Bürgerbegehren gegen Umzug der Grundschule Neesen angekündigt Porta Westfalica-Neesen (mt/sk). Neeser Bürger wollen gegen die geplante Verlegung der Grundschulen Neesen in die ehemalige Porta-Schule nach Lerbeck mobil machen. So soll ein Bürgerbegehren gegen den Ratsbeschluss in die Wege geleitet werden, der den Umzug der Grundschule Neesen an den neuen Standort zur Folge hätte. Dieser soll schon im kommenden Jahr das Förderschulgebäude in Lerbeck sein. Wirtschaftliche und standortpolitische Gründe werden von der Stadt für diese Maßnahme angeführt (Lesen Sie dazu: Grundschule soll von Neesen nach Lerbeck wechseln).Die Initiatoren eines möglichen Bürgerbegehrens aus Neesen halten einen Umzug aus wirtschaftlichen Gründen für nicht nachvollziehbar. In einer Pressemitteilung an das MT teilen Bettina Fleissner, Michael Dreßler und Peter Wienczny mit, dass die aktuell angegebene Bausumme für Lerbeck als deutlich zu gering angesehen werde. Die Zahl von 900 000 Euro stamme nämlich aus dem Jahr 2007. Das Gebäude müsste aber vollständig umgebaut werden, da das Raumprogramm einer Förderschule mit kleineren Klassen sich nicht mit dem Bedarf einer Grundschule decke. Deshalb sei eine Kostenexplosion in Lerbeck zu befürchten.Laut Fleissner, Dreßler und Wienczny hätten einzelne Ratsmitglieder bereits ihre Bedenken im Hinblick auf die zu erwartenden Kosten öffentlich gemacht. Weitere Folgekosten, wie Gebäudeinnensanierung, Schulwegsicherung und Umzugskosten seien nicht geprüft worden. Demgegenüber stehe in Neesen eine sehr gut funktionierende Grundschule mit Schulhof und Spielplatz, deren Betriebskosten pro Kind jetzt schon deutlich niedriger als in Lerbeck seien. Der neue Gebäudeteil sei schließlich aus den 90er Jahren und könne sicherlich nicht als „abgängig“ bezeichnet werden, wie manche Ratsherren das Glauben machen wollten.„Natürlich muss es auch in Neesen in den kommenden Jahren Sanierungsmaßnahmen geben, aber diese könnten über mehrere Jahre verteilt werden“, teilten die Initiatoren des Bürgerbegehrens mit. Leider werde es von Verwaltung und Politik abgelehnt, genaue aktuelle Zahlen für beide Schulen aufzustellen.Darüber hinaus befürchten die Initiatoren eines möglichen Bürgerbegehrens den allmählichen Verlust der Neeser Ortsmitte, die zur Zeit aus Schule, Sporthalle, Schulhof, Kulturhalle und angrenzendem Kindergarten besteht. „Diese über Jahrzehnte gewachsene sozialkulturelle Einheit würde mit dem Umzug der Schule zunichtegemacht.“ Nicht nur Kinder, Eltern und Kollegium wären also davon betroffen, sondern auch Sportler, Vereine, Senioren, also die gesamte Neeser Bevölkerung. Veranstaltungen auf dem heutigen Schulhof gehörten der Vergangenheit an.„Leider konnte auch hier die Politik, die in einer Bürgerversammlung vorgebrachten Bedenken, nicht zerstreuen.“ Der Bürgermeister habe zwar versprochen, dass die Kulturhalle bestehen bleiben soll. Offen sei aber die Frage zur Zukunft der Sporthalle und des Schulgebäudes mit Schulhof. Für eine Nachnutzung gebe es kein Konzept. „Also wird über kurz oder lang nur der Verkauf anstehen und dann wird das Gelände für die Neeser Bevölkerung sicher nicht mehr nutzbar sein.“Laut den Initiatoren des Bürgerbegehrens herrsche in Neesen Unmut über die Schließungspläne. Viele Bürger hätten sich schon gemeldet und ihre Mithilfe bei der Durchführung des Bürgerbegehrens angeboten.

