Das Jahr 2021 auf der A2: Weniger Unfälle aber tragische Todesfälle Thomas Lieske Porta Westfalica. Das Unfalljahr 2021 auf der Autobahn 2 beginnt im Bereich Porta Westfalica tragisch. Neun Tage ist das Jahr alt, als ein schwerer Verkehrsunfall das erste Todesopfer fordert. So tragisch, wie das Jahr beginnt, endet es auch: Mit einem zweiten tödlichen Unfall im Dezember spannt sich eine Klammer um das Verkehrsunfalljahr, das insgesamt aber im Vergleich zu den Vorjahren rückläufige Unfallzahlen aufweist. Das erklärt Polizeisprecherin Hella Christoph gegenüber dem MT. 24 schwere Unfälle hat die Autobahnpolizei im Abschnitt Porta Westfalica im vergangenen Jahr registriert – entweder mit schweren Sachschäden oder mit Verletzten. Im Jahr davor waren es noch 30. Beteiligt sind auch diesmal wieder zahlreiche Lkw. Ein Schwerlastfahrer verliert dabei sein Leben. Ein Überblick. Es bleibt keine Zeit. Mit einer sogenannten Crash-Rettung – also unverzüglich – muss die Feuerwehr am 9. Januar den lebensbedrohlich Verletzten aus dem völlig zerstörten BMW befreien. Nach einem Zusammenprall mit einem Skoda und einem Lkw kurz hinter der Anschlussstelle Vennebeck sind Vater und Sohn in dem Wrack eingeklemmt. Mit schwerem hydraulischen Gerät spreizen die Feuerwehrleute die eingedrückte Tür auf. Jetzt muss es schnell gehen. Der Fahrer zeigt keine Lebenszeichen mehr – Reanimation. Die glückt zunächst. Doch nur wenige Stunden später verstirbt der Vater im Krankenhaus. Er ist nach mehr als einem Jahr das erste Todesopfer der A2 im Bereich Porta Westfalica. Dumm gelaufen ist die Fahrt am Valentinstag für ein Paar aus Strausberg. Der Mann gerät mit dem Mazda seiner Freundin bei Veltheim ins Schleudern und im Anschluss auf den Grünstreifen, wo der Wagen umkippt. Das leichtverletzte Paar versucht den Polizisten zunächst zu erklären, dass die Frau gefahren sei. Den Grund für die Lüge finden die Beamten schnell raus. Der Mann steht unter Drogen. Außerdem sind an dem Unfallwagen falsche Kennzeichen montiert, für das Auto besteht kein Versicherungsschutz. Diesen Valentinstag haben sich die beiden Strausberger vermutlich romantischer vorgestellt. Zwei Monate später geht es zwischen dem Autobahnkreuz Bad Oeynhausen und der Anschlussstelle Vennebeck ebenso kurios zu. Im Baustellenbereich prallt der Fahrer eine VW Bora mehrfach mit einem VW Golf zusammen. Trotz starker Beschädigung setzt der Unfallverursacher die Fahrt mit kaputten Reifen weiter in Richtung Vennebeck fort, bis er gegen einen Lkw prallt. Das Auto ist endgültig hin, aber der Unfallfahrer gibt nicht auf. Zu Fuß läuft er in der Dunkelheit über die Autobahn und flüchtet mit seiner Beifahrerin vom Unfallort. Das Auto lässt er zurück. Darin finden die Polizisten kurze Zeit später mehrere ausgetrunkene Bierflaschen. Von den Flüchtigen fehlt jede Spur, das Auto hatte nur eine Tageszulassung. Ungewöhnlich hoher Sachschaden entsteht bei einem Unfall Anfang Juli zwischen Vennebeck und Veltheim. Beim Beschleunigen platzt der linke Vorderreifen eines Ferrari. Der reißt in der Folge samt Felge ab und bleibt auf der Fahrbahn liegen. Der Luxussportwagen kracht in die Mittelleitplanke und wird schwer beschädigt. Doch damit noch nicht genug. Ein nachfolgender Autofahrer kracht auf den Reifen, ebenso ein Lkw. Beide Fahrzeuge werden schwer beschädigt. Der Schaden: im sechsstelligen Bereich. Die Autobahn muss mehr als zweieinhalb Stunden gesperrt werden. Große Sorgen bereitet Rettungskräften eine Alarmierung am 25. Juli: Schwerer Unfall mit drei Fahrzeugen, ein Auto soll brennen und die Leitstelle geht von einem Massenanfall von Verletzten aus. Sofort macht sich ein Großaufgebot von Rettern, darunter mehrere Feuerwehren, Rettungswagen und auch ein Rettungshubschrauber auf den Weg zur Unfallstelle nahe Veltheim. Vor Ort stellt sich die Lage – zumindest vom Verletzungsmuster der Beteiligten – weniger dramatisch dar. Drei Leichtverletzte sind es am Ende – und drei völlig zerstörte Autos, wovon sich eines mehrfach überschlagen hat. Drei Notärzte und fünf Rettungswagen betreuen die Verletzten