Dank für Lerchenfenster auf Acker Landwirt Jürgen Höltkemeyer engagiert sich für Naturschutz / Brut auf freier Fläche Porta Westfalica-Möllbergen (mt/hy). Die Feldlerche ist ein Steppenvogel: Sträucher, Bäume oder gar Wald mag sie nicht in ihrer unmittelbaren Umgebung. Wichtig sind allerdings nicht nur die großen Weiten, sondern auch die kleinen Strukturen: Der Boden sollte auf keinen Fall im Bereich des Bodennestes Staunässe aufweisen, der Acker sollte am besten nur extensiv genutzt werden sowie abwechslungsreich sein und der Pflanzenbewuchs muss lückig und kurzrasig sein.Schwierig wird es für Lerchen in Kulturen, die rasch zu einem dichten Bestand heranwachsen.Da ist nicht nur der Boden kühl und feucht; vor allem die Behinderung des Fluchtweges nach oben scheint die Feldlerche davon abzuhalten, sich in dichte Kulturen zu begeben.Und genau dieses Problem hat der Möllberger Landwirt Jürgen Höltkemeyer für die Lerche gelöst: Er hat auf seinen Haferfeldern Lerchenfenster angelegt, indem er bei der Aussaat im Frühjahr seine Sämaschine für einige Quadratmeter angehoben hat. Die Folge ist, dass an mehreren Stellen mitten im Haferfeld keine Getreidepflanzen stehen, hier bietet der Nebenerwerbslandwirt dem selten gewordenen Feldvogel eine attraktive Brutgelegenheit an.Damit die Artenschutzmaßnahme für den vogelfreundlichen Landwirt keine finanziellen Nachteile mit sich bringt, hat der Verein Naturschutz und Heimatpflege in Porta (NHP) sich entschlossen, die Lerchenfenster in Möllbergen zu fördern. "Wir wollen uns gemeinsam mit dem Landwirt für die Feldlerche einsetzen, damit dieser Charaktervogel in unserer Region eine Zukunft hat", so Herbert Wiese, der Vorsitzende des NHP.Der Vereinsvorsitzende hofft, dass im September viele Portaner Landwirte bei der Einsaat des Wintergetreides Lerchenfenster in ihren Feldern anlegen, sodass die Feldlerche auch 2011 Brutplätze in Porta findet.Damit der Lerchenschutz bei keinem Landwirt zu einer Einnahmenminderung führt, gibt es ein Förderprogramm des Landwirtschaftsverbandes. Nähere Informationen und Förderanträge zu den Lerchenfenstern gibt es unter www.stiftung-westfaelische-kulturlandschaft.de/web/projekte/artenschutz/feldlerche/.

Dank für Lerchenfenster auf Acker

Porta Westfalica-Möllbergen (mt/hy). Die Feldlerche ist ein Steppenvogel: Sträucher, Bäume oder gar Wald mag sie nicht in ihrer unmittelbaren Umgebung.

Der NHP-Vorsitzende Herbert Wiese (r.) bedankt sich bei Landwirt Jürgen Höltkemeyer für das Anlegen der Lerchenfenster in Möllbergen. - © Foto: privat
Der NHP-Vorsitzende Herbert Wiese (r.) bedankt sich bei Landwirt Jürgen Höltkemeyer für das Anlegen der Lerchenfenster in Möllbergen. - © Foto: privat

Wichtig sind allerdings nicht nur die großen Weiten, sondern auch die kleinen Strukturen: Der Boden sollte auf keinen Fall im Bereich des Bodennestes Staunässe aufweisen, der Acker sollte am besten nur extensiv genutzt werden sowie abwechslungsreich sein und der Pflanzenbewuchs muss lückig und kurzrasig sein.

Schwierig wird es für Lerchen in Kulturen, die rasch zu einem dichten Bestand heranwachsen.

Da ist nicht nur der Boden kühl und feucht; vor allem die Behinderung des Fluchtweges nach oben scheint die Feldlerche davon abzuhalten, sich in dichte Kulturen zu begeben.

Und genau dieses Problem hat der Möllberger Landwirt Jürgen Höltkemeyer für die Lerche gelöst: Er hat auf seinen Haferfeldern Lerchenfenster angelegt, indem er bei der Aussaat im Frühjahr seine Sämaschine für einige Quadratmeter angehoben hat. Die Folge ist, dass an mehreren Stellen mitten im Haferfeld keine Getreidepflanzen stehen, hier bietet der Nebenerwerbslandwirt dem selten gewordenen Feldvogel eine attraktive Brutgelegenheit an.

Damit die Artenschutzmaßnahme für den vogelfreundlichen Landwirt keine finanziellen Nachteile mit sich bringt, hat der Verein Naturschutz und Heimatpflege in Porta (NHP) sich entschlossen, die Lerchenfenster in Möllbergen zu fördern. "Wir wollen uns gemeinsam mit dem Landwirt für die Feldlerche einsetzen, damit dieser Charaktervogel in unserer Region eine Zukunft hat", so Herbert Wiese, der Vorsitzende des NHP.

Der Vereinsvorsitzende hofft, dass im September viele Portaner Landwirte bei der Einsaat des Wintergetreides Lerchenfenster in ihren Feldern anlegen, sodass die Feldlerche auch 2011 Brutplätze in Porta findet.

Damit der Lerchenschutz bei keinem Landwirt zu einer Einnahmenminderung führt, gibt es ein Förderprogramm des Landwirtschaftsverbandes. Nähere Informationen und Förderanträge zu den Lerchenfenstern gibt es unter www.stiftung-westfaelische-kulturlandschaft.de/web/projekte/artenschutz/feldlerche/.

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