Dicke Luft im Hintergrund - Wählergemeinschaft Porta fordert Förderprogramm für Lüftungsanlagen in Schulen Thomas Lieske Porta Westfalica Zur Erinnerung: Ende April sprach sich die Politik kontrovers zu den vagen Plänen aus, die Portaner Schulen mit Lüftungen auszustatten. Dazu hatte die Verwaltung eine grobe Kostenschätzung ausgearbeitet: Nicht weniger als rund fünf Millionen Euro würde es kosten, alle 274 Räume in den zwölf Portaner Schulen belüftet werden sollen. Dabei haben die Mitarbeitenden der Fachabteilungen sowohl zentrale als auch dezentrale Lösungen mit mobilen Geräten berücksichtigt. Einzig in Barkhausen und Holzhausen werden in den Neubauten derzeit zentrale Lüftungsanlagen eingebaut. Am meisten Bauchschmerzen bereitet den Fraktionen die Summe aller Kosten. Auch mögliche Wartungs- und Stromkosten von jährlich geschätzt 110.000 Euro seien eine ordentliche Hausnummer, hieß es im April aus den Reihen der SPD. Vertreter der Grünen mahnten an, dass nicht jeder Raum zwangsläufig aufwendig belüftet werden müsse, wenn es sich um eine kleinere Grundschule handele. Die WP bringt derzeit noch andere Varianten ins Spiel. Sprecher Dietmar Lehmann schlägt zum Beispiel ventilatorgesteuerte Fensterlüftungen vor. Zudem habe die Stadt über ein Sonderförderprogramm zumindest wenige mobile Lüftungsanlagen angeschafft. Die sind derzeit für besonders schlecht belüftbare Räume vorgesehen. Das bestätigt die Stadt auf Anfrage. Derzeit werde ein zusätzliches Förderprogramm geprüft, um weitere mobile Lüftungsgeräte anzuschaffen. Dabei werde sich die Stadt auch mit Schulen abstimmen, um zu identifizieren, wo noch weitere schlecht lüftbare Räume sind und wie hoch der Bedarf an weiteren Geräten ist, erklärt eine Sprecherin der Verwaltung. Zudem seien weitere Förderprogramme derzeit in Abstimmung zwischen Bund und Land NRW, womit sie die Kritik der WP an fehlenden Programmen des Landes zumindest leicht relativiert. Für die WP steht fest, dass aus dem Betrieb dieser wenigen bereits angeschafften Anlagen zumindest eine erste Einschätzung getroffen werden könne, was auch Folgekosten und Effizienz der Geräte angeht. Diese Erfahrungswerte sollten aus Sicht der Politiker dringend in die kommende Debatte um das weitere Vorgehen in Sachen Lüftungsanlagen für Schulen einfließen. Politik und Verwaltung verständigten sich zuletzt darauf, sich die eingebauten zentralen Lüftungsanlagen in Barkhausen und Holzhausen im Herbst anschauen zu wollen, um dann eine Entscheidung zu treffen.

Dicke Luft im Hintergrund - Wählergemeinschaft Porta fordert Förderprogramm für Lüftungsanlagen in Schulen

Vereinzelt kommen bereits mobile Luftfilter in Portaner Schulen zum Einsatz. Symbolfoto: imago images © imago images/Bernd Friedel

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Zur Erinnerung: Ende April sprach sich die Politik kontrovers zu den vagen Plänen aus, die Portaner Schulen mit Lüftungen auszustatten. Dazu hatte die Verwaltung eine grobe Kostenschätzung ausgearbeitet: Nicht weniger als rund fünf Millionen Euro würde es kosten, alle 274 Räume in den zwölf Portaner Schulen belüftet werden sollen. Dabei haben die Mitarbeitenden der Fachabteilungen sowohl zentrale als auch dezentrale Lösungen mit mobilen Geräten berücksichtigt. Einzig in Barkhausen und Holzhausen werden in den Neubauten derzeit zentrale Lüftungsanlagen eingebaut.

Am meisten Bauchschmerzen bereitet den Fraktionen die Summe aller Kosten. Auch mögliche Wartungs- und Stromkosten von jährlich geschätzt 110.000 Euro seien eine ordentliche Hausnummer, hieß es im April aus den Reihen der SPD. Vertreter der Grünen mahnten an, dass nicht jeder Raum zwangsläufig aufwendig belüftet werden müsse, wenn es sich um eine kleinere Grundschule handele.

Die WP bringt derzeit noch andere Varianten ins Spiel. Sprecher Dietmar Lehmann schlägt zum Beispiel ventilatorgesteuerte Fensterlüftungen vor. Zudem habe die Stadt über ein Sonderförderprogramm zumindest wenige mobile Lüftungsanlagen angeschafft. Die sind derzeit für besonders schlecht belüftbare Räume vorgesehen. Das bestätigt die Stadt auf Anfrage. Derzeit werde ein zusätzliches Förderprogramm geprüft, um weitere mobile Lüftungsgeräte anzuschaffen. Dabei werde sich die Stadt auch mit Schulen abstimmen, um zu identifizieren, wo noch weitere schlecht lüftbare Räume sind und wie hoch der Bedarf an weiteren Geräten ist, erklärt eine Sprecherin der Verwaltung. Zudem seien weitere Förderprogramme derzeit in Abstimmung zwischen Bund und Land NRW, womit sie die Kritik der WP an fehlenden Programmen des Landes zumindest leicht relativiert.

Für die WP steht fest, dass aus dem Betrieb dieser wenigen bereits angeschafften Anlagen zumindest eine erste Einschätzung getroffen werden könne, was auch Folgekosten und Effizienz der Geräte angeht. Diese Erfahrungswerte sollten aus Sicht der Politiker dringend in die kommende Debatte um das weitere Vorgehen in Sachen Lüftungsanlagen für Schulen einfließen.

Politik und Verwaltung verständigten sich zuletzt darauf, sich die eingebauten zentralen Lüftungsanlagen in Barkhausen und Holzhausen im Herbst anschauen zu wollen, um dann eine Entscheidung zu treffen.

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