Bürgerbegehren gegen Umzug der Grundschule Neesen angekündigt

Die Grundschule Neesen soll auf das Gelände der ehemaligen Portaschule in Lerbeck umziehen. © Foto: MT-Archiv

Porta Westfalica-Neesen (mt/sk). Neeser Bürger wollen gegen die geplante Verlegung der Grundschulen Neesen in die ehemalige Porta-Schule nach Lerbeck mobil machen. So soll ein Bürgerbegehren gegen den Ratsbeschluss in die Wege geleitet werden, der den Umzug der Grundschule Neesen an den neuen Standort zur Folge hätte. Dieser soll schon im kommenden Jahr das Förderschulgebäude in Lerbeck sein. Wirtschaftliche und standortpolitische Gründe werden von der Stadt für diese Maßnahme angeführt (Lesen Sie dazu: Grundschule soll von Neesen nach Lerbeck wechseln).

Die Initiatoren eines möglichen Bürgerbegehrens aus Neesen halten einen Umzug aus wirtschaftlichen Gründen für nicht nachvollziehbar. In einer Pressemitteilung an das MT teilen Bettina Fleissner, Michael Dreßler und Peter Wienczny mit, dass die aktuell angegebene Bausumme für Lerbeck als deutlich zu gering angesehen werde. Die Zahl von 900 000 Euro stamme nämlich aus dem Jahr 2007. Das Gebäude müsste aber vollständig umgebaut werden, da das Raumprogramm einer Förderschule mit kleineren Klassen sich nicht mit dem Bedarf einer Grundschule decke. Deshalb sei eine Kostenexplosion in Lerbeck zu befürchten.

Laut Fleissner, Dreßler und Wienczny hätten einzelne Ratsmitglieder bereits ihre Bedenken im Hinblick auf die zu erwartenden Kosten öffentlich gemacht. Weitere Folgekosten, wie Gebäudeinnensanierung, Schulwegsicherung und Umzugskosten seien nicht geprüft worden. Demgegenüber stehe in Neesen eine sehr gut funktionierende Grundschule mit Schulhof und Spielplatz, deren Betriebskosten pro Kind jetzt schon deutlich niedriger als in Lerbeck seien. Der neue Gebäudeteil sei schließlich aus den 90er Jahren und könne sicherlich nicht als „abgängig“ bezeichnet werden, wie manche Ratsherren das Glauben machen wollten.

„Natürlich muss es auch in Neesen in den kommenden Jahren Sanierungsmaßnahmen geben, aber diese könnten über mehrere Jahre verteilt werden“, teilten die Initiatoren des Bürgerbegehrens mit. Leider werde es von Verwaltung und Politik abgelehnt, genaue aktuelle Zahlen für beide Schulen aufzustellen.

Darüber hinaus befürchten die Initiatoren eines möglichen Bürgerbegehrens den allmählichen Verlust der Neeser Ortsmitte, die zur Zeit aus Schule, Sporthalle, Schulhof, Kulturhalle und angrenzendem Kindergarten besteht. „Diese über Jahrzehnte gewachsene sozialkulturelle Einheit würde mit dem Umzug der Schule zunichtegemacht.“ Nicht nur Kinder, Eltern und Kollegium wären also davon betroffen, sondern auch Sportler, Vereine, Senioren, also die gesamte Neeser Bevölkerung. Veranstaltungen auf dem heutigen Schulhof gehörten der Vergangenheit an.

„Leider konnte auch hier die Politik, die in einer Bürgerversammlung vorgebrachten Bedenken, nicht zerstreuen.“ Der Bürgermeister habe zwar versprochen, dass die Kulturhalle bestehen bleiben soll. Offen sei aber die Frage zur Zukunft der Sporthalle und des Schulgebäudes mit Schulhof. Für eine Nachnutzung gebe es kein Konzept. „Also wird über kurz oder lang nur der Verkauf anstehen und dann wird das Gelände für die Neeser Bevölkerung sicher nicht mehr nutzbar sein.“

Laut den Initiatoren des Bürgerbegehrens herrsche in Neesen Unmut über die Schließungspläne. Viele Bürger hätten sich schon gemeldet und ihre Mithilfe bei der Durchführung des Bürgerbegehrens angeboten.

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