an der Unfallstelle. Der Hubschrauber kann wieder abdrehen. Doch die Feuerwehr hat einiges zu tun. Zwar brennt, wie ursprünglich gemeldet, doch kein Auto. Aber das Trümmerfeld erstreckt sich über mehrere hundert Meter und alle drei Fahrspuren. Gefährliche Fracht fliegt bei einem Unfall am 28. September nahe Veltheim durch die Luft und auf die Gegenfahrbahn der A2, wo sie einen weiteren Unfall verursacht. Es ist der Motorblock eines BMW, der sich nach einer Kollision mit einem Sattelzug und einem schweren Einschlag in die Leitplanke löst und mit voller Wucht einen weiteren Wagen trifft. Auch ein Sprinter und zwei weitere Lkw und zwei Pkw können nicht mehr rechtzeitig bremsen und krachen alle in die Unfallstelle. Wie durch ein Wunder gibt es keine Verletzten, dafür aber hohen Sachschaden und eine mehrstündige Sperrung in beide Richtungen. Der Rückstau sorgt für einen weiteren schweren Unfall mit mehreren Fahrzeugen – ein Großeinsatz für die Autobahnpolizei. Wie gefährlich eine Panne auf der Autobahn sein kann, zeigt sich nur einen Tag später bei einem schweren Unfall kurz vor der Ausfahrt Veltheim. Ein Autotransporter kracht auf einen auf dem Seitenstreifen stehenden 40-Tonner. Dabei wird der Auflieger des Lastwagens zur Hälfte abgerissen. Die Trümmer verteilen sich über zwei Fahrbahnen auf mehreren hundert Metern Länge. Wie durch ein Wunder gibt es auch hier keine Verletzten. Warum der Autotransporter auf den stehenden Lkw fuhr, bleibt unklar. Die Bergung zieht sich über mehrere Stunden, weil die teils erheblich beschädigten Neuwagen zunächst umgeladen werden müssen. Ein medizinischer Notfall eines Lkw-Fahrers löst Mitte Oktober einen langwierigen Feuerwehreinsatz aus. Der Fahrer verliert in voller Fahrt die Kontrolle über den voll beladenen 40-Tonner. Der stürzt auf die Seite und kommt kurz vor der Ausfahrt Vennebeck zum Liegen. Der Mann ist in der Kabine eingeschlossen und wird von der Feuerwehr befreit. Weitaus größere Probleme bereitet den Rettungskräften die Ladung. Die schweren Holzpaletten müssen die Feuerwehrleute in mühevoller Handarbeit einzeln abladen, damit ein Bergungsteam das Unfallfahrzeug wieder aufrichten kann. Dabei kommt es beinahe zu einem erneuten Zwischenfall. Wie ein Video der Bergung auf Youtube zeigt, gerät der Lkw beim Aufrichten mehr in Schwung als offenbar geplant. Der ist so groß, dass das Fahrzeug beinahe in die andere Richtung kippt, wo zu diesem Zeitpunkt ein Mitarbeiter des Bergungsteams steht. Der bringt sich gerade noch rechtzeitig mit einem Satz nach hinten in die Böschung aus dem Gefahrenbereich. Zum Verhängnis wird einem jungen VW-Fahrer im Rückstau des Lkw-Unfalls der Versuch, auf dem Standstreifen dem Stau auszuweichen. Als er bereits ein gewissen Tempo drauf hat, kommt der Fahrer eines Honda auf die gleiche Idee und schert ebenfalls auf den Standstreifen aus. Dabei übersieht er den von hinten nahenden VW – es kracht. Und das so stark, dass der VW mit Totalschaden abgeschleppt werden muss. Weil der Fahrer nicht aus Deutschland kommt, muss er vor Ort 250 Euro als Sicherheitsleistung für das anstehende Ordnungswidrigkeitenverfahren zahlen. Ein teurer Denkzettel. Der letzte schwere Unfall des Jahres auf der A2 im Bereich Porta Westfalica fordert den zweiten Verkehrstoten im vergangenen Jahr. Mit voller Wucht prallt ein 53-Jähriger mit seinem Lkw auf einen vorausfahrenden Sattelzug. Der Fahrer wird eingeklemmt und stirbt noch an der Unfallstelle. Unklar bleibt, wieso beide Fahrzeuge mit solch unterschiedlichen Geschwindigkeiten die Autobahn befahren haben. Darauf lässt zumindest das enorme Schadensbild schließen. Erste Gerüchte, dass womöglich ein Rückstau vom überfüllten A2-Rastplatz Löwenburg Ursache sein könnte, dementiert die Polizei aber schnell. Indes ist vor wenigen Tagen der Vorschlag der Unfallkommission umgesetzt worden, wegen der vielen schweren Unfälle im Bereich Porta Westfalica beidseitig eine Tempo-120-Zone einzurichten. Nun werden die Verkehrsexperten schauen, ob das Unfallgeschehen dadurch zurückgeht oder weitere Maßnahmen nötig sind.

