Blühendes Porta Westfalica: Stadt probiert neues Mähkonzept aus Porta Westfalica (mt/dh). Landschaftsarchitektin Elvira Paß vom Planungsbüro o.9 stellt am Dienstag, 16. Februar, in einer Videokonferenz von 17 bis 19 Uhr den Abschlussbericht zur naturnahen Unterhaltung und Pflege der städtischen Straßen- und Wegeränder vor. Der Startschuss für das mit öffentlichen Mitteln geförderte Pilotprojekt „Blühendes Porta Westfalica“ wurde 2018 gegeben. Ziel ist, mithilfe ökologisch optimierter Pflege der Wegsäume bislang artenarme und vergraste Wegränder zu artenreichen, blühenden Säumen zu entwickeln. Diese bieten bedrohten Insekten wie Bienen, Hummeln, Schmetterlingen dringend benötigte Nahrungsflächen, Rückzugsräume für die Überwinterung und Vermehrungsstätten. Zudem dienen artenreiche Säume der Vernetzung von Lebensräumen, so die Stadt in einer Pressemitteilung, und ermöglichen den Austausch von Pflanzen und Tieren zur Erhaltung eines gesunden Genpools. Im Juni 2018 fand die Auftaktveranstaltung statt. Mithilfe von Bürgern, Vereinen, des Planungsbüros sowie der Stadtverwaltung wurde ein Pflegekonzept entwickelt und dieses probeweise an ausgewählten Stellen in Holtrup und Möllbergen umgesetzt. Wie sich nach zweijährigem Probebetrieb gezeigt habe, seien in vielen Säumen die Kräuter noch enthalten – man müsse sie nur wachsen lassen, teilt die Stadt mit. Die geänderte Pflege führe vor allem im Spätsommer zu einem ungewohnt natürlichen Erscheinungsbild der Säume. Landschaftsarchitektin Elvira Paß wird in der Videokonferenz auch das Mähkonzept erläutern. Die Pflege beginnt mit einer Mahd im Frühjahr, die zunächst nur einen Meter des Wegrandes erfasst. Auf der übrigen Fläche soll der Saum bis zum Spätsommer wachsen können, er wird dann ab August/September auf der gesamten Breite gemäht. An Säumen, die breiter sind als zwei Meter, wird wie im Frühjahr lediglich ein Meter gemäht, der Rest bleibt als Rückzugs- und Überwinterungslebensraum für Tiere erhalten. Diese Bereiche werden dann bei der Pflege im Folgejahr gemäht. Damit die Sicherheit im Straßenverkehr gewährleistet bleibt, kümmert sich der Bauhof weiterhin um die Mahd der „Sichtdreiecke“ an Kreuzungen und Einmündungen. Entscheidender Unterschied zur bisherigen Pflege ist der Abtrag des Mahdguts. Dieses wurde bislang zerkleinert (Mulchmahd) und auf der Fläche belassen, was Fäulnisprozesse und hohen Nährstoffeintrag mit sich bringt. Der Aufwuchs von Kräutern wird damit unterdrückt – artenarme Grassäume werden hingegen gefördert. Die Gräser wachsen durch das große Nährstoffangebot umso stärker, was häufigeres Mähen erfordert. Die Online-Konferenz, in der auch Probleme und Perspektiven des Projektes dargestellt werden, läuft über den Videokonferenzdienst GoToMeeting; https://global.gotomeeting.com/join/971699557 Über diese Nummer ist die Teilnahme möglich: Deutschland: +49 891 2140 2090; Zugangscode: 971-699-557.

Blühendes Porta Westfalica: Stadt probiert neues Mähkonzept aus

Blühender Wegesrand: Die Stadt hat in einem Pilotprojekt ihr Mähkonzept umgestellt. Foto: Elvira Paß/privat © privat

Porta Westfalica (mt/dh). Landschaftsarchitektin Elvira Paß vom Planungsbüro o.9 stellt am Dienstag, 16. Februar, in einer Videokonferenz von 17 bis 19 Uhr den Abschlussbericht zur naturnahen Unterhaltung und Pflege der städtischen Straßen- und Wegeränder vor. Der Startschuss für das mit öffentlichen Mitteln geförderte Pilotprojekt „Blühendes Porta Westfalica“ wurde 2018 gegeben. Ziel ist, mithilfe ökologisch optimierter Pflege der Wegsäume bislang artenarme und vergraste Wegränder zu artenreichen, blühenden Säumen zu entwickeln. Diese bieten bedrohten Insekten wie Bienen, Hummeln, Schmetterlingen dringend benötigte Nahrungsflächen, Rückzugsräume für die Überwinterung und Vermehrungsstätten. Zudem dienen artenreiche Säume der Vernetzung von Lebensräumen, so die Stadt in einer Pressemitteilung, und ermöglichen den Austausch von Pflanzen und Tieren zur Erhaltung eines gesunden Genpools.

Im Juni 2018 fand die Auftaktveranstaltung statt. Mithilfe von Bürgern, Vereinen, des Planungsbüros sowie der Stadtverwaltung wurde ein Pflegekonzept entwickelt und dieses probeweise an ausgewählten Stellen in Holtrup und Möllbergen umgesetzt. Wie sich nach zweijährigem Probebetrieb gezeigt habe, seien in vielen Säumen die Kräuter noch enthalten – man müsse sie nur wachsen lassen, teilt die Stadt mit. Die geänderte Pflege führe vor allem im Spätsommer zu einem ungewohnt natürlichen Erscheinungsbild der Säume.

Landschaftsarchitektin Elvira Paß wird in der Videokonferenz auch das Mähkonzept erläutern. Die Pflege beginnt mit einer Mahd im Frühjahr, die zunächst nur einen Meter des Wegrandes erfasst. Auf der übrigen Fläche soll der Saum bis zum Spätsommer wachsen können, er wird dann ab August/September auf der gesamten Breite gemäht. An Säumen, die breiter sind als zwei Meter, wird wie im Frühjahr lediglich ein Meter gemäht, der Rest bleibt als Rückzugs- und Überwinterungslebensraum für Tiere erhalten. Diese Bereiche werden dann bei der Pflege im Folgejahr gemäht. Damit die Sicherheit im Straßenverkehr gewährleistet bleibt, kümmert sich der Bauhof weiterhin um die Mahd der „Sichtdreiecke“ an Kreuzungen und Einmündungen.

Entscheidender Unterschied zur bisherigen Pflege ist der Abtrag des Mahdguts. Dieses wurde bislang zerkleinert (Mulchmahd) und auf der Fläche belassen, was Fäulnisprozesse und hohen Nährstoffeintrag mit sich bringt. Der Aufwuchs von Kräutern wird damit unterdrückt – artenarme Grassäume werden hingegen gefördert. Die Gräser wachsen durch das große Nährstoffangebot umso stärker, was häufigeres Mähen erfordert.

Die Online-Konferenz, in der auch Probleme und Perspektiven des Projektes dargestellt werden, läuft über den Videokonferenzdienst GoToMeeting; https://global.gotomeeting.com/join/971699557 Über diese Nummer ist die Teilnahme möglich: Deutschland: +49 891 2140 2090; Zugangscode: 971-699-557.

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