Die Paten greifen fröhlich zum Spaten Gute Resonanz auf Pflanzaktion des Portaner Naturschutzvereins / Bürger übernehmen Patenschaften für 42 Obstbäume Von Gisela Schwarze Porta Westfalica-Möllbergen (GS). Ein "Paderborner Seidenhemdchen" wächst und gedeiht in Möllbergen auf der frisch angelegten Streuobstwiese bei Eckhard Höltkemeier und Elfi Lange auf dem Bio-Bauernhof Löwenburg. Die Apfelsorte mit dem klangvollen Namen befindet sich dort in guter Gesellschaft mit 19 weiteren frischen Obstbaumsetzlingen. Während der Obstwiesen-Pflanzaktion, initiiert vom Verein Naturschutz und Heimatpflege Porta (NHP), haben mehr als 30 Obstbaumpaten alte, regional bewährte, robuste Obstbäume gepflanzt.Außer den 20 neuen Bäumen in Möllbergen wurden zuvor 22 weitere Obstbäume in Lohfeld auf den beiden NHP-eigenen Wiesen in die Erde gebracht. Alte Obstsorten wie "Kaiser Wilhelm", Westfälischer Gülderling oder Rote Sternrenette fanden ihre Plätze. Diese selten gewordenen Sorten werden nun dank des NHP als regionales Kulturgut erhalten.Elfi Lange von der Löwenburg macht bei der Pflanzaktion auf der großen Wiese rechts neben der Hofeinfahrt begeistert mit: "Für Mensch und Tier sind Streuwiesen schön", sagt sie, die Freude an der neuen Obstbaumwiese war ihr deutlich anzumerken.Die Sortenvielfalt sei ein biologisches Paradies für Schmetterlinge, Insekten, Vögeln und weitere Kleintiere. "Wir überlegen, ob im Frühjahr Kühe oder Schafe auf der Streuobstwiese grasen sollen. Wenn wir uns für Schafe entscheiden, dann wünsche ich mir, dass wir hier mit allen Baumpaten zusammen einen Stall bauen aus dem Holz, das wir in unserem Wald finden", plant die engagierte Landwirtin, die im Hauptberuf Lehrerin ist.Eine Familie übernimmt sechs BäumeBesonders viel Arbeit bei der Pflanzaktion halst sich Familie Funke auf: Die fünfköpfige Familie hat die Patenschaft für sechs Bäume übernommen und muss sie nun mit vereinten Kräften ins Erdreich einsetzen. "Wir kaufen ohnehin regelmäßig auf dem Hof Löwenburg ein. Da finden wir es schön, hier sechs Bäume zu besitzen", sagt Christine Emmer-Funke.Ihr Ehemann Christopher Emmer und Sohn Jan-Patrick (6) heben die notwendigen Pflanzlöcher für zwei Kirschbäume, zwei Apfelbäume, einen Pflaumenbaum und einen Birnbaum aus. "Später machen wir mal einen Marktstand auf", meint Christine Emmer-Funke lachend. "Die tolle NHP-Aktion möchten wir einfach unterstützen", ergänzt ihr Ehemann.So ganz allein lassen die Naturfreunde die sechsfache Patenfamilie allerdings doch nicht: Hilfreich zur Stelle steht Biologielehrer Hartmut Karge, der sich an der Waldorfschule in Haddenhausen im Gartenbau engagiert und die Regie über den Schulgarten führt. Auch Gärtner Rolf Dammeyer fasst tatkräftig mit zu.Mäusebussarde willkommenWie alle anderen Paten werden Funkes in zwei Jahren erste Früchte ernten können. Sie haben eine Patenschaftsurkunde erfreuen, die das Recht an den erstandenen Bäumen verbrieft.60 Euro bezahlen die Paten für die einzelnen Bäume. "Der Preis beinhaltet den Baum, drei oder vier Pfähle um den Baum herum und das Spannen eines Schutzzauns, sodass die Bäume vor Pferden, Rindern, Schafen und Wild geschützt sind", erklärt Holger Hansing vom NHP. Der Betrag sei nicht kostendeckend: "Das fehlende Geld schießen wir zu."Stangen für Mäusebussarde installieren die fleißigen Gärtner auf der Streuobstwiese gleich mit, denn auch diese Vögel sind auf dem Gelände willkommen.