Das Jahr 2021 auf der A2: Weniger Unfälle aber tragische Todesfälle

Für den Fahrer kam jede Hilfe zu spät. Fotos (4): Horst/Feuerwehr © xxxx

Porta Westfalica. Das Unfalljahr 2021 auf der Autobahn 2 beginnt im Bereich Porta Westfalica tragisch. Neun Tage ist das Jahr alt, als ein schwerer Verkehrsunfall das erste Todesopfer fordert. So tragisch, wie das Jahr beginnt, endet es auch: Mit einem zweiten tödlichen Unfall im Dezember spannt sich eine Klammer um das Verkehrsunfalljahr, das insgesamt aber im Vergleich zu den Vorjahren rückläufige Unfallzahlen aufweist. Das erklärt Polizeisprecherin Hella Christoph gegenüber dem MT. 24 schwere Unfälle hat die Autobahnpolizei im Abschnitt Porta Westfalica im vergangenen Jahr registriert – entweder mit schweren Sachschäden oder mit Verletzten. Im Jahr davor waren es noch 30. Beteiligt sind auch diesmal wieder zahlreiche Lkw. Ein Schwerlastfahrer verliert dabei sein Leben.

Ein Überblick.

Es bleibt keine Zeit. Mit einer sogenannten Crash-Rettung – also unverzüglich – muss die Feuerwehr am 9. Januar den lebensbedrohlich Verletzten aus dem völlig zerstörten BMW befreien. Nach einem Zusammenprall mit einem Skoda und einem Lkw kurz hinter der Anschlussstelle Vennebeck sind Vater und Sohn in dem Wrack eingeklemmt. Mit schwerem hydraulischen Gerät spreizen die Feuerwehrleute die eingedrückte Tür auf. Jetzt muss es schnell gehen. Der Fahrer zeigt keine Lebenszeichen mehr – Reanimation. Die glückt zunächst. Doch nur wenige Stunden später verstirbt der Vater im Krankenhaus. Er ist nach mehr als einem Jahr das erste Todesopfer der A2 im Bereich Porta Westfalica.


Dumm gelaufen ist die Fahrt am Valentinstag für ein Paar aus Strausberg. Der Mann gerät mit dem Mazda seiner Freundin bei Veltheim ins Schleudern und im Anschluss auf den Grünstreifen, wo der Wagen umkippt. Das leichtverletzte Paar versucht den Polizisten zunächst zu erklären, dass die Frau gefahren sei. Den Grund für die Lüge finden die Beamten schnell raus. Der Mann steht unter Drogen. Außerdem sind an dem Unfallwagen falsche Kennzeichen montiert, für das Auto besteht kein Versicherungsschutz. Diesen Valentinstag haben sich die beiden Strausberger vermutlich romantischer vorgestellt.

