Dietmar Lehmann ist Spitzenkandidat der Wählergemeinschaft Porta Dirk Haunhorst Porta Westfalica. Der Vorsitzende der neuen Wählergemeinschaft Porta ist zugleich ihr Spitzenkandidat. Der frühere Volkshochschul-Direktor Dietmar Lehmann, der sich in Hausberge um ein Direktmandat bewirbt, führt die sogenannte Reserveliste der WP an. Auch auf den Positionen 2 und 3 tauchen bekannte Gesichter auf: Heinz Hauenschild war bis 2016 Mitglied der Grünen und nimmt seither sein Ratsmandat ohne Parteibindung wahr. Michael Müller trat 2014 als parteiloser Bürgermeisterkandidat gegen Bernd Hedtmann (parteilos) und Martin Bierwirth (FDP) an. Müller kam damals auf 22 Prozent der abgegebenen Stimmen (Hedtmann 64 Prozent, Bierwirth 14). Die Versammlung nominierte im Bürger- und Schützenhaus Eisbergen hinter dem genannten Trio zehn weitere Kandidatinnen und Kandidaten für die Reserveliste, darunter Sabine Detering (Platz 4), Klaus Dieter Vogt (5), Heinz Prasuhn (6), Dietmar Glöckner (7) und Ayodele Osoba (8). Wie viele Kandidaten nach der Kommunalwahl über die Reserveliste in den Rat einziehen, hängt sowohl vom Gesamtergebnis der WP ab als auch vom Resultat in den 19 Wahlbezirken, deren Kandidaten die WP ebenfalls aufstellte (siehe Kasten). Je mehr Direktmandate eine Partei in den 19 Bezirken erringt, desto weniger Kandidaten ziehen über die Reserveliste ins Parlament ein. Da sich die Anfang 2019 gegründete „Wählergemeinschaft Porta – Wir in Porta" zum ersten Mal als politische Vereinigung zur Wahl stellt, muss sie noch die notwendigen Unterstützerunterschriften sammeln. Nachdem die Homepage neugestaltet wurde (waehlergemeinschaft-porta.de), soll auf der nächsten Mitgliederversammlung das endgültige Wahlprogramm verabschiedet werden, berichtet die WP. Inhaltlich geht es ihr um mehr Bürgerbeteiligung und Transparenz bei politischen Entscheidungsfindungen. Die WP hat sich Nähe als Programm verordnet und tritt für einen „ortsbezogenen Politikansatz" ein. Sie möchte zum Beispiel die Bezirksausschüsse stärken, damit die Orte eigenverantwortlicher handeln können. Beim Blick auf einzelne Stadtteile interessiert sich die WP besonders dafür, was sich auf dem ehemaligen Kraftwerksgelände in Möllbergen/Veltheim entwickelt und ob in Barkhausen bei der jetzt geplanten Umnutzung der Gesamtanlage „Kaiserhof" der Landschafts- und Denkmalschutz konsequent eingehalten wird. Auch das umstrittene Grohe-Projekt liefert Stoff für politische Debatten. „Brauchen wir wirklich ein überdimensioniertes Logistikzentrum in Lerbeck?", fragt die Wählergemeinschaft. Sie sorgt sich um die Finanzlage der Stadt, verursacht durch die Corona-Pandemie. Viele Projekte wie die beschlossenen Schulsanierungen könnten dem Rotstift zum Opfer fallen. Die WP fordert einen kommunalen Rettungsschirm, damit Städte und Gemeinden handlungsfähig bleiben. Die Bedingungen für die Wirtschaft in Porta sollen mit dem Ausbau der Personalkapazitäten im Bereich Wirtschaftsförderung verbessert werden. Außerdem fordert die WP „ein nachhaltiges umwelt- und sozialverträgliches Konzept zur Freizeit- und Erholungsnutzung", um Porta Westfalica als touristischen Anziehungspunkt zu stärken. Hier setzt die WP auch auf einen Ausbau der interkommunalen Zusammenarbeit. Sollten WP-Kandidaten nach der Kommunalwahl in den Stadtrat einziehen, wollen sie sich keinem der bisherigen politischen Lager zuordnen lassen, sondern für eine ergebnisoffene Debattenkultur eintreten. „Wechselnde Mehrheiten tun unserer Demokratie gut", meint Vorsitzender Dietmar Lehmann. Für den Kreistag nominiert die WP keine eigenen Kandidaten. Wie berichtet, will sie auch keinen eigenen Bürgermeisterkandidaten ins Rennen schicken. Unklar ist bislang zudem, ob die WP jemanden aus dem bisherigen Kandidatentrio unterstützt.