Die Paten greifen fröhlich zum Spaten

Porta Westfalica-Möllbergen (GS). Ein "Paderborner Seidenhemdchen" wächst und gedeiht in Möllbergen auf der frisch angelegten Streuobstwiese bei Eckhard Höltkemeier und Elfi Lange auf dem Bio-Bauernhof Löwenburg. Die Apfelsorte mit dem klangvollen Namen befindet sich dort in guter Gesellschaft mit 19 weiteren frischen Obstbaumsetzlingen.

Der sechsjährige Jan-Patrick, Christine Emmer-Funke und Christopher Emmer pflanzen auf der Streuobstwiese begeistert sechs Obstbäume. - © Foto: Gisela Schwarze
Der sechsjährige Jan-Patrick, Christine Emmer-Funke und Christopher Emmer pflanzen auf der Streuobstwiese begeistert sechs Obstbäume. - © Foto: Gisela Schwarze

Während der Obstwiesen-Pflanzaktion, initiiert vom Verein Naturschutz und Heimatpflege Porta (NHP), haben mehr als 30 Obstbaumpaten alte, regional bewährte, robuste Obstbäume gepflanzt.

Außer den 20 neuen Bäumen in Möllbergen wurden zuvor 22 weitere Obstbäume in Lohfeld auf den beiden NHP-eigenen Wiesen in die Erde gebracht. Alte Obstsorten wie "Kaiser Wilhelm", Westfälischer Gülderling oder Rote Sternrenette fanden ihre Plätze. Diese selten gewordenen Sorten werden nun dank des NHP als regionales Kulturgut erhalten.

Elfi Lange von der Löwenburg macht bei der Pflanzaktion auf der großen Wiese rechts neben der Hofeinfahrt begeistert mit: "Für Mensch und Tier sind Streuwiesen schön", sagt sie, die Freude an der neuen Obstbaumwiese war ihr deutlich anzumerken.

Die Sortenvielfalt sei ein biologisches Paradies für Schmetterlinge, Insekten, Vögeln und weitere Kleintiere. "Wir überlegen, ob im Frühjahr Kühe oder Schafe auf der Streuobstwiese grasen sollen. Wenn wir uns für Schafe entscheiden, dann wünsche ich mir, dass wir hier mit allen Baumpaten zusammen einen Stall bauen aus dem Holz, das wir in unserem Wald finden", plant die engagierte Landwirtin, die im Hauptberuf Lehrerin ist.

Eine Familie übernimmt sechs Bäume

Besonders viel Arbeit bei der Pflanzaktion halst sich Familie Funke auf: Die fünfköpfige Familie hat die Patenschaft für sechs Bäume übernommen und muss sie nun mit vereinten Kräften ins Erdreich einsetzen. "Wir kaufen ohnehin regelmäßig auf dem Hof Löwenburg ein. Da finden wir es schön, hier sechs Bäume zu besitzen", sagt Christine Emmer-Funke.

Ihr Ehemann Christopher Emmer und Sohn Jan-Patrick (6) heben die notwendigen Pflanzlöcher für zwei Kirschbäume, zwei Apfelbäume, einen Pflaumenbaum und einen Birnbaum aus. "Später machen wir mal einen Marktstand auf", meint Christine Emmer-Funke lachend. "Die tolle NHP-Aktion möchten wir einfach unterstützen", ergänzt ihr Ehemann.

So ganz allein lassen die Naturfreunde die sechsfache Patenfamilie allerdings doch nicht: Hilfreich zur Stelle steht Biologielehrer Hartmut Karge, der sich an der Waldorfschule in Haddenhausen im Gartenbau engagiert und die Regie über den Schulgarten führt. Auch Gärtner Rolf Dammeyer fasst tatkräftig mit zu.

Mäusebussarde willkommen

Wie alle anderen Paten werden Funkes in zwei Jahren erste Früchte ernten können. Sie haben eine Patenschaftsurkunde erfreuen, die das Recht an den erstandenen Bäumen verbrieft.

60 Euro bezahlen die Paten für die einzelnen Bäume. "Der Preis beinhaltet den Baum, drei oder vier Pfähle um den Baum herum und das Spannen eines Schutzzauns, sodass die Bäume vor Pferden, Rindern, Schafen und Wild geschützt sind", erklärt Holger Hansing vom NHP. Der Betrag sei nicht kostendeckend: "Das fehlende Geld schießen wir zu."

Stangen für Mäusebussarde installieren die fleißigen Gärtner auf der Streuobstwiese gleich mit, denn auch diese Vögel sind auf dem Gelände willkommen.

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