Dieser Lkw wurde zur Hälfte aufgerissen. MT-Foto: Lieske - © lies
Dieser Lkw wurde zur Hälfte aufgerissen. MT-Foto: Lieske - © lies

Zwei Monate später geht es zwischen dem Autobahnkreuz Bad Oeynhausen und der Anschlussstelle Vennebeck ebenso kurios zu. Im Baustellenbereich prallt der Fahrer eine VW Bora mehrfach mit einem VW Golf zusammen. Trotz starker Beschädigung setzt der Unfallverursacher die Fahrt mit kaputten Reifen weiter in Richtung Vennebeck fort, bis er gegen einen Lkw prallt. Das Auto ist endgültig hin, aber der Unfallfahrer gibt nicht auf. Zu Fuß läuft er in der Dunkelheit über die Autobahn und flüchtet mit seiner Beifahrerin vom Unfallort. Das Auto lässt er zurück. Darin finden die Polizisten kurze Zeit später mehrere ausgetrunkene Bierflaschen. Von den Flüchtigen fehlt jede Spur, das Auto hatte nur eine Tageszulassung.

Bei diesem Unfall im Juli kollidierten insgesamt drei Pkw. - © Horst
Bei diesem Unfall im Juli kollidierten insgesamt drei Pkw. - © Horst

Ungewöhnlich hoher Sachschaden entsteht bei einem Unfall Anfang Juli zwischen Vennebeck und Veltheim. Beim Beschleunigen platzt der linke Vorderreifen eines Ferrari. Der reißt in der Folge samt Felge ab und bleibt auf der Fahrbahn liegen. Der Luxussportwagen kracht in die Mittelleitplanke und wird schwer beschädigt. Doch damit noch nicht genug. Ein nachfolgender Autofahrer kracht auf den Reifen, ebenso ein Lkw. Beide Fahrzeuge werden schwer beschädigt. Der Schaden: im sechsstelligen Bereich. Die Autobahn muss mehr als zweieinhalb Stunden gesperrt werden.

Der Lkw-Fahrer überlebte den Zusammenstoß nicht. - © Horst
Der Lkw-Fahrer überlebte den Zusammenstoß nicht. - © Horst

Große Sorgen bereitet Rettungskräften eine Alarmierung am 25. Juli: Schwerer Unfall mit drei Fahrzeugen, ein Auto soll brennen und die Leitstelle geht von einem Massenanfall von Verletzten aus. Sofort macht sich ein Großaufgebot von Rettern, darunter mehrere Feuerwehren, Rettungswagen und auch ein Rettungshubschrauber auf den Weg zur Unfallstelle nahe Veltheim. Vor Ort stellt sich die Lage – zumindest vom Verletzungsmuster der Beteiligten – weniger dramatisch dar. Drei Leichtverletzte sind es am Ende – und drei völlig zerstörte Autos, wovon sich eines mehrfach überschlagen hat. Drei Notärzte und fünf Rettungswagen betreuen die Verletzten an der Unfallstelle. Der Hubschrauber kann wieder abdrehen. Doch die Feuerwehr hat einiges zu tun. Zwar brennt, wie ursprünglich gemeldet, doch kein Auto. Aber das Trümmerfeld erstreckt sich über mehrere hundert Meter und alle drei Fahrspuren.

Der Motorblock dieses Pkw schleuderte über die A2. - © Polizei
Der Motorblock dieses Pkw schleuderte über die A2. - © Polizei

Gefährliche Fracht fliegt bei einem Unfall am 28. September nahe Veltheim durch die Luft und auf die Gegenfahrbahn der A2, wo sie einen weiteren Unfall verursacht. Es ist der Motorblock eines BMW, der sich nach einer Kollision mit einem Sattelzug und einem schweren Einschlag in die Leitplanke löst und mit voller Wucht einen weiteren Wagen trifft. Auch ein Sprinter und zwei weitere Lkw und zwei Pkw können nicht mehr rechtzeitig bremsen und krachen alle in die Unfallstelle. Wie durch ein Wunder gibt es keine Verletzten, dafür aber hohen Sachschaden und eine mehrstündige Sperrung in beide Richtungen. Der Rückstau sorgt für einen weiteren schweren Unfall mit mehreren Fahrzeugen – ein Großeinsatz für die Autobahnpolizei.