Dietmar Lehmann ist Spitzenkandidat der Wählergemeinschaft Porta

WP-Vorsitzender Dietmar Lehmann (2.v.r.) und sein Stellvertreter Heinz Hauenschild (r.) belegen Position 1 und 2 auf der Reserveliste. Das Foto zeigt außerdem Oliver Matecki (l.), Jochen Heuer und Dr. Sigrid Hohnemann anlässlich der Präsentation von Vereinslogo und Programmauszügen im vorigen Jahr. MT-Foto (Archiv): Dirk Haunhorst © Haunhorst Dirk

Porta Westfalica. Der Vorsitzende der neuen Wählergemeinschaft Porta ist zugleich ihr Spitzenkandidat. Der frühere Volkshochschul-Direktor Dietmar Lehmann, der sich in Hausberge um ein Direktmandat bewirbt, führt die sogenannte Reserveliste der WP an. Auch auf den Positionen 2 und 3 tauchen bekannte Gesichter auf: Heinz Hauenschild war bis 2016 Mitglied der Grünen und nimmt seither sein Ratsmandat ohne Parteibindung wahr. Michael Müller trat 2014 als parteiloser Bürgermeisterkandidat gegen Bernd Hedtmann (parteilos) und Martin Bierwirth (FDP) an. Müller kam damals auf 22 Prozent der abgegebenen Stimmen (Hedtmann 64 Prozent, Bierwirth 14).

Die Versammlung nominierte im Bürger- und Schützenhaus Eisbergen hinter dem genannten Trio zehn weitere Kandidatinnen und Kandidaten für die Reserveliste, darunter Sabine Detering (Platz 4), Klaus Dieter Vogt (5), Heinz Prasuhn (6), Dietmar Glöckner (7) und Ayodele Osoba (8).

Wie viele Kandidaten nach der Kommunalwahl über die Reserveliste in den Rat einziehen, hängt sowohl vom Gesamtergebnis der WP ab als auch vom Resultat in den 19 Wahlbezirken, deren Kandidaten die WP ebenfalls aufstellte (siehe Kasten). Je mehr Direktmandate eine Partei in den 19 Bezirken erringt, desto weniger Kandidaten ziehen über die Reserveliste ins Parlament ein.

Da sich die Anfang 2019 gegründete „Wählergemeinschaft Porta – Wir in Porta" zum ersten Mal als politische Vereinigung zur Wahl stellt, muss sie noch die notwendigen Unterstützerunterschriften sammeln. Nachdem die Homepage neugestaltet wurde (waehlergemeinschaft-porta.de), soll auf der nächsten Mitgliederversammlung das endgültige Wahlprogramm verabschiedet werden, berichtet die WP. Inhaltlich geht es ihr um mehr Bürgerbeteiligung und Transparenz bei politischen Entscheidungsfindungen. Die WP hat sich Nähe als Programm verordnet und tritt für einen „ortsbezogenen Politikansatz" ein. Sie möchte zum Beispiel die Bezirksausschüsse stärken, damit die Orte eigenverantwortlicher handeln können.

Beim Blick auf einzelne Stadtteile interessiert sich die WP besonders dafür, was sich auf dem ehemaligen Kraftwerksgelände in Möllbergen/Veltheim entwickelt und ob in Barkhausen bei der jetzt geplanten Umnutzung der Gesamtanlage „Kaiserhof" der Landschafts- und Denkmalschutz konsequent eingehalten wird. Auch das umstrittene Grohe-Projekt liefert Stoff für politische Debatten. „Brauchen wir wirklich ein überdimensioniertes Logistikzentrum in Lerbeck?", fragt die Wählergemeinschaft.

Sie sorgt sich um die Finanzlage der Stadt, verursacht durch die Corona-Pandemie. Viele Projekte wie die beschlossenen Schulsanierungen könnten dem Rotstift zum Opfer fallen. Die WP fordert einen kommunalen Rettungsschirm, damit Städte und Gemeinden handlungsfähig bleiben. Die Bedingungen für die Wirtschaft in Porta sollen mit dem Ausbau der Personalkapazitäten im Bereich Wirtschaftsförderung verbessert werden. Außerdem fordert die WP „ein nachhaltiges umwelt- und sozialverträgliches Konzept zur Freizeit- und Erholungsnutzung", um Porta Westfalica als touristischen Anziehungspunkt zu stärken. Hier setzt die WP auch auf einen Ausbau der interkommunalen Zusammenarbeit.

Sollten WP-Kandidaten nach der Kommunalwahl in den Stadtrat einziehen, wollen sie sich keinem der bisherigen politischen Lager zuordnen lassen, sondern für eine ergebnisoffene Debattenkultur eintreten. „Wechselnde Mehrheiten tun unserer Demokratie gut", meint Vorsitzender Dietmar Lehmann. Für den Kreistag nominiert die WP keine eigenen Kandidaten.

Wie berichtet, will sie auch keinen eigenen Bürgermeisterkandidaten ins Rennen schicken. Unklar ist bislang zudem, ob die WP jemanden aus dem bisherigen Kandidatentrio unterstützt.

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