund des pandemiebedingten Ausfall filmte Rüdiger Konrad mit dem Handy zahlreiche Sequenzen aus dem Konzertprogramm und kreierte den Film „Frieden und Freiheit“. „Die Vorbereitungsarbeiten für das entgangene Konzert, geleistet von Schülern und Lehrern, wollte ich unbedingt festhalten. Richtig Mühe machte mir das Schneiden.“ Musikschul-Pädagogin Katharina Ehlenbröker-Tönnies brachte dann den Stein ins Rollen, den Film am jetzigen Volkstrauertag öffentlich zu präsentieren. Realschulleiterin Ria Urban und Frieder Küppers, Pfarrer der Mariengemeinde, unterstützten die künstlerischen Tätigkeiten nach Kräften.

Die beiden Realschullehrerinnen Gabriele Brose-Konrad und Christine Stein-Wischmeyer berichteten in dem Film von der Vorbereitung in den Fächern Politik und Kunst. Über 600 Metalltafeln seien von den Schülern mit Friedenstauben bemalt und dann zu einem Gesamtkunstwerk zusammengefügt worden. Diese beeindruckende Installation, von Schülern gefertigte Tonarbeiten und großflächig gestaltete Hintergrundwände mit bedrohlichen und beschützenden Motiven, symbolisierten gesellschaftliche Zustände, die die Betrachter zum Nachdenken anregten. Diverse Textbeiträge, etwa Erlebnisse der Arbeitsgruppe Zeitzeugen der Universität Leipzig, bereicherten die Präsentation.

„Kunst kann uns berühren“, sagt Rüdiger Konrad. Das tat sie bei der Filmvorführung sowohl optisch als auch akustisch mit unterschiedlichen Instrumenten. „Nein, meine Söhne geb’ ich nicht!“ spielt und singt Gitarrenlehrer Torsten Stuckenholz nach dem Lied von Reinhard Mey. Bjarne Bolanz, Klavierschüler von Cathrin Schulze-Dorfkönig,ist mit dem mit dem Vortrag von „Time“ zu hören. Rüdiger Konrad arrangiert das Werk „Trotz des Todes Rachen“ für Blechblasinstrumente und trägt die Komposition mit Valentin Konrad vor. Weniger lautstark als die Posaunisten bringen Finn Schierenberg und die Violinlehrerin Barbara Fedyanin auf ihren Geigen sowie Jasmin Deerberg am Klavier „La Rosa“ von Joachim Johow zu Gehör. Zarte Gitarrenklänge hört das Publikum von Devin Neudorf, Schüler des Gitarrenlehrers Rudi Rebb, bei „Fields of Gold“ von Sting.

Zum Programm zählt auch auch der Vortrag der Klavierlehrerin Irene Tiessen „You are the reason“ von Calum Scott. „Den kleinen weißen Esel“ lassen Pauline Heise (Querflöte) und Emma Felder (Klavier) erklingen. Hannah Schneider, Jette Ristock und Pauline Heise erfreuen auf Querflöten mit „Hatika“, begleitet am Klavier von Cathrin Schulze Dorfkönig.

„Sobald die Macht der Liebe stärker ist als die Liebe zur Macht, wird die Welt Frieden finden“ – auch diese Worte des Gitarristen und Sängers Jimmy Hendrix werden eingeblendet – und hinterlassen Eindruck.

Links zum Gemeinschaftskonzert stehen auf diesen Internetseiten: musikschule-Porta.de und www.vincke-realschule.de.

Malina Reckordt

Gendern bei MT - überflüssig oder überfällig?

Nehmen Sie jetzt an der Umfrage zum Thema Gendern teil

Copyright © Mindener Tageblatt 2021
Texte und Fotos von MT.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.
Weiterlesen in Porta Westfalica