Wie gefährlich eine Panne auf der Autobahn sein kann, zeigt sich nur einen Tag später bei einem schweren Unfall kurz vor der Ausfahrt Veltheim. Ein Autotransporter kracht auf einen auf dem Seitenstreifen stehenden 40-Tonner. Dabei wird der Auflieger des Lastwagens zur Hälfte abgerissen. Die Trümmer verteilen sich über zwei Fahrbahnen auf mehreren hundert Metern Länge. Wie durch ein Wunder gibt es auch hier keine Verletzten. Warum der Autotransporter auf den stehenden Lkw fuhr, bleibt unklar. Die Bergung zieht sich über mehrere Stunden, weil die teils erheblich beschädigten Neuwagen zunächst umgeladen werden müssen.

Ein medizinischer Notfall eines Lkw-Fahrers löst Mitte Oktober einen langwierigen Feuerwehreinsatz aus. Der Fahrer verliert in voller Fahrt die Kontrolle über den voll beladenen 40-Tonner. Der stürzt auf die Seite und kommt kurz vor der Ausfahrt Vennebeck zum Liegen. Der Mann ist in der Kabine eingeschlossen und wird von der Feuerwehr befreit. Weitaus größere Probleme bereitet den Rettungskräften die Ladung. Die schweren Holzpaletten müssen die Feuerwehrleute in mühevoller Handarbeit einzeln abladen, damit ein Bergungsteam das Unfallfahrzeug wieder aufrichten kann. Dabei kommt es beinahe zu einem erneuten Zwischenfall. Wie ein Video der Bergung auf Youtube zeigt, gerät der Lkw beim Aufrichten mehr in Schwung als offenbar geplant. Der ist so groß, dass das Fahrzeug beinahe in die andere Richtung kippt, wo zu diesem Zeitpunkt ein Mitarbeiter des Bergungsteams steht. Der bringt sich gerade noch rechtzeitig mit einem Satz nach hinten in die Böschung aus dem Gefahrenbereich.

Zum Verhängnis wird einem jungen VW-Fahrer im Rückstau des Lkw-Unfalls der Versuch, auf dem Standstreifen dem Stau auszuweichen. Als er bereits ein gewissen Tempo drauf hat, kommt der Fahrer eines Honda auf die gleiche Idee und schert ebenfalls auf den Standstreifen aus. Dabei übersieht er den von hinten nahenden VW – es kracht. Und das so stark, dass der VW mit Totalschaden abgeschleppt werden muss. Weil der Fahrer nicht aus Deutschland kommt, muss er vor Ort 250 Euro als Sicherheitsleistung für das anstehende Ordnungswidrigkeitenverfahren zahlen. Ein teurer Denkzettel.

Der letzte schwere Unfall des Jahres auf der A2 im Bereich Porta Westfalica fordert den zweiten Verkehrstoten im vergangenen Jahr. Mit voller Wucht prallt ein 53-Jähriger mit seinem Lkw auf einen vorausfahrenden Sattelzug. Der Fahrer wird eingeklemmt und stirbt noch an der Unfallstelle. Unklar bleibt, wieso beide Fahrzeuge mit solch unterschiedlichen Geschwindigkeiten die Autobahn befahren haben. Darauf lässt zumindest das enorme Schadensbild schließen. Erste Gerüchte, dass womöglich ein Rückstau vom überfüllten A2-Rastplatz Löwenburg Ursache sein könnte, dementiert die Polizei aber schnell.

Indes ist vor wenigen Tagen der Vorschlag der Unfallkommission umgesetzt worden, wegen der vielen schweren Unfälle im Bereich Porta Westfalica beidseitig eine Tempo-120-Zone einzurichten. Nun werden die Verkehrsexperten schauen, ob das Unfallgeschehen dadurch zurückgeht oder weitere Maßnahmen nötig sind.

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