Brandanschlag auf Flüchtlingsunterkunft in Eisbergen Porta Westfalica/Bielefeld (mt). Nach einem Brandanschlag auf ein Asylheim in Eisbergen fahndet der Staatsschutz nach den Tätern. Diese haben am späten Montagabend eine Glasflasche mit brennbarer Flüssigkeit („Molotowcocktail“) gegen die Fassade der Unterkunft geworfen. Verletzt wurde niemand, am Gebäude blieben Rußspuren zurück.Eine elfköpfige Ermittlungskommission „Eisbergen“ aus dem Staatsschutz in Bielefeld und Beamten der Polizei Minden wurde gebildet. Sie bittet um Zeugenhinweise unter der Rufnummer (05 21) 54 50. Die Täter flohen vermutlich mit einem Fahrzeug.Zum Zeitpunkt des Anschlags hielten sich 37 Menschen in den beiden Gebäuden an der Ravensberger Straße auf. „Wir sind absolut bestürzt“, sagte städtischer Beigeordnete Stefan Mohme in einer ersten Reaktion. Der Anschlag hätte dramatische Folgen haben können, wenn die Flasche durch ein Fenster geflogen wäre. Die Bewohner, die von einem Knall geweckt wurden, hätten umsichtig reagiert, das Feuer gelöscht und die Einsatzkräfte alarmiert. Eine Sozialarbeiterin habe sich gestern den ganzen Tag über um die Menschen in der Unterkunft gekümmert.Bereits Mitte Januar hatte es eine Attacke mit Paintballwaffen auf das Asylheim in Vennebeck gegeben. Auch damals ermittelte der Staatschutz, letztlich ohne Erfolg. Wie in Vennebeck wird die Eisberger Unterkunft technisch nachgerüstet. „Wir installieren sofort Videoüberwachung und optimieren die Außenbeleuchtung“, kündigt Mohme an.Möglicherweise rücken bei den Ermittlungen auch Personen in den Fokus, die am Samstagabend auf dem Portaner Stadtfest in einen handfesten Streit am Bierstand verwickelt waren. Wie die Polizei mitteilt, waren daran ein regional bekannter Neonazi und acht Begleiter beteiligt, deren Personalien aufgenommen wurden.

Brandanschlag auf Flüchtlingsunterkunft in Eisbergen

Der Brandsatz richtete nur wenig Schaden an. Zum Zeitpunkt des Anschlags befanden sich 37 Menschen in der Unterkunft. © Foto: Werner Hoppe

Porta Westfalica/Bielefeld (mt). Nach einem Brandanschlag auf ein Asylheim in Eisbergen fahndet der Staatsschutz nach den Tätern. Diese haben am späten Montagabend eine Glasflasche mit brennbarer Flüssigkeit („Molotowcocktail“) gegen die Fassade der Unterkunft geworfen. Verletzt wurde niemand, am Gebäude blieben Rußspuren zurück.

Eine elfköpfige Ermittlungskommission „Eisbergen“ aus dem Staatsschutz in Bielefeld und Beamten der Polizei Minden wurde gebildet. Sie bittet um Zeugenhinweise unter der Rufnummer (05 21) 54 50. Die Täter flohen vermutlich mit einem Fahrzeug.

Zum Zeitpunkt des Anschlags hielten sich 37 Menschen in den beiden Gebäuden an der Ravensberger Straße auf. „Wir sind absolut bestürzt“, sagte städtischer Beigeordnete Stefan Mohme in einer ersten Reaktion. Der Anschlag hätte dramatische Folgen haben können, wenn die Flasche durch ein Fenster geflogen wäre. Die Bewohner, die von einem Knall geweckt wurden, hätten umsichtig reagiert, das Feuer gelöscht und die Einsatzkräfte alarmiert. Eine Sozialarbeiterin habe sich gestern den ganzen Tag über um die Menschen in der Unterkunft gekümmert.

Bereits Mitte Januar hatte es eine Attacke mit Paintballwaffen auf das Asylheim in Vennebeck gegeben. Auch damals ermittelte der Staatschutz, letztlich ohne Erfolg. Wie in Vennebeck wird die Eisberger Unterkunft technisch nachgerüstet. „Wir installieren sofort Videoüberwachung und optimieren die Außenbeleuchtung“, kündigt Mohme an.

Möglicherweise rücken bei den Ermittlungen auch Personen in den Fokus, die am Samstagabend auf dem Portaner Stadtfest in einen handfesten Streit am Bierstand verwickelt waren. Wie die Polizei mitteilt, waren daran ein regional bekannter Neonazi und acht Begleiter beteiligt, deren Personalien aufgenommen wurden.

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